Affiliate-Shops im Netz | Mehrwert oder elektronischer Müll?

Affiliate-Shops im Netz

Affiliate-Shops im NetzMarketing über das Internet ist für viele Unternehmer schon lange Standard. Besonders Shops, die ihre Waren überwiegend oder ausschließlich online vertreiben, nutzen im Internet fast alle Werbeformen wie Partnerprogramme.

Bei Partnerprogrammen oder sogenannten Affiliate-Programmen wird auf Webseiten Dritter auf di eigenen Waren oder Dienstleistungen verwiesen und oftmals auch verschiedene Angebote und Anbieter verglichen. Diese Form des Marketings bietet sowohl für den Käufer als auch den Verkäufer Vorteile, wenn ein Affiliate-Shop gut aufgebaut ist. Gerade hier liegt allerdings oft das Problem, denn viele Affiliate-Shops sind schlecht strukturiert, listen Hersteller eines bestimmten Produkts einfach nur auf und bieten inhaltlich kaum Mehrwert. Erst durch eigene Inhalte, die etwa direkt vom beworbenen Shop nicht geboten werden, kann ein Affiliate-Shop punkten.

Die vielen Formen des Affiliate-Marketings

Neben dem klassischen Produktvergleich gibt es mittlerweile zahlreiche weitere Formen des Affiliate-Marketings – dies betrifft auch die Abrechnungsformen, welche zum Teil stark variieren können. Bei einigen Partnerprogrammen werden beispielsweise Affiliate-Shops bereits entschädigt wen ein Konsument ein Produkt betrachtet oder auf ein Werbebanner für das Unternehmen klickt. Eine Entschädigung für den Vertriebspartner wird auch ausgezahlt, wenn etwa Informationsmaterial angefordert wird, wie etwa im Finanzbereich oder wenn eine Registrierung erfolgt. Wichtig dabei ist jedoch, dass der Kunde einem bestimmten Link auf der Seite des Partners folgen muss. Dieser Link führt nicht nur zum Shop oder Dienstleister, wo der Kunde kaufen kann, er ist zusätzlich mit einer ID versehen, über die die Abrechnung mit den Partnern erfolgt.

Die Vergütung im Rahmen eines Partnerprogramms kann einige wenige Cent betragen bis zu mehreren Hundert Euro. Große Beträge sind beim Affiliate-Marketing jedoch die Ausnahme, lediglich im Dienstleistungs- oder Finanzbereich kann es zu höheren Vergütungen kommen. Meist werden die Vertriebspartner bei einem Verkauf prozentuell beteiligt, wobei hier durchaus auch höhere Erträge erzielt werden, wenn man sich auf hochpreisige Produkte im Affiliate-Shop spezialisiert. Das Anklicken von Werbung wird hingegen oft mit nur geringen Cent-Beträgen honoriert. Um mit Affiliate-Shops gewinne zu erzielen, muss eine große Masse an Konsumenten das Angebot nutzen, weshalb ein Shop eines Vertriebspartners möglichst attraktiv gestaltet sein sollte.

Affiliate werden Partnerprogramm – eine Einführung

Gratwanderung zwischen Mehrwert und Werbung

Auf der Suche nach einem bestimmten Produkt gelangen Konsumenten immer häufiger zu Affiliate-Shops. Viele Anbieter beschränken sich dabei jedoch auf eine simple Auflistung der Produkte mit den Preisen der jeweiligen Partner. Dies bietet zwar dem Konsumenten erste Vergleichsmöglichkeiten, jedoch keinen echten Mehrwert, da beispielsweise die Beschreibungen der Produkte oft von den Partnern übernommen werden.

Erst durch einzigartige Inhalte wie etwa Test- bzw. Erfahrungsberichte können sich die Betreiber von Affiliate-Shops von anderen Teilnehmern der Partnerprogramme bzw. vom Partner selbst abheben. Alternativ zum klassischen Shop bieten sich Affiliate-Marketing in einer Art Beratung an. Hier wird beispielsweise in Form eines Blogs bestimmte Themen behandelt wie etwa das Backen von Keksen. Bei der Behandlung des Themas können verschiedene Rezepte oder Tipps zum Backen angegeben werden. In den Text eingebettet werden dann die Produkte des Partners wie etwa diverse Kochbücher oder Küchenhelfer zum Backen von Keksen. Diese Form von Affiliate-Shop bietet dem Konsumenten einen echten Mehrwert und die Betreiber gewinnen durch ihre beratende Funktion mehr Nutzer.

Vorteile für den Käufer von Affiliate-Shops

affiliate marketingAffiliate-Shops bieten dem Käufer zahlreiche Vorteile. Selbst eine einfache aneinander Reihung von Produkten verschiedener Partner ermöglicht ja einen ersten Vergleich. Immer mehr Betreiber von Affiliate-Shops gehen dabei sogar noch weiter und listen zusätzlich noch die Kosten für die Lieferung des Produktes auf.

Käufer müssen sich jedoch bewusst sein, dass es sich hier ebenfalls nur um eine Auswahl von bestimmten Partnern handelt und Affiliate-Shops nicht das gesamte Angebotsspektrum im Bereich der Produkte als auch der möglichen Verkäufer abdecken. Wird ein Affiliate-Shop in Form eines Blogs betrieben, ist mit guten Inhalten ein deutlicher Mehrwert für den Konsumenten gegeben.

Vorteile für den Verkäufer von Affiliate-Shops

Affiliate-Shops bieten für Verkäufer ebenfalls zahlreiche Vorteile, da sie lediglich als Vermittler für ein bestimmtes Produkt gelten. Ihnen entfallen dadurch Lagerkosten, benötigen kein Personal für das Verpacken und Versenden und haben auch kein Risiko bei Reklamationen. Die Gewinnspannen sind zwar auch niedriger, jedoch bis auf die Kosten für die Betreuung des Shops fallen keine weiteren Gebühren mehr an. Durch das Anpreisen der Waren in Form von Blogs oder Ähnlichem bzw. als Ergänzung zu einem Affiliate-Shop mit Warenauflistung wird dem Konsumenten ein echter Mehrwert geboten, den oft die Partner selbst nicht anbieten können. Diese „Beratung“ ist zwar aufwendiger als das reine Auflisten von Produkten, wird jedoch meist auch mit mehr Besuchern honoriert, wodurch sich auch die Umsätze verbessern können.

Affiliate-Marketing hat in den letzten Jahren immer mehr zugenommen. Gut aufgebaute Shops bieten sowohl dem Käufer als auch dem Verkäufer zahlreiche Vorteile. Für die Betreiber von Affiliate-Shops macht meist die Menge an Konsumenten den Umsatz aus, da bei Partnerprogrammen oft nur wenige Cent vergütet werden. Daher ist es auch sinnvoll sich um mehrere Partner gleichzeitig zu bemühen, um auch das Angebot im eigenen Affiliate-Shop reichhaltiger zu gestalten.

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Falko Matte
Unten: ©panthermedia.net Marc Dietrich

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