Als Beamter von zu Hause aus arbeiten!?

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Schon im Jahr 2008 wurde aufgrund einer Initiative des Innenministers von Brandenburg das Beamtenrecht neu definiert.

Seine Vorstellungen gingen zum damaligen Zeitpunkt dahin, dass die Staatsbediensteten künftig ihre Arbeit auch in den eigenen vier Wänden durchführen können.

Ziel dieser Maßnahme war vornehmlich, dass die Mitarbeiter des Staates künftig ihre Tätigkeit auch mit der Erziehung ihrer Kinder oder der Pflege von Angehörigen vereinbaren können.

Im Frühjahr 2009 trat die Gesetzesänderung in Kraft und einige Beamte machten Gebrauch von ihrem neuen Recht. Allerdings ist die Arbeit im Home-Office nicht ausschließlich positiv zu sehen. Neben den deutlich erkennbaren Vorteilen müssen ebenfalls die Nachteile Beachtung finden.

Dienstreisen werden nicht grundsätzlich erstattet

Richter

Richter

Bereits im Jahr 2010 gab es ein Gerichtsverfahren, welches deutlich macht, dass die Tätigkeit zu Hause für Beamte nicht grundsätzlich vorteilhaft ist.

Damals klagte der Betriebsprüfer eines Finanzamtes gegen den Staat.

Grundlage des Rechtsstreites war die Tatsache, dass der Kläger aufgrund seiner Tätigkeit häufig Fahrten für seinen Dienstherren erledigen musste und diese ihm nicht im vollen Maße erstattet wurden.

Die Klage wurde abgewiesen und von dem Verfassungsgericht in Rheinland Pfalz auch begründet.

Für die Richter war es eindeutig, dass der Kläger nur die Kosten ersetzt bekommt, die als Kilometerpauschale von seinem Dienstsitz zur Einsatzstelle anrechenbar sind.

Keineswegs könne er einen höheren Anspruch geltend machen, wenn sein Büro im eigenen Heim weiter entfernt liegt. Die Richter kamen ebenfalls zu dem Schluss, dass jeder Beamte und jede Beamtin selbst die Berechnung durchzuführen habe, wenn es um die Abrechnung von Dienstreisen geht. Auch eventuelle Nachteile müssten bei der Einrichtung eines Heimbüros in Kauf genommen werden.

Dienstreisen

Werbungskosten mindern die Steuerlast

Zwar wird die Einkommenssteuer von Beamten anders berechnet als jene von Arbeitern oder Angestellten, sie sind allerdings nicht von dieser Abgabe an den Staat befreit. Auch sie suchen verständlicherweise nach Möglichkeiten, wie sie ihre Steuerlast senken können.

Wer als Beamter von zu Hause aus arbeitet und sich eigens aus diesem Grund ein Zimmer eingerichtet hat, der kann die einmaligen und laufenden Ausgaben dafür in den meisten Fällen als Werbungskosten geltend machen. Das bedeutet gleichzeitig, dass sich damit sein steuerpflichtiges Arbeitsentgelt vermindert und er weniger Steuern zu zahlen hat. Zu den Werbungskosten können in diesem Fall auch die Aufwendungen für das Internet und ein Telefon gehören.

Die Entscheidung für das Homeoffice

Von zu Hause aus arbeiten

Von zu Hause aus arbeiten

Für nicht direkt Betroffene mag es sich wahrscheinlich nur positiv anhören, wenn die Rede von der Berufstätigkeit von zu Hause aus angesprochen wird.

Die Kinder können nebenbei beaufsichtigt werden und der Berufstätige ist immer präsent für seine Familie. Dass sich der Alltag in der Regel keineswegs nur positiv darstellt, das wissen die Betroffen sehr gut.

Auch sie müssen ihre Arbeit bewältigen und diese ist nicht weniger, als wenn sie im Büro ihres Dienstherren tätig wären.

Bevor sie beginnen, haben sie für die entsprechende Einrichtung zu sorgen und das ist nicht ausschließlich auf den PC und einen Schreibtisch beschränkt. Wichtig sind ebenfalls abschließbare Schränke, die unter anderem vertrauliche Akten sicher verwahren. Dabei ist so ein Geldschrank nicht mehr teurer, wie man bei der verlinkten Seite schön sehen kann.

Aber auch ein konzentriertes Arbeiten muss zu Hause möglich sein. Kein Beamter, der sich bei seiner Tätigkeit Fehler erlaubt, kann sich damit entschuldigen, dass er von den Kindern oder der Ehefrau gestört wurde.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen.

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Mein Name ist Simon Schröder. Ich bin gelernter Versicherungsfachmann und blogge aus Leidenschaft. Möchten auch Sie Ihre Meinung auf Beamtenblog.net an andere weitergeben? Schreiben Sie einen Kommentar. Wir freuen uns auf Sie.

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