Altersvorsorge für Beamte und Angestellte im ö.D.

Beamter

Beamter

Viele Menschen in Deutschland meinen, wenn jemand Beamter wäre, hätte er es „geschafft“.

Schließlich würde er bis an sein Lebensende über ein sicheres Einkommen verfügen und müsse nicht privat vorsorgen.

Nicht jeder, der im öffentlichen Dienst beschäftigt ist, erlangt den Beamtenstatus.

Die Angestellten, die beispielsweise in den Verwaltungen der Landkreise oder Kommunen beschäftigt sind, haben einen relativ sicheren Arbeitsplatz, müssen aber wie alle anderen Arbeitnehmer Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen und mit ihren Beiträgen privat vorsorgen.

[info]Damit ein Angestellter eine ähnliche Altersversorgung wie ein Beamter erhält, wurde zusätzlich ein spezielles Altersvorsorgesystem für den öffentlichen Dienst geschaffen – die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes, die man in gewisser Weise mit einer Betriebsrente vergleichen kann. [/info]

Manche meinen, dass unter diesen Voraussetzungen ein Beamter oder ein Angestellter im öffentlichen Dienst nicht privat vorsorgen müsse. Ist das wirklich so? Ergänzend zu diesem Artikel ist auch diese Seite zum Thema Altersvorsorge im Überblick sehr interessant.

Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst

hohe Pension

Gemessen an den durchschnittlichen Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung erscheint die Pension, die ein Beamter als Ruhegehalt ausgezahlt bekommt, recht hoch.

Theoretisch muss ein Beamter nicht privat vorsorgen, er erhält ohne Zahlung von Beiträgen eine Pension, die sich nach der Zahl seiner Dienstjahre und nach seiner letzten Besoldungsstufe richtet.

Im Jahre 2006 erhielt ein Beamter, der mindestens 40 Dienstjahre geleistet hatte, 73,37 % seiner letzten Bezüge.

Neue gesetzliche Regelungen führen dazu, dass diese Zahl auf 71,75 % sinken wird. Die Pension, die ein Beamter bezieht, unterliegt allerdings, anders als eine Leistung aus der gesetzlichen Rentenversicherung, in vollem Umfang der Einkommenssteuer.

Aus den genannten Zahlen lässt sich leicht erkennen, dass ein Beamter, der seinen Lebensstandard im Ruhestand halten möchte, privat vorsorgen muss.

Versorgungslücke bei Beamten

Altersvorsorge für Beamte

Immer mehr „Staatsdiener“ erkennen, dass ein Beamter, genau wie die gesetzlich versicherten Angestellten, privat vorsorgen muss, wenn er im Alter gut versorgt sein will.

Auch ein Beamter kann in eine Riester-Rente einzahlen, wenn er privat vorsorgen möchte.

Er erhält, wie alle anderen die volle staatliche Förderung für seine Altersvorsorge. Zahlt ein Beamter 4 % seines Bruttobezuges ein, erhält er eine staatliche Zulage von 154 Euro und für jedes Kind weitere 185 Euro. Für Kinder, die nach dem 1. 1. 2008 geboren sind, gibt es 300 Euro Zulage.

Wie alle anderen kann auch ein Beamter zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen, wenn er privat vorsorgen will. Die staatliche Zulage wird gewährt, wenn ein Angestellter oder ein Beamter in einen Altersvorsorgevertrag einzahlt, der von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zertifiziert wurde.

private Rentenversicherung

Er kann auch in eine klassische private Rentenversicherung einzahlen.

Sie hat den Vorteil, dass der Auszahlungszeitpunkt flexibel ist. Eine weitere Möglichkeit ist die Einzahlung in eine fondsgebundene Rentenversicherung.

Diese Art der Rentenversicherung kann unter günstigen Umständen eine deutlich bessere Rendite als andere Sparformen bringen. Da die Rendite aber von vielen wirtschaftlichen Faktoren abhängt, kann sie nicht garantiert werden.

Interessant ist für viele die Einzahlung in einen Fondssparplan. Ein Beamter oder ein Angestellter im öffentlichen Dienst, der auf diese Weise privat vorsorgen will, erwirbt mit seinen regelmäßigen Einzahlungen Anteile an einem Investmentfonds. Die Rendite kann auch bei dieser Art der privaten Altersvorsorge nicht garantiert werden, aber der Kapitalerhalt ist sicher. Seit dem Jahre 2008 ist es ebenfalls möglich, den Erwerb einer selbst genutzten Immobilie als Altersvorsorge staatlich fördern zu lassen. Die Frage, welche der Möglichkeiten für das privat Vorsorgen die richtige ist, muss auch ein Beamter selbst entscheiden.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen.

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Über Simon (137 Artikel)
Mein Name ist Simon Schröder. Ich bin gelernter Versicherungsfachmann und blogge aus Leidenschaft. Möchten auch Sie Ihre Meinung auf Beamtenblog.net an andere weitergeben? Schreiben Sie einen Kommentar. Wir freuen uns auf Sie.

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