Beamten: Altersvorsorge und Rentenversicherung (Teil: 2)

In unserem letzten Beitrag aus der Reihe der Altersvorsorge haben wir Sie darauf hingewiesen, welche Möglichkeiten auf dem Markt der Rentenversicherungen bestehen und welche Rentenanteile Ihnen aus gesetzlicher Perspektive zustehen. Wir dürften an dieser Stelle zu einem entscheidenden Fazit gekommen sein, denn es macht wirklich keinen Sinn, eine überhastete Entscheidung zu treffen, aus Angst im Alter in Armut zu enden. Es gilt hingegen folgende Leitformel: Je früher Sie mit der privaten Altersvorsorge beginnen, desto profitabler fällt diese im Endeffekt aus. Profitieren Sie vor allen Dingen von der staatlichen Förderung. Im folgenden Beitrag haben wir konkrete Beispiele für Sie parat.

Altersvorsorge planen | © Bildagentur PantherMedia / Gajus-Images Altersvorsorge planen | © Bildagentur PantherMedia / Gajus-Images

Die optimale Absicherung fürs Alter

Um sich für das Alter finanziell absichern zu können, ist es entscheidend, logisch vorzugehen und Schritt für Schritt die einzelnen Punkte der Altersvorsorge zu bedenken. In einem ersten Punkt gilt es, die gesetzliche Rente realistisch abzuschätzen. Derzeit leisten wir einen Beitrag von 18,9 % unseres Bruttoeinkommens. Diese Anteile teilen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

Alle Selbstständigen und freiwillig Versicherten übernehmen Ihre Anteile allein. Bereits im vergangenen Beitrag hatten wir Sie darauf hingewiesen, dass es sich hierbei aber nicht um einen Sparvertrag handelt, sondern wir uns in einem Solidaritätsprinzip bewegen, d.h. Sie zahlen für die aktuellen Rentner und zu einem späteren Zeitpunkt, zahlen andere für Ihre Rente. Bereits zum heutigen Tage steht fest, dass unser Rentenniveau drastisch sinken wird. Es gilt also vorzusorgen.


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Betriebliche Altersvorsorge in Anspruch nehmen

In Deutschland hat jeder Arbeitnehmer das Recht und den Anspruch auf die betriebliche Altersvorsorge. Doch zum jetzigen Zeitpunkt ist anzunehmen, dass nur sehr wenige Unternehmen noch selbst für diese Betriebsrente sorgen. Im Grunde ist aus rechtlicher Perspektive davon ausgesehen, dass Ihr Unternehmen und Ihr Arbeitgeber dazu verpflichtet, Ihnen mindestens einen Anbieter für die Betriebsrente zu empfehlen.

Folgende Anbieter zählen in dieser Gruppierung:

  • Pensionskassen und
  • Pensionsfonds
  • Unterstützungskassen
Sie haben die Möglichkeit, flexibel in diese Kasse einzuzahlen. Im Vergleich zu den privat-organisierten Sparverträgen fallen hier geringere Kosten und Gebühren an. So können Sie schon jetzt mit einer höheren Rendite der Betriebsrente rechnen. Sie sollten sich keinesfalls diese Anlagemöglichkeit entgehen lassen. Darüber hinaus fällt vielen Arbeitnehmern diese Anlageform leichter, da der Arbeitgeber dazu verpflichtet ist, Ihren Anteil direkt aus dem Bruttogehalt zu überweisen. Dieser Anteil wird unter den Sozialabgaben zusammengefasst.

Riester Sparverträge für das Alter

Überdies haben Arbeitnehmer die Möglichkeit, einen geförderten Riester Sparvertrag abzuschließen. Diese Sparverträge wurden 2002 eingeführt und nach dem damaligen Arbeitsminister Walter Riester benannt. In diesem Zusammenhang ist von einem so genannten Sockelbetrag die Rede. Dieser Sockelbetrag kommt auf gerade einmal fünf Euro im Monat, das macht 60 € im Jahr. Sind Sie in der Lage, diese Mindesteinlage zu zahlen, haben Sie Anspruch auf die maximale Förderung. Sie haben also allein die Möglichkeit, die entsprechende Höhe festzulegen. Kein Finanzberater kann Ihnen einen Mindestbeitrag vorschreiben.


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Altersvorsorge und Förderung vom Staat

Darüber hinaus erhalten Sie Förderungen vom Staat, wie zum Beispiel Steuervergünstigungen. Die Höhe der voraussichtlichen Rente ist vom jeweiligen Anbieter und Ihrer Risikobereitschaft abhängig. So lassen sich drei verschiedene Riester Arten unterscheiden:

  1. das Riester Fondsparen,
  2. die Riester Rentenversicherung und
  3. Riester Banksparen.

Diese Anlagemöglichkeiten sind für alle Anleger unter 40 Jahren bis hin zur Mitte 40 und älter geeignet.

Altersvorsorge für Selbstständige und Freiberufler

Für allen Selbstständigen und Freiberufler empfiehlt sich die Rürup Rente als eine andere Form der Riester-Rente. Diese Form des Anlegens bringt um ein Vielfaches höhere Steuervorteile mit sich. Bereits im vergangenen Jahr hatten alle Rürup Sparer die Gelegenheit, bis zu 15.600 € im Jahr steuerlich gefördert anzulegen. Bis zum Jahr 2022 ist damit zu rechnen, dass dieser Sparvorteil auf 20.000 € ansteigt.

Fazit

Diese drei vorhergehenden Schritte stellen die Basis für eine ordentliche, finanzielle Altersversorgung dar. Möchten Sie überdies weitere Sicherheiten für das Alter schaffen, ist vor allen Dingen der Immobilienbesitz zu empfehlen. Sie ersparen sich im Alter dann die jeweilige Belastung der Miete und nutzen höheres Budget. Darüber hinaus ist es sinnvoll, über eine Lebensversicherung oder über eine private finanzielle Absicherung nachzudenken. Haben Sie immer noch verfügbares Einkommen im übrig, um dieses anzusparen, empfehlen wir Ihnen Fonds und Börsenpapiere. Wir wollen Ihnen im ersten Teil unserer Reihe zur Altersvorsorge die Möglichkeiten der Lebensversicherungen eingehender vorstellen.

 Links zur weiterführenden Information

http://www.stern.de/wirtschaft/geld/ratgeber-altersvorsorge/mehr-als-nur-rente-so-sorgen-sie-richtig-fuers-alter-vor-3532920.html
https://www.test.de/altersvorsorge-rente/

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