Beamtenstatusgesetz 2012

Beamtenstatusgesetz 2012

Beamtenstatusgesetz 2012

Geht es um das Beamtenstatusgesetz 2012 und die staatlich Bediensteten der Bundesrepublik, dann regen sich nicht nur positive Gedanken in den Köpfen der Kritiker.

Meist ohne so wirklichen Grund kursieren viele Beamtenwitze, die keineswegs nur zur allgemeinen Erheiterung beitragen. Leider existieren dazu auch echte Vorurteile, die bei näherem Hinsehen einer neutralen Bewertung kaum standhalten.

Sicher, durch das Beamtenstatusgesetz 2012 haben die Beschäftigten vermeintliche Vorteile, ihre Pflichten gegenüber dem Staat und der Allgemeinheit dürfen dabei aber nicht übersehen werden. So müssen sie es sich unter anderem gefallen lassen, wenn sie von ihrem Dienstherren die Weisung erhalten, in einer anderen Stadt tätig zu werden. In der Vergangenheit litten besonders die Familien von Soldaten unter den häufigen Umzügen, welche durch die Versetzung der Beamten bedingt war. Ein Angestellter hat es da schon einfacher!

Das Beamtenstatusgesetz tritt in Kraft

Die Novellierung des Bundesgesetzes, welches die beamtenrechtliche Stellung der Beamten von Ländern und Kommunen regelt, fand bereits in den Jahren vor 2009 statt. Das Resultat kam dann als das Beamtenstatusgesetz heraus und löste das bis dahin gültige Beamtenrechtsrahmengesetz ab. Wesentliche Änderungen fanden im Bereich der sogenannten Dienstherrenwechsel statt. Zudem wurde im Beamtenstatusgesetz 2012 neu geregelt, welche Umstände zur Aberkennung des Status eines Beamten führen können. Es spielen hier die Pflichten sowie die Konsequenzen bei Nichterfüllung eine große Rolle.

Beamte haben grundsätzlich einen sicheren Arbeitsplatz und müssen sich nicht, wie Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft, vor Entlassung wegen der Aufgabe des Betriebes fürchten. Die Kehrseite der Medaille sieht allerdings so aus, dass bei einer Krise die tariflichen Lohnerhöhungen trotz bzw. auch wegen des Beamtenstatusgesetzes deutlich geringer ausfallen, als in vergleichbaren Betrieben der Wirtschaft.

Das Beamtenstatusgesetz 2012 und das Personal

Polizisten müssen Überstunden leisten

Das Einsparen von Personal aufgrund einer schlechten Wirtschaftslage macht selbstverständlich auch vor unseren Beamten nicht halt.

Polizisten müssen Überstunden leisten, die der Dienstherr von ihnen erwartet und die nicht selten über ihre körperlichen Kräfte hinausgehen.

Auch Lehrer, die als Beamte tätig sind, haben durch das Beamtenstatusgesetz 2012 nicht ausschließlich Vorteile erhalten. Beide Berufsgruppen stehen wie selten zuvor im Brennpunkt des Interesses.

Dass bei der Berufswahl ein hohes Maß an Idealismus eine Rolle spielt, sollte allerdings von der kritischen Bevölkerung Anerkennung finden. Lapidar vermerkt könnte man der Ansicht sein, dass jeder die Möglichkeit hat, eine Ausbildung anzustreben, die ihn unter den Schutz des Beamtenstatusgesetz 2012 stellt.

Bei näherer Betrachtung fällt allerdings auf, dass Mitarbeiter des Staates durchaus nicht auf Rosen gebettet sind. Nicht nur die Tatsache, dass sie an keinem Streik teilnehmen dürfen, sollte mal bedacht werden. Schon wenn ein entferntes Familienmitglied des Beamten auffällig wird und der Staatsschutz darauf schaut, kann das im Ernstfall zu einer Entlassung des Mitarbeiters führen.

Die Arbeit von Lehrern

Häufig wird die Arbeit von Lehrern auch als leicht und mit sehr viel Freizeit belegt, wahrgenommen.

Dass die Männer und Frauen sich aber an jedem Schultag darum bemühen, dass sie Kinder und Jugendliche mit dem nötigen Rüstzeug für deren Zukunft ausstatten, wird kaum gesehen.

Nicht abzuweisen ist hier ebenfalls die Tatsache, dass sie dabei einem latenten Gewaltpotenzial ausgesetzt sind. Das belegen leider die zahlreichen und spektakuläre Berichte der Medien. Auch daran ändert das Beamtenstatusgesetz 2012 nichts. Nicht ohne Grund gibt es viele Beamte, die aufgrund gesundheitlicher Probleme aus ihrem Beruf aussteigen müssen. Das betrifft Lehrer, Polizisten und Mitarbeiter von Sozialämtern und Arbeitsagenturen. Bei aller Kritik und Häme, denen sich Beamte stellen müssen, vor jeder Beurteilung sollte die subjektive Wahrnehmung an erster Stelle stehen.

Beamte unter Druck:

Bildquellen
Oben-Rechts: ©panthermedia.net Tobias Kaltenbach
Mitte-Links: ©panthermedia.net Rebekah Burgess
Unten-Rechts: ©panthermedia.net Diego Cervo

Über Simon (137 Artikel)
Mein Name ist Simon Schröder. Ich bin gelernter Versicherungsfachmann und blogge aus Leidenschaft. Möchten auch Sie Ihre Meinung auf Beamtenblog.net an andere weitergeben? Schreiben Sie einen Kommentar. Wir freuen uns auf Sie.

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