Behördenfragen

Frage: Wie hoch ist die Beamtenrente?
Antwort: Es gibt eigentlich keine Beamtenrente. Ein Beamter bekommt keine Rente, sondern eine Pension oder ein Ruhegehalt. Wie hoch die Pension ist, ist bei jedem Beamten auch unterschiedlich. Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen u.a. in welcher Besoldunsggruppe der Beamte zuletzt war, wie lange er aktiv im Dienst, u.v.m.
Was ein Beamter an Maximalpension bekommt kann sich aber im Zweifel jeder selber ausrechnen. Dazu muss man nur nach Beamtenversorgung und Besoldungstabellen googlen. Der maximale Ruhegehaltssatz beträgt derzeit 71,75 Prozent.

Frage: Zahlt ein Beamter Steuern?
Antwort: Natürlich! Wie jeder andere Arbeitnehmer bezahlt auch ein Beamter von seinem Gehalt seine Steuern. Allerdings sind die Steuern bei Beamten höher als bei normalen Arbeitnehmern. Der Beamte wird nach der sogenannten Lohnsteuertabelle B versteuert.

Frage: Warum zahlt ein Beamter keine Sozialversicherungsbeiträge?
Antwort: Welche Gründe genau vor rund 100 Jahren dazu führten dass Beamte keine Sozialversicherungsbeiträge zahlen kann ich nicht sagen. Ich vermute allerdings, dass dies damit etwas zu tun hat, dass der Beamte zum einen auf einen Teil seiner Grundrechte verzichet und zum anderen, dass das Beamtenverhältnis nichts mit einem normalen Arbeitsverhältnis zu tun hat, sondern ein Dienst- und Treueverhältnis ist. Ein Beamtenverhältnis besteht aus diversen Rechten und Pflichten, von denen ein normaler Arbeitnehmer noch nie etwas gehört hat. So hat der Beamte sich z.B. in seinem Privatleben entsprechend seinem Amt zu verhalten. Sollte ein Beamter z.B. seinen Führerschein verlieren, so kann dies schon zu einer Disziplinarmaßnahme führen.

Eins sollte auch nicht vergessen. Wer, wie die Beamten, keine Sozialversicherungsbeiträge zahlt, hat auch keinen Anspruch auf z.B. Arbeitslosengeld oder Rente.

Frage: Warum ist ein Beamter unkündbar?
Antwort: Dies ergibt sich aus dem besonderen Dienst- und Treueverhältnis zwischen dem Beamten und dem Dienstherrn und ist im Grundgesetz geregelt. Allerdings ist die Unkündbarkeit auch nur ein theoretischer Wert. Wer als Beamter regelmäßig Mist baut oder eine Straftat begeht, wird in aller Regel auch entlassen.

Frage: Wie hoch ist der Abzug bei einem Beamten, wenn er mit 60 in Pension geht?
Antwort: Der Abzug beträgt derzeit maximal 10,8 Prozent.

Frage: Warum bekommt der Beamte Beihilfe?
Antwort: Auch dies ergibt sich aus dem besonderen Dienst- und Treueverhältnis zwischen dem Beamten und dem Dienstherrn und ist ebenfalls im Grundgesetz
geregelt. Dieses Verfahren der Beihilfe kommt den Dienstherrn günstiger, als wenn er dem Beamten die Hälfte seines Krankenkassenbeitrages erstatten würde.
Durch die Beihilfe bekommt der Beamte einen Teil seiner Krankheitskosten von seinem Dienstherrn erstattet. Wie gesagt, er bekommt nur einen Teil. Der Beamte muss sich also zwangsläufig gegen den Rest, der nicht von der Beihilfe erstattet wird, selber versichern.

Über Simon (139 Artikel)
Mein Name ist Simon Schröder. Ich bin gelernter Versicherungsfachmann und blogge aus Leidenschaft. Möchten auch Sie Ihre Meinung auf Beamtenblog.net an andere weitergeben? Schreiben Sie einen Kommentar. Wir freuen uns auf Sie.

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