Denkmalgeschützte Immobilien für Beamte?!

Denkmalgeschützte Immobilien für Beamte

Da Finanzanlagen in fast jeder Form der Besteuerung in Form der Abschlagssteuer unterliegen, vermindern sich daraus anfallende Gewinne.

Wer eigenes Kapital zur Verfügung hat und dieses steuervergünstigt anlegen möchte, sollte sich über die Investition in eine denkmalgeschützte Immobilie Gedanken machen.

[info]Diese Investition kombiniert die steuervergünstigte Anlage von Kapital mit einer sicheren Altersvorsorge.[/info]

Die denkmalgeschützte Immobilie für Beamte und der Erwerb der Immobilie durch Anleger mit Beamtenstatus bietet Einsparpotenzial in zweifacher Hinsicht. Zum einen können Beamte von einem zinsgünstigen Beamtenkredit profitieren, welcher die Beschaffung des nötigen Investitionskapitals zu guten Konditionen ermöglicht.

Zum anderen sind die steuerlichen Vorteile in Verbindung mit dem Erwerb von Denkmalimmobilien nicht außer Acht zu lassen.

Sanierungs- oder Renovierungsmaßnahmen

Als einziger Nachteil ist es zu sehen, dass jegliche Maßnahmen an der Immobilie im Sinne des Denkmalschutzes durchgeführt werden sollen und müssen.

Daher muss hier stets im Vorfeld eine Genehmigung der zuständigen Behörde eingeholt werden, wenn Sanierungs- oder Renovierungsmaßnahmen erfolgen sollen.

Hierbei unterliegt der Besitzer des geschützten Gebäudes Einschränkungen in der Durchführung aller verändernden Maßnahmen. Die Auflagen sind strengestens einzuhalten, da sonst empfindliche Geldstrafen zu erwarten sind.

Die durch den Denkmalschutz vorhandenen Auflagen sind auch stets zu beachten und bei Unklarheiten sollte zwingend die Abklärung erfolgen, um im Nachhinein entstehende Schwierigkeiten und Kosten durch Rückbau zu vermeiden. Dennoch überwiegen die steuerlichen Vorteile bei der Anlage in einer denkmalgeschützten, sanierungsbedürftigen Immobilie deutlich. Darüber hinaus kompensieren die steuerlichen Vorteile der denkmalgeschützten Immobilie für Beamte auch den Wegfall der Eigenheimzulage.

Die steuerlichen Vorteile sind bei der Investition in eine derartige Immobilie nicht direkt von der Nutzung abhängig. Einsparungen bei der Steuer sind möglich, wenn die Immobilie als selbst genutztes Wohneigentum erworben wird. Aber auch dann, wenn das geschützte Gebäude zu Vermietungszwecken gekauft wird, kann ein steuerlicher Vorteil geltend gemacht werden. Dies ist aufgrund einer gesetzlichen Änderung nicht mehr möglich, wenn eine neue Immobilie zum Zweck der Vermietung erworben wird.

Sanierungskosten als steuerlicher Aspekt

denkmalgeschützte Immobilien im Innenstadtbereich

Wird dies im Hinterkopf behalten, so kann auch der Erwerb einer Immobilie angedacht werden, die in einem weniger guten Zustand ist.

Häufig finden sich denkmalgeschützte Immobilien im Innenstadtbereich größerer Städte. Dies bedeutet für den Immobilienbesitzer in der Regel eine sehr gute Lage und daraus resultierende Mieteinnahmen.

Für eine sanierungsbedürftige Immobilie entstehen zwar erst einmal hohe Sanierungskosten, dafür ist der Anschaffungswert aber deutlich niedriger als für vergleichbare Gebäude.

Die dann anfallenden Sanierungskosten können in der Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden. Entsprechend ist es insbesondere für Beamte mit einem guten Grundeinkommen lohnenswert, eine denkmalgeschützte Immobilie zu erwerben und diese zu sanieren.

Nach der Sanierung kann diese selbst bezogen werden oder vermietet werden. Die Kosten können dennoch über einen Zeitraum von 12 Jahren in die Einkommenssteuererklärung einfließen und so in umfangreichem Rahmen rückerstattet werden. Hierbei werden alle Modernisierungs- und Sanierungskosten zu 100 % über den genannten Zeitraum abgeschrieben.

vermietete Immobilien

Die entfallene degressive Abschreibung für vermietete Immobilien wird durch die steuerliche Abschreibung für Baudenkmäler größtenteils aufgefangen.

Diese ist in § 7i und § 7 h des EStG zugunsten des Immobilienkäufers geregelt, wenn das erworbene Gebäude dem Denkmalschutz unterliegt.

Für Gebäude, welche nach dem Jahr 1924 erbaut wurden, können 50 Jahre lang 2 % der Anschaffungskosten steuerlich geltend gemacht werden. Anschaffungskosten für geschützte Gebäude, welche bis zu diesem Zeitpunkt erbaut wurden, können über einen Zeitraum von 40 Jahren mit 2,5 % angesetzt werden.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen.

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Über Simon (132 Artikel)
Mein Name ist Simon Schröder. Ich bin gelernter Versicherungsfachmann und blogge aus Leidenschaft. Möchten auch Sie Ihre Meinung auf Beamtenblog.net an andere weitergeben? Schreiben Sie einen Kommentar. Wir freuen uns auf Sie.

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