Der Einlagensicherungsfonds als Täuschung

Die Einlagensicherung reicht nicht Die Einlagensicherung reicht nicht
Die Einlagensicherung reicht nicht

Die Einlagensicherung reicht nicht

Wer sich für ein Tagesgeldkonto entscheidet, der achtet darauf, dass ein bestimmter Satz in dem Vertrag vorzufinden ist: Die Einlagensicherung.

Denn die Einlagensicherung versichert, dass das angesparte Geld bis zur Höchstgrenze (im Normalfall 100.000 Euro) abgesichert ist.

Doch die Einlagensicherung bzw. der Einlagensicherungsfonds ist im Endeffekt nur eine Täuschung. Denn nur die wenigsten Sparer wissen: Die Auszahlung bzw. Sicherung erfolgt nur dann, wenn auch der Sicherungsfonds bzw. Einlagensicherungsfonds gefüllt ist. Wer an der Staatskasse klopft und seine Einlagensicherung zurückwill, der wird feststellen, dass der Staat, wenn er selbst zahlungsunfähig geworden ist, die Einlagensicherung nicht garantiert bzw. nicht bezahlen kann bzw. muss.

Was vor Monaten noch als Verschwörungstheorie von Skeptikern bezeichnet wurde, wurde nun auch per Gericht bestätigt. Es klingt natürlich gut und sicher, wenn mit der Einlagensicherung das Geld der Sparer bis 100.000 Euro (im Regelfall) geschützt wird. Doch dieser Topf, welcher von den Banken selbst gefüllt wird, ist im Endeffekt zu klein.

Gut mit Geld: Einlagensicherung

Milliarden Euro werden nicht ausreichen

Im Schadenfalls bzw. im Notfall wird eine Zwangsenteignung gestartet, die sehr wohl die Einlagensicherung übergeht. Das bedeutet, dass größere Bankenpleiten sehr wohl das Ende der Spareinlagen bedeuten würden.

Das Wort Einlagensicherung bedeutet im Endeffekt nichts. Es gilt als Täuschung bzw. als Simulation von Sicherheit.

Wer sich mit der Thematik auseinandergesetzt hat, wird merken, dass ein paar Milliarden Euro in den Sicherungstöpfen im Endeffekt nichts als Peanuts sind, wenn eine oder mehrere Bankenpleiten den Staat ereilen. Der aktuelle Fall hat nun gezeigt, dass die Theorie, dass die Einlagensicherung zu einer Simulation von Sicherheit ist, wahr ist.

Denn Sparer aus England und den Niederlanden, welche ihr Geld nach Island überwiesen, haben schnell bemerkt, als die Banken gerettet werden mussten, dass die Töpfe und Gelder für die Einlagensicherung schnell leer sind. Für ausländische Sparer gab es keine Möglichkeit das Geld zurückzubekommen. Als Entschädigung kamen die Staaten England und Niederlande selbst für die Sparer auf.

Zypern — Enteignung — auch in Deutschland

Kein Land ist verpflichtet

Die beiden Länder forderten das Sparguthaben von Island zurück. Doch der Europäische Gerichtshof hat bestätigt, dass kein Staat zu einer Zahlung verpflichtet ist.

Das bedeutet, dass ein Staat nicht einspringen muss, wenn das nationale Einlagensicherungssystem nicht ausreicht. Eine Ohrfeige für alle engagierten Sparer.

Auch wenn das Urteil im Endeffekt keine Wandlung vornimmt, sondern nur beweist, dass die Skeptiker Recht behalten haben, so ist der Traum der „Sicherheitsblase“ durch die Einlagensicherung geplatzt. Gehen Banken Bankrott bzw. geht das Land Bankrott, dann ist auch die Geschichte mit der Einlagensicherung vorbei. Auch wenn Politiker immer wieder betonen, dass „das in unserem Land nicht passieren kann“, so waren es auch isländische Politiker, welche dieselben Reden schwangen und bewiesen, dass es „doch passieren“ kann.

Natürlich waren es immer „unvorhergesehen Umstände“, doch Fakt ist, dass die Einlagensicherung nicht greift und das ersparte Geld weg ist. Spätestens, wenn das Land die Zwangsenteignung anordnet, ist die Einlagensicherung übergangen worden. Aufschluss darüber gibt auch der § 6 Abs. 1 BGB ein. Womöglich alles Gründe, weshalb in den Medien nur sehr sporadisch bzw. beinahe gar nicht über das Gerichtsurteil berichtet wurde.

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Angelika Krikava

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