Der Kreditkartenwahnsinn

Die aktuelle Weltsituation bringt mich momentan viel ins Grübeln und macht mir schon Sorgen.

Ich habe das Gefühl, dass irgendwie alles und jeder verschuldet und überschuldet ist. Nicht nur die Staaten – klar, die ja sowieso.

Nein, auch die Bürger, die in den heutigen Industriestaaten leben. Wir befinden uns in einer Konsumgesellschaft und nur den wenigsten ist das bewusst.

Alles muss möglichst neu, glänzend und spektakulär sein. Wie das am Ende alles bezahlt werden soll, steht natürlich auch auf einem ganz anderen Blatt Papier.

Vielleicht habe ich auch falsche Erinnerungen, doch ich meine, dass es in meiner Kindheit noch wirklich anders war.

Man hatte das Geld in der Tasche, was man eben hatte und damit wurde dann auch bezahlt. War der Lohn ausgegeben worden, musste man sich eben etwas einschränken und für den nächsten Monat sparen.

Bekomme ich heutige Gespräche von jungen Erwachsenen mit, habe ich immer das beklemmende Gefühl, dass auch für unnützes Zeug Schulden gemacht wird.

Da werden Computer, Fernseher, Möbel und Klamotten finanziert und auf Raten gekauft.

Das geht meist auch eine ganze Weile gut, bis dann irgendwann etwas Unerwartetes passiert. Das kann das kaputte Auto sein, eine defekte Waschmaschine oder die Trennung vom Partner.

All das kostet dann Geld und kann natürlich nicht eingeplant gewesen sein. Doch wie will man das dann bezahlen, wenn man sich keine Rücklagen geschaffen hat?

Oftmals werden Schulden auch unbewusst gemacht.

Ist man volljährig und hat sein eigenes Girokonto, wird man wohl spätestens zum 18. Geburtstag ein herzliches Glückwunsch von seiner Hausbank bekommen.

Gleichzeitig natürlich mit einem Angebot zu einer ach so günstigen Kreditkarte.

Sie suggeriert einem persönliche Freiheit und das einem die Welt offen steht.

Nicht selten werden solche Angebote genutzt, um die jungen Kunden an die Bank zu bilden. Klar, denn wer Schulden hat, kann ja nicht so einfach die Bank wechseln. Wie war das noch gleich…? Das Gefühl ist einfach unbezahlbar?

Weltweit gibt es ca. 1 Milliarde Kreditkarten. Ich empfinde das als eine erschreckend hohe Zahl. Dazu muss man auch sagen, dass der Amerikaner von Haus aus mehrere Karten in seiner Brieftasche mit sich führt. So etwas ist in Deutschland (noch) undenkbar.

Aber Kreditkarten können auch wirklich Sinn machen, wenn man denn den Überblick behält und nicht zu Spontankäufen neigt.

Es ist beispielsweise so, dass einige Online-Angebote nur mit einer Kreditkarte genutzt und gebucht werden können.

Gerade im Server-, Cloud- und Hostingbereich ist das zum Teil üblich geworden. Auch bei Autovermietungen ist es häufig Bedingung, dass man eine Kreditkarte vorweisen kann.

Das sichert die Betreiber ab, dass sie für ihre entsprechenden Dienstleistungen auch ihr Geld bekommen. Den Kreditkartenbesitzer selber sichert es wiederum ab, dass keine unberechtigten Forderungen abgebucht werden können. Mit solch einer Karte kann man nämlich auch Zahlungen rückabwickeln lassen und ist damit ziemlich sicher vor einem eventuellen Betrug.

In jedem Fall würde ich aber immer zu einem Kreditkarten-Vergleich raten, wenn man sich für die goldenen Kärtchen interessiert.

Auch hier gilt, dass bei vielen verschiedenen Anbietern auch viele verschiedene Bedingungen existieren und man selber da meist gar nicht durchblicken kann.

Für solch einen Vergleich findet man übrigens im Internet genügend Informationsportale, die einem wirklich gute Informationen bereitstellen und einem die Entscheidung leichter machen können.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen.

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Über Simon (134 Artikel)
Mein Name ist Simon Schröder. Ich bin gelernter Versicherungsfachmann und blogge aus Leidenschaft. Möchten auch Sie Ihre Meinung auf Beamtenblog.net an andere weitergeben? Schreiben Sie einen Kommentar. Wir freuen uns auf Sie.

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