Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Welche Berufsunfähigkeitsversicherung? Welche Berufsunfähigkeitsversicherung?
Welche Berufsunfähigkeitsversicherung?

Welche Berufsunfähigkeitsversicherung?

Definitionsgemäß gelten Menschen als berufsunfähig, wenn sie ihre Beschäftigung aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können.

Für die meisten Arbeitnehmer ist also eine Berufsunfähigkeit mit finanziellen Folgen verbunden, vor denen man sich mit einer Versicherung schützen kann.

Diese zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sie nicht nur die Existenz des Versicherungsnehmers absichert, sondern auch dessen Einkommen und sozialen Status. So kann der Betroffene infolge einer Berufsunfähigkeit nicht einfach in eine andere, schlechter bezahlte Beschäftigung verwiesen werden, wenn auf die Verweisungsklausel verzichtet wurde.

Die Beiträge für die Berufsunfähigkeitsversicherung variieren dabei mit dem Alter, der Berufsgruppe, dem Gesundheitszustand und dem Freizeitverhalten des Versicherungsnehmers. Um die Beitragshöhe festzulegen, holen die Versicherer deshalb bereits im Vorfeld detaillierte Informationen über den Antragsteller ein. Körperlich belastende Tätigkeiten, Rauchen oder ein hohes Alter wirken sich dabei besonders negativ aus. Junge, gesunde Versicherungsnehmer haben dagegen gute Chancen auf einen günstigen Tarif. Es lohnt sich deshalb immer, die Berufsunfähigkeitsversicherung frühestmöglich abzuschließen.

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Die gesetzliche Berufsunfähigkeitsversicherung

Mit den Reformen der Agenda 2010 haben Bundesbürger, die vor 1961 geboren wurden, ihr Anrecht auf einen gesetzlichen Berufsunfähigkeitsschutz verloren. Somit erhalten nur noch ältere Arbeitnehmer im Falle der Berufsunfähigkeit Leistungen.

Diese sind jedoch ebenfalls knapp bemessen und für den Erhalt des früheren Lebensstandards in der Regel nicht ausreichend.

Jüngere Generationen werden vom Staat sogar nur noch im Rahmen einer Erwerbsunfähigkeit abgesichert. Diese wird allerdings nach ihrem Restleistungsvermögen auf dem deutschen Arbeitsmarkt berechnet. Somit steht ihnen im schlimmsten Fall nicht einmal eine Grundsicherung zu. Selbst hochqualifizierte Arbeitskräfte könnten demnach gezwungen werden, im Falle einer Berufsunfähigkeit im Niedriglohnsektor Arbeit zu suchen.

Auch unbezahlte Tätigkeiten können und sollten übrigens durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgesichert werden. So lohnt sich die Police beispielsweise auch für Hausfrauen und Hausmänner, da sie durch ihre Arbeit zur Sicherung des Familienunterhalts beitragen. Dementsprechend müssten sie professionell ersetzt werden, wenn sie Hausarbeit oder Kindererziehung nicht mehr selbst übernehmen könnten. Für die Familie wäre dies mit enormen Kosten verbunden.

Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Arbeitskraft sichern

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung handelt es sich um eine elementare Absicherung, auf die nur in Ausnahmefällen verzichtet werden kann.

Dies gilt insbesondere für jüngere Generationen, die keinerlei Ansprüche auf gesetzliche Leistungen haben. Lediglich Arbeitnehmer, die über ausreichend Vermögen verfügen, benötigen die Police nicht.

Wird an der Berufsunfähigkeitsversicherung gespart, kann dies im Schadensfall verheerende Auswirkungen auf den eigenen Lebensstandard des Betroffenen und dessen Familie haben. Im schlimmsten Fall droht sogar der finanzielle Ruin. Dennoch sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht voreilig abgeschlossen werden. Die Policen unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter stark und sind nicht für jeden Verbraucher gleichermaßen empfehlenswert.

Einige Verträge sind zudem mit tückischen Klauseln versehen, welche den Versicherungsanbietern im Schadensfall als Schlupflöcher dienen. Eine davon ist zum Beispiel die abstrakte Verweisung. Diese ermöglicht es dem Anbieter, den Kunden im Falle einer Berufsunfähigkeit auf eine andere Tätigkeit zu verweisen. Lehnt er dies ab, kann das Versicherungsunternehmen den Leistungsumfang enorm einschränken oder die Auszahlung sogar ganz verweigern. Ähnlich verhält es sich bei Verweisungen auf Vorberufe. Diese erlauben dem Anbieter, den Versicherten in einen seiner vorherigen Berufe zurückzuschicken.

In einigen Fällen ist der angebotene Schutz auch generell zu niedrig angesetzt. Gerade für unerfahrene Verbraucher ist dies aus den Versicherungsbedingungen jedoch nur schwer herauszulesen. Idealerweise sollte deshalb im Vorfeld eine unabhängige Beratung in Anspruch genommen werden.

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Sanda Stanca

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