Die verschiedenen Steuerklassen in Deutschland

In Deutschland gibt es insgesamt sechs verschiedene Steuerklassen.

Viele Menschen kennen sich meistens mit diesen Steuerklassen nur sehr beschränkt aus und wissen oftmals gar nicht was genau dahinter steht.

Jedoch ist es natürlich so, dass das Land Deutschland Unterschiede hinsichtlich der Berechnung der Lohnsteuer machen muss, damit bestimmte Berufsgruppen und Menschen nicht ungerecht behandelt werden.

Als erstes kann man die Steuerklassen in verschiedene Bereiche unterteilen, die sich hauptsächlich mit dem jeweiligen Familienstand beschäftigen.

Steuerklassen 1 und 2

Die 1. der Steuerklassen ist für die Menschen gedacht, die zum einen ledig oder verheiratet sind und wo der Ehepartner nur beschränkt steuerpflichtig ist.

Ebenfalls gilt diese Steuerklasse 1 für Menschen, die dauerhaft getrennt leben oder bedauerlicherweise verwitwet sind.

Ebenfalls ist die erste der Steuerklassen für die Menschen zuständig, die nur in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben.

Somit sind es schon sehr viele Faktoren, für die die erste der Steuerklassen gilt.

Die zweite der Steuerklassen hingegen gilt ausschließlich für Alleinerziehende, bei denen die Voraussetzungen zur Steuerklasse 1 gegeben sind und die zusätzlich einen Anspruch für einen so genannten Entlastungsbetrag für Alleinerziehende haben.

Ebenfalls gilt die 2. der Steuerklassen für die Menschen, die verwitwet sind und mindestens ein Kind haben. Hier gilt diese 2. der Steuerklassen ab dem Folgemonat nach dem Sterbemonat des Ehegatten oder der Ehegattin.

Steuerklassen 3 – 6

Die dritte der Steuerklassen ist indes weitaus bekannter, da sie hauptsächlich für Verheiratete gilt.

Diese 3. im Bunde der Steuerklassen ist für Verheiratete gedacht, die sich nicht für die Steuerklasse 4 entschieden haben.

Ebenfalls gilt die Steuerklasse 3 für die Menschen, die leider verwitwet sind.

Dies gilt dann noch bis zum Ende des folgenden Kalenderjahres. Die 4. der Steuerklassen ist ebenfalls eine sehr häufig verwendete Steuerklasse, denn hier fallen verheiratete Arbeitnehmer rein, die beide unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind und nicht dauernd getrennt leben.

Hierbei ist meistens die Kombination aus den Steuerklassen 3 und 5 gewählt, wenn ein Ehepartner deutlich mehr verdient.

Bei ungefähr gleichem Verdienst empfiehlt es sich für beide Arbeitnehmer die 4. der Steuerklassen zu wählen.

Hier muss man allerdings am Jahresende genau nachrechnen, damit man die entsprechenden Vorteile herausziehen kann.

Die 4 der Steuerklassen ist wie bereits erwähnt in erster Linie für in etwa gleich verdienende Arbeitnehmer Ehepaare, wobei es seit dem Lohnsteuerjahr 2010 eine Neuerung hinsichtlich eines Zusatzfaktors gibt.

Hier sollte man sich gesondert beim Steuerberater oder beim örtlichen Finanzamt erkundigen, ob sich dieses Faktorverfahren für die jeweiligen Einkommensgrenzen lohnt.

Die 5. der Steuerklassen ist dann zu beantragen, wenn ein Ehepaar aus Arbeitnehmern besteht.

Es ist dann häufig so, dass bei der Steuerklasse häufig der etwas geringer Verdienende hinein wechselt und der besser Verdienende in der Steuerklasse drei verweilt.

Unterm Strich bringt dies im Jahr ein leichtes Einsparpotenzial, weshalb dies auch so sehr häufig gewählt wird.

Die 6. aller Lohnsteuerklassen wird dann beantragt, wenn ein Arbeitnehmer für ein zweites Arbeitsverhältnis eine neue Lohnsteuerkarte benötigt.

Dies ist in der Regel bei Nebenbeschäftigungen der Fall, die über die Grenze von 400 € hinausgehen.

Die 6. der Lohnsteuerklassen verursacht die höchste Steuerbelastung, da in dieser Steuerklasse keine Freibeträge berücksichtigt werden.

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Über Simon (132 Artikel)
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