Die wichtigsten Fragen zum Energieausweis 2015

Energiekosten sparen, die Umwelt schonen und energieeffizientes Bauen und Wohnen - wohl in kaum einem Jahr zuvor haben diese Attribute eine größere Rolle gespielt im täglichen Leben. Jeder Eigentümer eines Hauses und einer Wohnung, der seine eigene Immobilie zu Geld machen oder aber monatlich vermieten möchte, benötigt einen Energieausweis. Haben Sie gewusst, dass Sie seit Mai 2015 mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 15.000 € zu rechnen haben, wenn Ihnen der Energieausweis Ihrer Immobilie fehlt und Sie diese dennoch zum Verkauf anbieten? Aus diesem Grund widmen wir uns diesem energiegeladenen Thema und geben Ihnen effektive und hilfreiche Tipps und Hinweise.

Energieausweis

Wer braucht eigentlich ein Energieausweis?

Jede Person und jedes Unternehmen, das eine Wohnung oder ein Haus vermieten möchte oder aber diese Immobilie zum Verkauf anbietet, benötigt den offiziellen Energieausweis. Diese Vorschrift gilt seit Mai 2015 verbindlich. Gerade in den kommerziellen Medien, wie zum Beispiel in Tageszeitungen oder in Internetportalen für Immobilien, gehört der Energieausweis zu den Pflichtangaben. Jeder Käufer und Mieter hat das Recht auf eine Kopie bzw. die Übergabe des Originals. In einigen Fällen greifen Ausnahmeregelungen, zum Beispiel bei alten Baudenkmälern oder bei Gebäuden, die eine Fläche von 50 m² unterschreiten.


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Welche Informationen bietet der Energieausweis?

  • Im Prinzip definiert der Name des Energieausweises auch schon dessen Inhalt. Ein Energieausweis gibt an, wie viel Energie das Haus für die Heizung und das Warmwasser benötigt.
  • Dieser Energieverbrauch ist im Energieausweis in Kilowattstunden angegeben, die wiederum pro Quadratmeter und für die jeweilige Nutzfläche in jedem Jahr ausgewiesen werden.
  • Sie können also davon ausgehen, dass Sie diese Energiemenge jedes Jahr Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung zuführen müssen. Der Energieausweis offenbahrt größtmögliche Transparenz zu den zu erwartenden Energiekosten. Es entstehen entscheidende Vorteile für Käufer und Verkäufer sowie für Mieter und Vermieter.
  • Doch kam es mit der Einführung des Energieausweis auch zu Kritiken aufseiten der Mieter und Verkäufer.

Gibt es unterschiedliche Energieausweise?

Ja die gibt es: Es gibt zwei unterschiedliche Energieausweise. Wir unterscheiden den Verbrauchsausweis von dem Bedarfsausweis. So stellt einen Bedarfsausweis ein Experte aus, nachdem er das Haus, die Immobilie oder die Wohnung besichtigt hat und anhand der Grundrisse und aller vorhandenen Bauunterlagen, die Wände und die Dämmung sowie die Fenster untersucht hat, um die jeweilige Heizungsanlage und deren Energiebedarf zu berechnen.


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Viel interessanter ist jedoch der Verbrauchsausweis, denn es handelt sich hierbei um den tatsächlichen Energieverbrauch, den die Bewohner im Haus oder in der Wohnung zu verzeichnen haben. Hierzu gehören die letzten drei Heizkostenabrechnungen. Darüber hinaus muss ein Verbrauchsausweis nicht nur unterschiedliche Witterungseinflüsse aufnehmen, sondern auch einen eventuellen Leerstand. Dieser Leerstand dürfte sich nicht in einem sparsameren Energieverbrauch für Wiederverkäufer deutlich machen. So praktisch diese Verbrauchsausweise auch sind, bemängelt der Deutsche Mieterbund, dass es sich hier vielmehr um den Energieverbrauch der Nutzer und nicht vom Haus oder Wohnung handelt.

Welchen Energieausweis brauchen Sie?

Für neuwertige Immobilien und Neubauten benötigen Sie lediglich einen Bedarfsausweis. Beinhaltet ein Haus weniger als fünf Wohnungen und der Bauantrag ist vor den 1. November 1977 datiert, benötigen Sie ebenfalls nur einen Bedarfsausweis. Nach diesem Datum besteht die freie Entscheidung zwischen dem Verbrauchsausweis oder dem Bedarfsausweis. Informieren Sie sich gegebenenfalls bei den Stadtwerken über die Notwendigkeit eines Bedarfs- oder eines Verbraucherausweises.

Was kostet ein Energieausweis?

Auch hier entscheidet der jeweilige Ausweis über die zu erwartenden Kosten. Ein Verbrauchsausweis kommt Sie zwischen 20 € und 100 € zu stehen. Mit einem Bedarfsausweis ist ein größere Aufwand verbunden, da wir einen Experten ins Haus kommen lassen. Sie müssen bei einem Einfamilienhaus oder einem Zweifamilienhaus mit Kosten zwischen 300 € – 500 € rechnen. Diese höhere Summe ist mit einem höheren Aufwand zu begründen. Gerade aus diesem Grund ist es lohnenswert, vorab zu klären, welchen Energieausweis Sie benötigen.

Wer darf einen Energieausweis ausstellen?

Ausschließlich autorisierte Fachleute sind in der Lage und befugt, diesen Energieausweis auszustellen. Es handelt sich hierbei zumeist um Bauingenieure und Architekten. Selbst Energieberater der städtischen Stadtwerke sind dazu befugt, einen Energieausweis auszustellen. Werfen Sie aus diesem Grund einen Blick auf die Website Ihrer Stadtwerke oder informieren Sie sich an der Kundenhotline über die Verfügbarkeit und die Kosten der Energieausweise für Ihren Wohnraum.

Links zur weiterführenden Information

https://www.test.de/Energie-sparen-Jetzt-handeln-Kosten-senken-1394601-1490930/
https://www.test.de/Energieausweis-Online-Anbieter-taugen-nichts-1705414-0/
https://www.test.de/test-warnt-Kein-Energieausweis-4721653-0/

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Jürgen Hüls

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