Eine private Unfallversicherung | Sinnvoll für Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst?

Die Unfallversicherung Die Unfallversicherung
Die Unfallversicherung

Die Unfallversicherung

Die private Unfallversicherung sollte im besten Fall finanzielle Folgen von Unfällen abfedern oder sogar vollständig abdecken.

Die private Unfallversicherung greift dabei im Gegensatz zu der gesetzlichen Unfallversicherung, zu jeder Tageszeit und im Prinzip an jedem Ort der Welt.

Es ist also egal wann und wo ein Unfall passiert ist, die Versicherung reguliert bis auf wenige Ausnahmen trotzdem. Dabei ist eine Unfallversicherung aber auch keine alleinige Versicherung. Das heißt sie fungiert nicht ausschließlich als Rente oder Kostenübernahme bei Unfällen. Man kann diese Versicherung eher als Ergänzung zu den normalen Leistungen einer Krankenkasse, Berufsgenossenschaften und zu der gesetzlichen Unfallversicherung sehen.

Dabei darf man aber die Unfallversicherung nicht mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung verwechseln. In den seltensten Fällen tritt eine Berufsunfähigkeit aufgrund eines Unfalles ein. Nur jede zehnte Berufsunfähigkeit ist die Folge eines Unfalls. Die Stärken der privaten Unfallversicherung liegen eher in der Zahlung von Invaliditätsleistungen und Unfallrenten.

Welche Personen können nicht versichert werden?

Ausnahmen kennen und verstehen

Ausnahmen kennen und verstehen

Es kann leider nicht jede Person privat gegen Unfälle abgesichert werden. Es gelten hier harte Versicherungsbedingungen, die eingehalten werden müssen.

Zum einen können Personen die an einer schweren Geisteskrankheit leiden nicht versichert werden. Aber auch Personen, die stark pflegebedürftig sind, können nicht mit in den Versicherungsschutz aufgenommen werden. Dazu muss die Person jedoch so stark eingeschränkt sein, dass sie die Dinge des täglichen Lebens nicht mehr selbstständig ausführen kann.

Sobald eine Person im laufenden Vertrag geisteskrank oder pflegebedürftig wird, erlischt der laufende Versicherungsschutz übrigens zu sofort. Daher muss man dem Versicherer auch jegliche Änderungen im Gesundheitszustand mitteilen.

Welche Leistung übernimmt die Unfallversicherung?

Die wichtigste Leistung einer Unfallversicherung ist wohl die Invaliditätsleistung. Das kann man auch auf den vielen Fachseiten und Foren im Internet nachlesen. Beispielsweise auf dieser Vergleichsseite für Unfallversicherungen und bei diesem Forum. Dabei kann es sich dann übrigens auch um eine Einmalzahlung oder einer gestaffelten Auszahlung handeln. Um eine mitversicherte Unfallrente beanspruchen zu können, muss eine Invalidität von mindestens 50% vorliegen. In seltenen Fällen wird diese auch ab 40 % ausgezahlt, muss jedoch im Vorfeld mit vereinbart worden sein.

Vom Grundsatz her erhält man aber immer ab einer festgestellten Invalidität von 1% an eine Leistung aus der Unfallversicherung. Dabei gibt es bestimmte Staffelungen, wie die Invalidität berechnet wird. Verliert man zum Beispiel den Geruchssinn durch einen Unfall, kann das 5% Invalidität ergeben. Der Verlust des Augenlichtes ergibt dagegen 100%.

Unfallversicherung einfach erklärt

Jedoch muss man die speziellen Bedingungen und Berufsgruppen beachten. Ist jemand beruflich auf seine Finger angewiesen – wie ein Arzt oder Musiker, kann der Verlust eines Fingers auch schon zu einer Invalidität von 100% führen.

Wann ist man nicht versichert?

Achtung - nicht versichert

Achtung - nicht versichert

Es gibt besondere Fälle, die nicht von einer privaten Unfallversicherung mit getragen werden. So können im Ernstfall bestimmte Unfallhergänge nicht mit versichert sein.

Das wird jedoch bei jeder Versicherung nochmal separat in den Policen geregelt. Dazu gehört zum einem, wenn der Unfall aufgrund einer Trunkenheit entstanden ist. Auch bei der Ausübung einer Straftat ist man natürlich nicht versichert.

Wenn man aufgrund einer Vergiftung erkrankt, ist dies jedoch erstaunlicherweise auch nicht abgesichert. Die Versicherungen sehen eine Vergiftung infolge einer Einnahme durch den Mund nicht als Unfall an. Deshalb hat man in diesem Fall auch keinen Versicherungsschutz. Anders ist das bei Kindern bis 10 Jahren. Diese sind in den meisten Fällen gegen Vergiftung versichert. Aber auch hier ist eine klassische Lebensmittelvergiftung vom Schutz ausgeschlossen.

Macht eine Unfallversicherung für Beamte Sinn?

Auf jeden Fall! Jeder Mensch ist bei einer Erwerbstätigkeit oder bei dem Bezug vom ALG 1 durch die Bundesagentur für Arbeit direkt mit unfallversichert. Diese gesetzliche Unfallversicherung reguliert allerdings nur dann, während man sich auf der Arbeit befindet oder auf dem Weg nach Hause oder zur Arbeit. Fährt man vor der Arbeit nur mal eben ein Paket weg bringen, so ist man mit der gesetzlichen Versicherung nicht mehr geschützt. Ebenso ist jegliche Freizeit nicht mitversichert.

Daher sollte eigentlich auch jeder Arbeitnehmer oder Beamte noch zusätzlich eine private Unfallversicherung abschließen. Aber auch erwerbslose Bürger sollten über diese Versicherung nachdenken, da man nur gesetzlich versichert ist, wenn man auch einer Tätigkeit nachgeht oder im Bezug von Arbeitslosengeld 1 ist. So ist man im Alltag aber auch im Urlaub bestens abgesichert.

Arbeitsschutz in Deutschland

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen.

Bildquellen
Oben-Links: ©panthermedia.net James Steidl
Mitte-Rechts: ©panthermedia.net Meseritsch Herby
Mitte-Links: ©panthermedia.net U Pixel

Über Simon (134 Artikel)
Mein Name ist Simon Schröder. Ich bin gelernter Versicherungsfachmann und blogge aus Leidenschaft. Möchten auch Sie Ihre Meinung auf Beamtenblog.net an andere weitergeben? Schreiben Sie einen Kommentar. Wir freuen uns auf Sie.

Kommentar hinterlassen