Faszination „Alternative für Deutschland“

Alternative für Deutschland? Alternative für Deutschland?
Alternative für Deutschland?

Alternative für Deutschland?

Sachlich, glaubwürdig und interessant, so erscheint die „Alternative für Deutschland“ (AfD) erstmals Anfang des Jahres 2013. Eine euroskeptische Partei, die sich vorwiegend aus Mitgliedern der freien Wirtschaft aufstellt.

Wirtschaftswissenschaftler, Volkswirte, Sozialwissenschaftler und auch Ärzte. Möglicherweise entscheidende Komponenten, das Augenmerk auf diese Partei zu richten, um eine Zuhörerschaft zu bilden. Fakt ist, dass seit Aufstellung der jungen Partei und aufkommender Medienpräsenz eine Art Faszination entstanden ist, seitens der Befürworter, aber auch seitens von Kritikern.

Vielleicht ist es an der Zeit und längst überfällig, dass sich im Land eine Partei zeigt, die das anspricht, was ein Großteil der Bevölkerung schon lange denkt und deren Verständnis zu bestehender Politik schwindet. Teilweise untermalt mit dem Verdacht, dass bestehende Parteien von Lobbyisten und Vetternwirtschaft durchwachsen sind. Andersdenkend und bereit zu Veränderungen, so präsentiert sich die AfD, bereit Fuß zu fassen und sich mit Flügelkämpfen auseinanderzusetzen. Letztendlich zählt die Überzeugung und das Bestehen. Und genau das macht es so schwer. Überzeugen mit wenig zur Verfügung stehenden Mitteln um diese zum Bau eines soliden politischen Gerüstes einzusetzen.

Inhalte des Artikels
AfD, eine Partei von Idealisten?
Prognosen und Wählerverhalten
Quellen

AfD, eine Partei von Idealisten?

Änderungen vorzunehmen ist mühevoll und das haben sich die Macher von der AfD zum Ziel gesetzt. „Als Garant für die wirtschaftliche und soziale Stabilität unseres Landes„, mit dem Gedanken die Eurolandschaft gänzlich zu verlassen. Andere Parteien werden zum Umdenken aufgefordert. Ein Funken Idealismus ist erkennbar und wird sofort von Kritikerseite aufgegriffen. Kommentiert von der SPD (Andrea Nahles) gegenüber der Bild Zeitung: „Da träumt offenbar jemand. Nicht die anderen Parteien müssen ihre Europolitik ändern, sondern die AfD!“ Fehlender ökonomischer und politischer Sachverstand wird der AfD vorgeworfen. Reine ökonomische Argumentation wäre naiv!

AfD Vorsitzender Bernd Lucke hat zu kämpfen, unterschiedliche politische Strömungen, hohe Erwartungshaltung in der Öffentlichkeit. Laut Lucke wird der Euro zerbrechen, es ist nur eine Frage der Zeit und wie teuer das wird. Ein unkontrollierter Zusammenbruch ist zu erwarten. Viele Hilfszahlungen unter anderem an Länder wie Griechenland zeigen, dass hier für eine Politik bezahlt wird, die von Anfang an falsch war! Allerdings rückte Lucke Anfang Juni, vermutlich unter Druck geraten, von einem radikalen Euroausstieg ab und zog einen Kerneuro in Erwägung.

Bernd Lucke (AfD) VS Michel Friedman / SPD

Prognosen und Wählerverhalten

Dieser Rückzug kostet der AfD laut Umfragewerten Stimmen und lässt sie unglaubwürdig erscheinen. Hierzu erklärt Lucke in einem Interview gegenüber der FAZ: Nicht Deutschland soll den Euro verlassen, sondern die südeuropäischen Staaten.

So hätten die Südländer die Chance, durch eine Abwertung ihre Währung wieder wettbewerbsfähig zu machen.

Vorausgehend erklärte Wirtschaftswissenschaftler Prof. Alexander Dilger noch im März: Die D-Mark ist eine Option, da der Euro sowieso scheitern wird. Chaos ist vorprogrammiert, ob nun mit oder ohne Euro!“ Dilger wechselte von der FDP zur AfD, wie auch einige andere Mitglieder, vorwiegend aus CDU und FDP Reihen.

Die Wähler zeigen laut Umfragen noch Unsicherheiten. Festlegen will man sich offensichtlich nicht. Aber es wird deutlich, auch wenn die Prognosen nur 3 % der Stimmen aufweisen, dass die Partei in Erscheinung getreten ist und offensichtlich Zuspruch erfährt. Die Regierung wird nicht gefährdet, aber möglicherweise um eine gute Opposition reicher. Das Wahlprogramm der AfD ist durchaus akzeptabel, auch wenn es in seinen Anfängen überschaubar und allgemein gehalten ist.

Willy Brandt (SPD) zitierte einmal: „Die Zukunft wird nicht gemeistert von denen, die am
Vergangenen kleben!“

Quellenverzeichnis:
www.alternativefuer.de/de
www.handelsblatt.com/politik/deutschland/emnid-umfrage-afd-im
sonntagstrend-erstmals-bei-drei 8229822.html
www.rp online.de/politik/deutschland7afd-sieht-schwarz-gelb-
kooperation an-1.343992

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Marcin Balcerzak

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