Gedanken zu Griechenland

Seit einiger Zeit wird viel über dieses ehemals beliebte Urlaubsziel geschrieben und berichtet.

Doch leider dringen keine guten Nachrichten zu uns durch. Immer neue Hiobsbotschaften erreichen uns aus dem Süden aufgrund der aktuellen Staatsverschuldung.

Ich bin der Meinung, dass Griechenland nicht mehr zu retten ist und sich lieber geordnet auf eine Insolvenz einstellen sollte.

Das ganze Gerede der Politiker, auch hier in Deutschland, halte ich zum Teil sogar für vorsätzlich falsch. Wie kann man nur davon sprechen, Griechenland noch retten zu wollen, wenn die aktuelle Staatsverschuldung bei fast 400 Milliarden € liegt.

Griechenland hat es als einer der wenigen Länder tatsächlich geschafft, die Staatsverschuldung innerhalb von zehn Jahren fast zu vervierfachen.

Laut der Statistiken der IMF hatte der Staat Griechenland 2001 bereits ca. 150 Milliarden € an offenen Verpflichtungen. 2011 hingegen sind wir bereits bei ca. 380 Milliarden € und die Summe wird noch kräftig weiter ansteigen.

Die momentane Strategie der Schuldenbekämpfung, halte ich für denkbar falsch.

Jemandem noch mehr Kredite und Geld zu geben, der seine alten Verpflichtungen schon nicht mehr bedienen kann, ist einfach nicht die richtige Lösung.

Fragen Sie mal einen Schuldnerberater, was er zu so einem Vorgehen bei einer Privatperson sagen würde. Sie würden auf heftigsten Widerstand stoßen und auf ungläubiges Kopfschütteln. Es sagt einem doch schon der gesunde Menschenverstand, dass man da mit anderen Maßnahmen agieren muss.

Die Versuche von Griechenland über die Schulden Herr zu werden sind durchaus beachtlich. Leider werden diese Bemühungen in der Presse klein und kaputt geredet. Das eigene Volk in Griechenland sperrt sich zudem gegen alle Unannehmlichkeiten, die dieser strikten Sparkurs mit sich bringen wird. Ich kann natürlich beide Lager gut verstehen.

Auf der einen Seite muss zwangsweise gespart werden, um vielleicht überhaupt noch irgendetwas zu erreichen.

Auf der anderen Seite steht der fassungslose Mensch, dem nun seine Lebensgrundlage weggenommen werden soll.

Wenn man schaut, was auch die Angestellten im öffentlichen Dienst jetzt dort erwartet, bin ich ganz froh, dass ich hier in Deutschland sitze.

Aber trotz allen Sparversuchen und Bemühungen – ich glaube nicht mehr an die Rettung Griechenlands. Ja ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und an die Zukunft vom Euro selber zweifeln.

Mir ist bewusst, dass man so etwas noch nicht in der Öffentlichkeit sagen darf.

Doch schaut man sich die europäische Lage einmal etwas näher an, versteht man, warum zurzeit eine Notstandssitzung der anderen folgt.

Natürlich ist das nur meine Meinung und auch nur eine von vielen hier im Netz. Ich bin auch kein Politiker mit dem vollen Durchblick, aber ich finde, man sollte ruhig offen seine Gedanken und Befürchtungen aussprechen dürfen.

Das ist einfach nur meine eigene, kleine Einschätzung zur aktuellen Lage. Ich hoffe natürlich, dass sich alles zum Guten wenden wird.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen.

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Über Simon (137 Artikel)
Mein Name ist Simon Schröder. Ich bin gelernter Versicherungsfachmann und blogge aus Leidenschaft. Möchten auch Sie Ihre Meinung auf Beamtenblog.net an andere weitergeben? Schreiben Sie einen Kommentar. Wir freuen uns auf Sie.

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