Gesetzliche oder private Krankenversicherung für Beamte?

Krankenversicherung für Beamte

Ob man nun Anwärter für die Beamtenlaufbahn ist oder man sich bereits schon seit vielen Jahren im aktiven Dienst befindet – die grundsätzliche Versicherungsfrage wird häufiger gestellt als man denkt.

Doch worum geht es da genau?

Anders als beim Angestellten im öffentlichen Dienst kann sich der Beamte privat versichern. Dabei spielt die Mindesteinkommensgrenze keine Rolle!

Bedeutet, dass man als Beamter sich also grundsätzlich immer selber privat versichern kann. Doch zwangsläufig kommt auch immer die Frage auf, inwieweit das überhaupt Sinn macht?

Immerhin hört man ja ab und an mal, dass private Krankenversicherung nicht immer die Beste sind und man später hohe Summen an Beiträgen für seine Absicherung zahlen muss.

Was ist die beste Wahl?

Schaut man sich aber die Regelungen speziell für die Beamten an, geht meines Erachtens kaum ein Weg drum herum. Die Vorteile sind doch schon erheblich!

Schließlich ist es ja so, dass der Beamte die Beihilfe von seinem Dienstherrn bezieht.

[info]Diese Beihilfe übernimmt zwischen 50 und 80 % der Kosten für eine private Krankenversicherung. [/info]

Sollte man hingegen nun aber sagen, dass man aus Überzeugung heraus in die gesetzliche Krankenversicherung möchte, wird der Dienstherr nichts dazu zahlen, da die Beihilfe grundsätzlich nur für die private Krankenversicherung angedacht wurde.

Auch die Leistungsarten zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung sind grundverschieden – das darf man nicht vergessen. Eine private Krankenversicherung für Beamte übernimmt durchaus auch Untersuchungskosten und Methoden, wo die gesetzliche Krankversicherung eher blocken würde.

Der entscheidene Unterschied?

Auch das übliche Vorurteil, dass der Privatpatient eher einen Termin bei seinem Facharzt bekommt, dürfte ja nicht von ungefähr stammen.

Wie man bei allem früher oder später feststellen wird, ist übrigens an jedem Gerücht immer auch ein Stückchen Wahrheit mit dran.

[warning]Es ist ja auch völlig logisch, dass der Arzt die Art der Patienten vorziehen wird, die ihm am meisten Geld einbringen werden.[/warning]

Es also zusammenfassend in jedem Fall zusagen, dass im Vergleich zur privaten Krankenversicherung die gesetzliche Alternative nur sehr eingeschränkte Leistungen erbringen kann.

Lohnt sich die PKV?

Zusätzlich dazu ist auch erwähnenswert, dass ebenso rein rechnerisch eine Krankenversicherung innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen nur wenig Sinn machen dürfte.

Seltsam eigentlich, dass der Gesetzgeber das so möchte.

Immerhin muss man nach aktuellem Stand seine Beiträge ebenso wie die Selbstständigen und freiwillig versicherten Angestellten voll einkommensbezogenen abführen und genau das macht die gesetzliche Krankenversicherung so enorm teuer. 

Hat man jedoch eine große Familie, mit vielen Kindern ist im Gegenzug aber auch zu sagen, dass die Kinder grundsätzlich kostenfrei mit in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert werden können.

Das ist ein Riesenvorteil gegenüber der PKV, den man nun wirklich nicht unterschlagen darf, denn hier kostet jede versicherte Person auch extra Geld!

Die eigene Entscheidung

Unterm Strich ist es aber natürlich immer die eigene Entscheidung, womit man sich nun am wohlsten fühlt.

Ich selber würde eher zur privaten Krankenversicherung tendieren, da die Vorteile hier auf der Hand liegen.

Doch bevor man sich zur für eine Variante entscheidet, sollte man immer ein umfassendes Beratungsgespräch in Anspruch nehmen.

Dabei bieten sich die sogenannten Honorarberater an, denn bei ihnen kann man sich ziemlich sicher sein, dass sie nicht auf eventuelle Provisionen schielen.

Wenn man dann aber weiß, dass man beispielsweise eine private Vollversicherung abschließen möchte, empfiehlt es sich online verschiedenste Angebote einzufordern und diese dann zu vergleichen.

Wie auch immer man sich entscheiden wird, es wird das Richtige sein. 😉

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen.

Alles Gute
euer Simon

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Mein Name ist Simon Schröder. Ich bin gelernter Versicherungsfachmann und blogge aus Leidenschaft. Möchten auch Sie Ihre Meinung auf Beamtenblog.net an andere weitergeben? Schreiben Sie einen Kommentar. Wir freuen uns auf Sie.

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