Grüne Investitionen und Kapitalanlagen im Visier

Grüne Anleihen – so genannte Green Bonds - die Nachhaltigkeitsprojekte im Bereich der Klimaforschung, Klimaschutz und Umweltschutz finanzieren und fördern liegen voll im Trend. Die Tendenz ist stark wachsen, Zeit genug einen Blick hinter die Kulissen der grünen Anleihen zu werfen. Wenn tatsächlich alle Investitionen für Klimaschutzprojekte verwendet? In diesem Zusammenhang werden wir auf das Green Washing zu sprechen kommen. Wer spielt nicht mit offenen Karten?

grüne-Investitionen

Der neueste Anlagetrend: Green-Investments im Kommen

Noch bis zum letzten Jahr galten die Green Bonds als Exot in der Branche der finanziellen Anleihen. Dabei hat die Weltbank bereits 2007 die Basis für diese Grünanlagen gelegt. Noch vor einem Jahr verkündete der Präsident der Weltbank Jim Yong King auf den Weltwirtschaftsgipfel in Davos, dass im nächsten Jahr sich die Investitionen im Hinblick auf die grünen Anleihen verdoppeln. Die noch vorsichtigen und mutigen Prognosen sollten sich mehr als bewahrheiten, denn über 59 Milliarden Dollar haben Anleger weltweit in die Green Bonds investiert. Der Trend ist weiterhin stark gewachsen. 2030 soll eine magische Grenze von 53 Millionen $ erreicht sein. Diese Investitionssumme sei nötig, um den Klimawandel zu stoppen und die globale Erwärmung auf 2° Celsius herabzusetzen.

Was sind eigentlich Green Bonds?

Übersetzen wir diese Begrifflichkeit ins Deutsche, kommen wir auf Grünanlagen zu sprechen. Es handelt sich dabei um nichts weiter als festverzinsliche Wertpapiere. Mithilfe der Grünen Anleihen investieren Sie in den Umweltschutz und Klimaschutz. So werden die Investitionen für Projekte im Bereich Gebäudeeffizienz, Produkteffizienz, Energiespeicherung und Wasseraufbereitung sowie im Hinblick auf die Landwirtschaft genutzt. Die Green Bonds gelten auch als lukrativ, denn sie bieten eine jährliche Rendite von 6,4 %. Um einen genauen Unterschied zu erhalten, vergleichen wir diese Anleihen mit der Konkurrenz auf dem Markt.

Aktuelle Kritiken an den Green Bonds

Im Grunde genommen sind die Green Bonds eine gute Sache, der sich immer mehr Unternehmen hingeben. Doch ergeben sich auf den zweiten Blick auch Probleme, die es zu beleuchten gilt. Vor den eigentlichen Investitionen ist es sinnvoll, einen genauen Blick auf die jeweiligen Anleihen und die Forderung zu werfen. So sagt der Name eines Projektes noch sehr wenig über die eigentliche Investition aus. Einige Unternehmen geben über Green Bonds ihrem Projek lediglich einige grüne Tupfer. So fand Öko Test gerade in der neuesten Berichterstattung heraus: Es fehlt eine wirklich einheitliche Definition, was unter den Green Bonds zu verstehen ist.

Green Bonds Principles

Weitere Reserven fallen im Hinblick auf die Investitionsbereitschaft auf, die zwingend einer präzisen Phrasierung bedürfen. So werden einige der Anleihen auch für die Finanzierungsprojekte genutzt, obwohl diese eigentlich schon vor Jahren eingeleitet wurden. Eine zusätzlicher oder alleiniger Effekt für die Umwelt ist nicht festzustellen. Aus diesem Grund hat man die Green Bonds Principles als Leitlinie entwickelt, um fortan eine einfachere und eine konkretere Orientierung vor Augen zu haben. So überprüfen diese Prinzipien die Investitionsbereitschaft, die Gelder und in welche Emission diese fließen sowie die Berichterstattung. Einen allgemeinen Standard für die Green Bonds können diese Prinzipien jedoch immer noch nicht ersetzen.

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Bedarf nach Transparenz und mehr Glaubwürdigkeit 

Erst eine wirkliche Zertifizierung der Grünanlage durch einen unabhängigen Dritten bietet die nötige Transparenz und Außendarstellung. Andernfalls würde ein so genanntes Greenwashing der Unternehmen weiterhin zunehmen. Glücklicherweise hat die Green Bonds Initiative direkt auf ihrer Website bereits jetzt eine kompakte Übersicht zu allen Green Bonds gelistet. Hier sehen Sie, welche Anleihen bereits über eine Zertifizierung verfügen und welcher Anbieter im Hinblick auf die Emission und grüne Anleihen auf Transparent setzt.

Fazit

  • Green Bonds gelten als der neueste Trend auf dem Kapitalmarkt.
  • Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Investitionssumme vervielfacht auf insgesamt 59 Milliarden $.
  • Über Grünanlagen werden Klimaschutzprojekte gefördert und finanziert.
  • Green Bonds gelten als festverzinsliche Wertpapiere.
  • Noch immer um Unklaren liegt der eigentliche Investitionsplan und die Berichterstattung der jeweiligen Projekte. So stellt sich vor allen Dingen das Greenwashing als eines der größten Probleme dar. Die Unternehmen setzen Green Bonds in diesem Fall vorwiegend dazu ein, sich selbst ökologisch rein zu waschen.
  • Das Green Bonds Institute hat eine Liste auf der eigenen Webseite entwickelt, das alle Anbieter zeigt mit Zertifizierung und transparenter Aufschlüsselung ihrer grünen Anleihen. Diese Auflistung bildet einen ersten Ansatz für eine erhöhte Transparenz und Sicherheit.

Links zur weiterführenden Information

http://www.gevestor.de/details/green-bonds-gruene-anleihen-voll-im-trend-735141.html
http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?action=prod&artnr=97440&bernr=21
http://www.finanzen.de/news/15525/gruene-anleihen-gutes-gewissen-grosse-rendite

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Franz Metelec
Bild in der Artikelmitte: © panthermedia.net / Jürgen Fälchle

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