Hundehaftpflicht – nur sinnvoll oder doch unverzichtbar?

Hundehaftpflicht

Die meisten privaten Haftpflichtversicherungen bieten in ihrem normalen Umfang keinen umfassenden Versicherungsschutz für Haustiere. Der Schutz beinhaltet in der Regel den Versicherungsnehmer selbst und zusätzlich meist noch den Ehepartner oder Kinder. Schäden, die von Kleintieren, wie Katzen oder Vögel, verursacht werden, sind ein Bestandteil der meisten Haftpflichtversicherungen. Die Sache sieht jedoch bei Hunden anders aus. Deswegen lohnt es sich, einen Blick auf seine Haftpflichtversicherung zu werfen, um zu überprüfen, ob da Hunde oder Pferde mit eingeschlossen sind. 

Haftpflicht für Hunde – was wird abgedeckt

[sws_yellow_box box_size=“670″]Auf dem Markt findet man keine Haftpflichtversicherung, die alle Schadensarten abdecken würde. Die Haftungsausschlüsse regeln den Versicherungsumfang. Es muss zum Beispiel für gewerblich eingesetzte Hunde (Polizei, Wachdienst usw.) eine spezielle Police abgeschlossen werden. Wenn ein Hund zu einer bestimmten Hunderasse gehört („Kampfhunde“), wird er bei den meisten Versicherungen erst gar nicht angenommen. Klassische Versicherungsfälle, wie beispielsweise Personenschäden (Verkehrsunfälle mit verletzten Personen, Hundebiss o.ä.), Sachschäden (Verkehrsunfälle oder zerbissene Taschen, Hosen usw.) und Mietschäden (zerkratzte Türen oder Wände) können im Prinzip versichert werden. Die Schäden beziehen sich jedoch, wie auch bei „menschlicher“ Haftpflichtversicherung, auf andere – zerkratzte Wände in der eigenen Wohnung werden genauso wenig versichert wie der Hundebiss vom eigenen Hund. [/sws_yellow_box]

Gesetzliche Hundehaftpflicht

In einigen Bundesländern ist es eine gesetzliche Verpflichtung, seinen Vierbeiner zu versichern. Diese Regelung gilt in folgenden Ländern: Niedersachsen und Thüringen (seit 01.09.2011), Hamburg, Berlin und Sachsen-Anhalt. In anderen Bundesländern fällt die Regelung unterschiedlich aus.

Das Land Nordrhein-Westfallen definiert das Hundegesetz folgendermaßen: Im [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]§ 11 – große Hunde [/sws_highlight]  – steht: Große Hunde (Widerristhöhe von mindestens 40 cm oder Gewicht von mindestens 20 Kilogramm ) dürfen nur gehalten werden, „wenn die Halterin oder der der Halter die erforderliche Sachkunde und Zuverlässigkeit besitzt, den Hund fälschungssicher mit einem Mikrochip gekennzeichnet und für den Hund eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat und dies gegenüber der zuständigen Behörde nachweist.“

Kampfhunde-Regelung

Die Besitzer von gefährlichen Hunden oder sogenannten Kampfhunden müssen in vielen Bundesländern nachweisen, dass ihre Lieblinge versichert sind. Als gefährlich werden Hunde eingestuft, die aufgrund ihrer spezifischen Ausbildung oder rassenspezifischer Charakterzügen besonders aggressiv gegenüber Menschen und Tieren sein können. Hunde bestimmter Rassen werden automatisch als gefährlich registriert. Dazu gehört der American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier oder Pit Bull Terrier.

Der [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) [/sws_highlight]  ist der Ansicht, dass ein spezieller Haftpflichtschutz für jeden Hundebesitzer notwendig ist. Wenn eine Person durch einen Hundebiss verletzt wird oder es zu Sachschäden durch den Hund kommt, so muss der Halter mit seinem gesamten derzeitigen und in Zukunft zu erwartenden Vermögen haften.

Hundehaftpflicht Obliegenheiten? Was ist das denn?

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Artikelbild: ©panthermedia.net heike brauer

Über Dariusz Strenziok (36 Artikel)
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