Kaufen oder mieten: Was können Sie sich leisten?

Laut aktueller Studien geht ein Immobilienbesitzer wohlhabender in den wohlverdienten Ruhestand, als der Mieter. In diesem Zusammenhang ist es an der Zeit, einen finanzthematischen Vergleich aufzumachen, um festzustellen, ob ein Erwerb einer Immobilie oder ein Mietverhältnis für Sie sinnvoll ist.

Hauskauf

Kontroverse Debatten aus unterschiedlichen Perspektiven

Die aktuelle Niedrigenzins Debatte, ein akuter Mangel lohnenswerte Alternativen im Hinblick auf Anlagen und ein stetiger Anstieg der Immobilienpreise vor allen Dingen in den Ballungsgebieten haben einen kontroversen Diskurs ins Leben gerufen. Die Frage, ob sich der Kauf bzw. der Erwerb einer Immobilie überhaupt noch lohnt, kann aus verschiedenen Perspektiven emotional, empirisch und mathematisch erörtert werden.

Was ist unter der Schufa zu verstehen?

Die Schufa gilt als Orientierung für ein Kreditinstitut, denn hier werden Angaben zur wirtschaftlichen Situation eines Antragstellers gespeichert. Negative Einträge – unbezahlte oder offene Rechnungen – gelten für den Antrag eines Kredits als wenig förderlich.

Die mathematische Antwort lässt sich anhand zahlreicher Rechenbeispiele im Handumdrehen zusammenstellen. In diesem Zusammenhang spielen die Tilgung, der Zins und die jeweilige Wertentwicklung der Immobilie eine ausschlaggebende Rolle. Online bieten sich verschiedene Baurechner an, die Ihnen in wenigen Minuten eine passende Finanzierung berechnen. Überdies entscheidet die eigene Schufa über die Genehmigung eines Finanzierungsantrags.

Das Gefühl, in den eigenen vier Wänden zu leben

Die emotionale Frage nach dem Erwerb einer Immobilie wird erfahrungsgemäß durch die Gene über Generationen weitergegeben. So gibt ein Immobilienbesitzer das Gefühl, in den eigenen vier Wänden zu leben auch an seine Kinder weiter. Allein der Gedanke, mit Ende 30 noch in einer gemieteten Wohnung sein Dasein zu Fristen, behagt dieser Zielgruppe nicht. Der überzeugte Mieter im Vergleich fühlt eine beklemmende Enge mit dem Gedanken an den Erwerb einer Immobilie und fürchtet um die persönliche Flexibilität, Freiheit und Mobilität.


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Käufer mit einem vorbildlichen Sparpotenzial

Der am meisten unterschätzte Gesichtspunkt ist die empirische Anschauung, denn hier zieht sich eine unmittelbare Verbindung zwischen dem Vermögen und dem Immobilienbesitz durch die aktuellen Vermögensstatistiken. Die Bundesdatenbank geht zum aktuellen Zeitpunkt von Krediten der meisten Immobilien Eigentümer in der Höhe von 270.000 € aus. So gehen Immobilienbesitzer auch mit einem vielfach höheren Vermögen in den späteren Ruhestand.

Hauskauf

Doch womit lässt sich der finanzielle Unterschied zwischen Mietern und Immobilien-Käufer begründen? Zum einen haben Statistiker herausgefunden, dass die eigentliche Sparquote von Käufern positiver ausfällt als beim Vermieter. Es ist davon auszugehen, dass ein größerer Teil des Haushaltseinkommens zur Seite gelegt wird. Dieses vorbildliche Sparverhalten endet zumeist nicht mit einem Immobilienkredit. So spart ein Käufer 22 % seines Einkommens. Der Mieter hingegen spart lediglich 8 % seines Einkommens.

Sparbemühungen über die Tilgung des Kredits hinaus

In diesem Fall gehen wir einen Schritt weiter: Das Sparpotenzial des Käufers übersteigt die eigentliche Hypothekenschuld, denn überdies hinaus werden weitere Sparanstrengungen investiert. Diese gelten als „eiserne Reserve“ für die Instandhaltung. So wächst mit zunehmendem Alter der jeweilige Vorsprung im Hinblick auf die Sparquote. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge sieht in dem Erwerb des persönlichen Wohneigentums den freiwilligen Einstieg in eine bindende und dauerhafte Sparphase.

Planlose Geldanlage verringert Rendite

Weitere Untersuchungen haben ergeben, dass viele Mieter vor allem planlos das eigene Geld anlegen. So kommt das aktuelle Sprachvermögen auf 2 Billionen, bei einem Zinssatz von 0 %. Die Stornoquote der Lebensversicherungen beträgt 50 %, in diesem Zeitraum lässt sich ein kaum messbarer Nettozufluss erwirtschaften.

Trügerische Überlegenheit und schlechte Renditen

Diese Sparverhalten ist mit einem Sportler zu vergleichen, der sich nach einem ausgiebigen Training im Fitnessstudio erst einmal ein fettiges Schnitzel und eine ordentliche Portion Pommes genehmigt. Die Mieter haben demzufolge das Gefühl in subjektiver Überlegenheit Ihr Sparpotenzial und Ihre Sparleistungen zu optimieren, die Realität sieht anders aus, denn im Endeffekt fallen die Renditen nicht wie gewünscht aus.

Fazit

Denken Sie nun auch anders über den Erwerb einer Immobilie? Es ist gerade die empirische Perspektive im Hinblick auf die Verhaltensökonomie und den Fokus auf die eigene Disziplin, die bestimmender ist als eine reine finanzmathematische Studie. Eine präzise Planung und Geldanlage, die sich an den persönlichen Bedürfnissen und den wechselnden Lebensstadien orientiert, bildet den Schlüssel für eine effektive Altersvorsorge. So stellt sich nicht die Frage, können Sie sich den Erwerb einer Immobilie leisten, sondern wollen Sie sich ein eigenes Haus erwirtschaften?

Links zu weiterführenden Information

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/kaufen-oder-mieten-warum-immobilienbesitzer-vermoegender-sind-a-932524.html
http://www.wz-newsline.de/home/ratgeber/specials/geld-und-mehr/mieten-oder-kaufen-wann-sich-der-hauskauf-rechnet-1.833931

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net /Frank Pflügler
Bild in der Artikelmitte: © panthermedia.net /Dmitriy Shironosov

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