Maschinen Made in Germany – Warum Deutsche Firmen für Qualität stehen

Der Maschinenbau und das Maschinenwesen haben in Deutschland jahrhundertelange Tradition und sind der klassischen Ingenieursdisziplin zuzuordnen. Der Aufgabenbereich des Maschinenbaus lässt sich in Konstruktion, Produktion und in die Entwicklung der Maschinen untergliedern. Die Branche des Maschinenbaus ist einst direkt aus dem Handwerk der Metallverarbeitung hervorgegangen und bildet heute die Stütze der gesamten deutschen Wirtschaft.

Maschinenbau

Der Maschinenbau und seine geschichtlichen Ursprünge

Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs kam es zu einer eingehenden Reformdebatte im Hinblick auf die technischen Hochschulen. Eine der prägenden Geister der Maschinenkunde ist Enno Heidebroek, der an der Universität Darmstadt lehrte und zur Einführung der grundlegenden, technischen Berufsfelder im Maschinenbau beigetragen hat. Diesen Geistern und einem fortwährenden Willen zur Innovation und Weiterentwicklung der Maschinen ist es zu verdanken, dass heute die führenden Maschinen aus Deutschland kommen. Wobei die Etablierung des Maschinenbaus auf die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts zurückgeht. Unwiderruflich gehört die Maschinenbaubranche zu einer der elementaren Eckpfeiler der deutschen Wirtschaft, da die gesamte Branche vor allem das Exportgeschäft stärkt.


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Die historische Entwicklung des Maschinenbaus

Der Fokus des Deutschen Maschinenbaus liegt auf dem Vertrieb und Export von Investitionsgütern, mit denen wiederum Produkte hergestellt und weiterverarbeitet werden. Der Übergang zur modernen Maschinenbauindustrie ist dem deutschen Unternehmer und Schlosser Johann von Baumann zu verdanken. Bis zum heutigen Tag gilt er als der Begründer des Werkzeugmaschinenbaus. Johann von Baumann eröffnete 1848 seinen Betrieb in Chemnitz, in dem er Werkzeugmaschinen herstellte.

Der wirtschaftliche Umsatz des Maschinenbaus

Bis zum heutigen Tag hat sich eine mittelständische Prägung im gesamten Maschinenbausektor durchsetzen können. So lässt sich rein statistisch feststellen, dass ca. 90 % aller Maschinenbauunternehmen unter 500 Mitarbeitern beschäftigen. Unter Kenntnisnahme der vorherrschenden Statistiken sind 2011 knapp eine Million Menschen in der Maschinenbauindustrie beschäftigt. Diese Arbeiter haben es geschafft,  201 Milliarden € zu erwirtschaften. 142,2 Milliarden € fielen dabei ausschließlich auf das Exportgeschäft. So ist die Maschinenbauindustrie unwiderruflich mit dem Erfolg und dem fortführenden wirtschaftlichen Aufschwung Deutschlands verbunden.

Deutsche Maschinen sind international gefragt

Werfen wir einen Blick gemeinsam über den deutschen Tellerrand hinaus, dann fällt uns auf, dass man selbst in den Vereinigten Staaten von Amerika vorwiegend nach deutschen Maschinen fragt. Russland musste hingegen derbe Rückschläge einstecken. Im Gegenzug dazu verzeichnet die deutsche Wirtschaft auch weiterhin im Maschinenbau zunehmende Bestellungen. Der wirtschaftliche Segen kommt aus Südostasien und den USA, den diese legten im Vergleich zu den Vorjahren um 8,1 % und um 7,2 % zu. Vom jetzigen Standpunkt bleibt anzunehmen, dass sich dieser Aufschwung auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird.


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Das Erfolgsgeheimnis des deutschen Maschinenbaus

Zweifelsohne kommen den Exporten der deutschen Maschinenbaubranche der niedrige Euro zugute. Wobei sich die Basis für den Erfolg aus soliden und zuverlässigen Werten gepaart mit einer innovativen Technologie zusammensetzt. Die größte Bedeutung hat immer noch die Europäische Union für den Maschinenbau in Deutschland, denn diese macht mit ihren Exporten 43 % aus. Erst 2014 konnten die Branche in Deutschland ein Wachstum um 1 Prozent auf nunmehr 199 Milliarden € verzeichnen. So ist anzunehmen, dass der Maschinenbau im klassischen Sinne immer noch in der Lage ist, über seine jahrelange Tradition und hochwertige Qualität die eigenen wirtschaftlichen Rekorde zu knacken.

Positive Zukunftsprognosen für den Maschinenbau

Die Zukunftsperspektiven für den deutschen Maschinenbau stehen angesichts eines dynamischen Umfelds äußerst gut. Werfen wir einen Blick auf die allgemeinen Daten, so nimmt der deutsche Maschinen- und Anlagenbau beachtliche 40 % des gesamten europaweiten Industrieumsatzes ein. Mit dem Stand von 2012 existieren in Deutschland 6400 Unternehmen. Zu Recht ist in diesem Zusammenhang von dem Rückgrat der deutschen Wirtschaft zu sprechen, da der Maschinenbau immer noch jährliche Gewinne und einen stetigen Zuwachs zu verzeichnen hat.

Fortwährender Erfolg der kleinen Unternehmen

  • Werfen wir einen Blick auf die Erfolgsfaktoren, wird auffallen, dass jedes Unternehmen seine ganz eigene Strategie hat, um die Renditen zu steigern.
  • Zum einen ist dies die unermüdliche Innovationskraft, die Internationalisierung und zum anderen die Größe sowie die jahrelange Tradition.
  • Zweifelsohne weisen gerade die größeren Unternehmen eine höhere Profitabilität auf.
  • Aber auch die kleinen und mittelständischen Unternehmen kommen auf eine durchschnittliche Profitabilität von über 7 % und auf ein Wachstum von über 14 %.
  • Der Fokus bleibt hier auf dem soliden Kerngeschäft, der hochwertigen Qualität und einem strengen Mindestmaß der Standardisierung. Dies sind nur einige der Erfolgskriterien der „Small Champions“ in Deutschland.

Links zur weiterführenden Information

www.vdma.org
www.ridder.de
http://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/maschinen-export-usa-wollen-made-in-germany/11412224.html

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / everythingpossible

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