Muss das sein? 5 Geldfragen, die Sie in Verlegenheit bringen

Sicherlich ergeben sich gerade in Hinsicht auf die persönlichen Finanzen, das eigene Budget und den individuellen Besitz Gebiete, die zumeist unangetastet bleiben. Es ist genau von den Fragen die Rede, die wir uns nur im Geheimen stellen und bei denen wir schnell in Verlegenheit geraten. Doch ist diese Verlegenheit ein probates Mittel? Wir wollen Ihnen im Folgenden nun die fünf häufigsten Fragen rund um das Thema Geld stellen und haben die passenden Antworten ebenfalls dabei.

Muss das sein? 5 Geldfragen, die Sie in Verlegenheit bringen

 1. Frage: Dürfen Frauen eigentlich mehr verdienen als Männer?

Ist die Gender Pay Gap noch in aller Munde, überholen viele Frauen ihre Männer im Hinblick auf den Verdienst. Die aktuelle Forsa Studie fand heraus, dass 41 % der Frauen auch mit einem Mann zusammen sein könnten, der weniger als sie verdient. Die Gleichstellungsexpertin Ute Klammer jedoch verweist auf ein Missverhältnis in diesem Zusammenhang. Sie behauptet, Frauen seien so ganz und gar nicht glücklich mit dieser Verteilung der Verdienstverhältnisse. Doch mag dies vor allen Dingen an einem ungewollten Verteilungsprinzip liegen, zum Beispiel nach der Arbeitslosigkeit des Mannes. Zumeist befinden sich die Frauen dann in schlecht bezahlten Jobs und der finanzielle Druck auf die gesamte Familie steigt. Viele Frauen, die von Anfang an und ganz bewusst diese Verdienstverhältnisse wählen, haben in dieser Hinsicht noch weniger bis gar keine Probleme.

2. Frage: Waren Sie schon einmal pleite?

So plakativ diese Frage auch sein mag, möchten Sie diese Ihrem Kollegen, Ihrem Freund, Ihren Bekannten oder gar Ihrer Tante beantworten? Doch eine Scheu ist völlig unangebracht. Laut aktueller Studien bewegten sich 2014 100.000 Einwohner Deutschlands in der Privatinsolvenz. Wobei im Vergleich zu den Vorjahren eine rückläufige Tendenz auszumachen ist. In der Tabelle der Pleitegeier führen vor allen Dingen Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen die Rangliste an. Die Frage ist nicht, ob Sie pleite sind, sondern wie Sie damit umgehen.

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3. Frage:  Dürfen Ihre Kollegen wissen, wie viel Sie verdienen?

Wer spricht schon gern von seinem eigenen Verdienst. Ist dieser zu niedrig, fühlt sich ein Arbeitnehmer minderwertig. Ist dieser zu hoch, wirkt die Angabe des eigenen Verdienstes überheblich. Es ist tatsächlich wahr, laut Umfragen machen 43 % aller Arbeitnehmer um Ihr gesamtes Arbeitsumfeld ein wirkliches Geheimnis. Lediglich 20 % aller Befragten sind bereit, über Ihre Einkommensverhältnisse zu reden. Dennoch ist das Interesse groß, dies bezeugen vor allen Dingen, Nutzungsarten auf Vergleichsportalen für Gehälter. In Skandinavien und in den Vereinigten Staaten geht man offenherziger mit den Verdiensten um und veröffentlicht nahezu jedes Jahr die Gehälter der Spitzenmanager.

4. Frage: Hat Ihr Kind schon einmal Geld aus Ihrem Geldbeutel herausgenommen?

Sie fragen sich, ob in Ihrem Portmonee nicht gestern noch ein fünf-Euro-Schein mehr gesteckt hat? Die Vermutung liegt nahe, die Kleinsten hätten sich bedient. Der Wunsch nach mehr Geld sitzt zumeist tiefer. Sprechen Sie die Problematik sofort an und kehren diese nicht unter den Tisch. Einige Kinder handeln aus Druck und aufgrund von Mobbing in der Schule auf diese Art und Weise. Doch sollten Sie vor einem eröffnenden Gespräch, noch einmal genauestens in die eigene Hosentasche schauen. Irren Sie sich, stellt dies aufseiten der Kinder einen immensen Vertrauensbruch dar.

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5. Frage: Erhalten Sie von Ihren Eltern finanzielle Unterstützung?

Sprechen wir heutzutage noch von der Arbeitsarmut, ist die Generation Oma und Opa dennoch unverhältnismäßig wohlhabend. Vor allen Dingen wenn wir den Vergleich zu den heutigen Arbeitnehmern anschauen. Schenken wir der Untersuchung der Generali Versicherung glauben, landen jährlich 10 Milliarden € auf dem Konto der Enkelkinder. So können einige Familien durch die Hilfe von Oma und Opa den Enkeln Reitstunden, Karatestunden, Musikschule und Urlaub bieten –  eine nützliche Hilfe, die Ihnen ganz und gar nicht unangenehm sein muss.

Fazit

Haben Sie sich bei unseren Top 5 Geldfragen ertappt gefühlt? Mit Peinlichkeit und Verlegenheit zu reagieren, ist fehl am Platz, denn die aktuellen Umfragen haben ergeben, Sie sind bei keiner dieser finanziellen Fragestellungen allein. Gerade die schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse treiben immer mehr Arbeitnehmer in die finanzielle Enge. So gelten Fragen rund um das Thema Geld oftmals als eines der Brennpunkte unserer Gesellschaft. Nehmen Sie finanzielle Schwierigkeiten in Angriff und schieben diese nicht auf die lange Bank oder verschweigen diese Ihren Angehörigen. Auf diese Weise verschlimmern sich die persönlichen Verhältnisse und eine Lösung rückt in weite Ferne.

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Links zu weiterführenden Information

http://www.geldundhaushalt.de/Ratgeber/Budgetkompass/budgetkompass-fuer-die-familie.html
http://www.guter-rat.de/besser-leben/familie/jede-menge-zuschuesse-fuer-junge-familien-geld-und-familie

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