Herr Koch und Hartz IV
Da hat er wieder einmal zugeschlagen, der brutalst mögliche Aufklärer der Bundesrepublik Deutschland.
"In Deutschland gibt es Leistungen für jeden, notfalls lebenslang.
Deshalb müssen wir Instrumente einsetzen, damit niemand das Leben von
Hartz IV als angenehme Variante ansieht."
Gibt es wirklich Leute, die das leben mit Hartz IV als angenehm
empfinden? Dies kann dann aber nur ein sehr kleiner Teil von weniger
als einem Prozent sein, die das Leben mit Hartz IV als angenehm
empfinden. Ich persönlich kenne keinen einzigen!
"wir müssen jedem Hartz-IV-Empfänger abverlangen, dass er als
Gegenleistung für die staatliche Unterstützung einer Beschäftigung
nachgeht, auch niederwertiger Arbeit, im Zweifel in einer öffentlichen
Beschäftigung."
Tja so einfach denkt sich das der Herr Koch. Wobei, was meint er
denn mit öffentlicher Beschäftigung? Sind die Beschäftigten im
öffentlichen Dienst niederwertig oder deren Arbeit? Das will ich doch
nicht hoffen, dass er das meint. Obwohl, wenn man sich ansieht, wie in seinem Bundesland mit Beamten umgegangen wird, könnte ich mir das schon vorstellen.
"Wir haben ja zwei Gruppen: jene, die durch die Unbilden des Lebens,
völlig ohne eigene Schuld, in Not geraten sind. Denen möchte man Hartz
IV eigentlich nicht zumuten. Und wir haben Menschen, die mit dem System
spielen und Nischen ausnutzen. Wenn man das nicht beschränkt, wird das
System auf Dauer illegitim."
Schön das Herr Koch das dann doch verstanden hat. Aber anstelle alle
Hartz IV-Empfänger mit solchen Maßnahmen über einen Kamm zu scheren,
gilt es doch wohl eher, Nischen zu schließen. Menschen die das System
auszunutzen gibt es immer. Will man das ausschließen, muss man Geld in
die Hand nehmen und Mitarbeiter bezahlen, die nichts anderes machen als
solche Schmarotzer suchen. Allerdings, und das bemängele ich schon
länger, gehört auch die Gesellschaft dazu, solche Schmarotzer
auszumerzen. Wer Schwarzarbeit unterstützt und Leistungen von
Schwarzarbeitern in Anspruch nimmt, kann sich - so vermute ich mal -
fast sicher sein, dass er einen Sozialleistungsempfänger vor sich hat.









