Rentenerhöhung 2013

Rentenerhöhung 2013 Rentenerhöhung 2013
Rentenerhöhung 2013

Rentenerhöhung 2013

Das deutsche Rentensystem ist ein durch Umlage finanzierter Teil der Sozialversicherung.

Die Leistungen aus der Rentenkasse sind also nicht kapitalgedeckt ─ wie bei der privaten Altersvorsorge zum Beispiel in den USA.

Für die Auszahlung der Renten garantiert der Staat, wobei die Beitragszahler von heute im Rahmen des Generationenvertrages die gegenwärtigen Rentner finanzieren. Die Höhe der Rente ist individuell und von der, im gesamten Leben eingezahlten Beiträge abhängig, die nach einem festgesetzten System in Entgeltpunkte umgewandelt werden.

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Inhalte des Artikels

Die Rentenerhöhung im Jahr 2013
Probleme des deutschen Rentenversicherungssystems
Fazit [/sws_yellow_box]

Dabei teilen sich sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber den monatlichen Beitrag an die Deutsche Rentenversicherung. Dieser wird prozentual vom Bruttolohn errechnet und direkt vom Lohn oder Gehalt abgeführt. Seit dem Jahr 2012 werden insgesamt 19,6 Prozent erhoben, der Arbeitnehmeranteil beträgt somit 9,8 Prozent. Die Erhöhung der Rentenbezüge wird regelmäßig durch das Bundeskabinett beschlossen und richtet sich nicht nach der gegenwärtigen Inflation, sondern nach der durchschnittlichen bundesweiten Lohnentwicklung.

Die Rentenerhöhung im Jahr 2013

Das Bundeskabinett hat unter der Leitung Kanzlerin Angela Merkels eine Erhöhung des Altersgeldes zum 1. Juli 2013 beschlossen. Dabei erhöhen sich die Bezüge in den alten Bundesländern um lediglich 0,25 %, in den neuen Bundesländern um 3,29 %. Auch 23 Jahre nach der Wiedervereinigung, wird bei der Rentenberechnung zwischen Ost und West unterschieden.

Die in diesem Jahr auftretende erhebliche Differenz in der Anhebung der Rentenbezüge wird mit der unterschiedlich starken Lohnentwicklung begründet. Im Westen müssen Rentner somit in diesem Jahr faktisch eine Rentenkürzung hinnehmen, da sich die minimale Anhebung weit unter der gegenwärtigen Inflation bewegt. Allerdings weisen Daten zur Lohnentwicklung darauf hin, dass im Jahr 2014 auch im Westen mit einer spürbaren Erhöhung gerechnet werden darf.

Immerhin führt die diesjährige unterschiedliche Erhöhung jedoch zu einem weiteren Schritt in Richtung Angleichung der Rentenbezüge in Ost und West. Nach wie vor gibt es erhebliche Unterschiede in der Berechnung der Rentenpunkte; diese können im Ost-West-Vergleich zwischen einzelnen Bundesländern bis zu zehn Prozent betragen. Allerdings besteht der politische Wille, bis zum Jahr 2020 eine Angleichung anzustreben.

Rentenerhöhung und Beirtragssenkung ab 2013 wahrscheinlich

Probleme des deutschen Rentenversicherungssystems

In einem umlagefinanzierten Rentensystem finanziert die Generation von heute die gegenwärtige Generation der Rentner.

Bei einer alternden Gesellschaft mit immer weniger Nachwuchs bringt dies freilich Probleme mit sich, denn immer weniger Erwerbstätige müssen für immer mehr Ruheständler aufkommen und die Rente sichern.

Diskussionen zum Umgang mit diesem Dilemma existieren schon seit Jahrzehnten, ebenso Lösungsvorschläge und konkrete Maßnahmen. Nach einer einfachen Rechnung kann es eigentlich nur drei Möglichkeiten geben, Rentenauszahlungen auch in einer alternden Gesellschaft zu ermöglichen:

Die Rente wird gekürzt, der Beitrag erhöht oder das Bezugsalter heraufgesetzt. Gegenwärtig bedient die Politik alle drei genannten Punkte. So wurde das Alter für den Bezug einer Altersrente von 65 auf 67 Jahre heraufgesetzt, während gleichzeitig Berechnungen zeigen, dass die Bezüge in der Zukunft stetig sinken. Um den Arbeitgeberanteil an der Sozialversicherung nicht zu erhöhen, wurde zwar die Beibehaltung eines Beitragssatzes von unter 20 Prozent beschlossen, jedoch werden Arbeitnehmer gedrängt, zusätzlich eine private Altersvorsorge zu treffen. Dies stellt faktisch eine Beitragserhöhung dar.

[sws_yellow_box box_size=“585″]Am Anfang des Jahrtausends ließ sich eine Einflussnahme durch die Privatwirtschaft auf die Diskussionen zum Thema der staatlichen Rentenversicherung beobachten. Systematisch wurde das deutsche Rentenversicherungssystem „kaputt geredet“, die dringende Notwendigkeit einer ergänzenden Privatvorsorge in den Vordergrund gedrängt. So konnten sich Lobbyisten behaupten und erreichten eine staatlich subventionierte Privataltersvorsorge für Arbeitnehmer, die freiwillig zusätzlich einen Versicherungsvertrag abschlossen. [/sws_yellow_box]

Diese ergänzende Art der privaten Altersvorsorge ist gemeinhin als „Riester-Rente“ bekannt geworden. Im Gegensatz zur deutschen Rente ist diese jedoch nicht staatlich garantiert, sondern von wirtschaftlichen Faktoren und Anlagestrategien durch das jeweilige Versicherungsinstitut abhängig.

Wie wichtig jedoch eine sichere Rente ist, zeigen zahllose Beispiele, zum Beispiel in den USA. Dort gilt das Prinzip der allgemeinen privaten Altersvorsorge, denn der Staat hält sich in sozialen Angelegenheiten weitgehend zurück. Wer also im Alter eine Rente erhalten möchte, muss zu Zeiten seiner Erwerbstätigkeit privat vorsorgen, also sein Geld langfristig anlegen oder durch Fonds anlegen lassen. Misswirtschaft oder Wirtschaftskrisen führten bei Millionen von Kunden jedoch zum Gesamtverlust der eingezahlten Vermögen. Im schlimmsten Fall verloren Arbeitnehmer ihre lebenslang eingezahlten Einlagen und somit ihre Existenz im Alter. Das deutsche Rentenversicherungssystem wird daher in vielen außereuropäischen Ländern geschätzt und gilt als vorbildlich.

Tagesschau vom 20.03.2013 20.00 Uhr

Fazit

Die Rentenerhöhung im Jahr 2013 zeigt einerseits die noch immer gravierend unterschiedliche Berechnung zwischen Ost und West, andererseits hält sie uns vor Augen, dass Millionen Rentner durch marginale Erhöhungen faktisch Rentenkürzungen hinnehmen müssen.

Von einigen Seiten wird daher eine Angleichung zwischen alten und neuen Bundesländern gefordert.

Trotz aller Schwierigkeiten sollte aus genannten Gründen unbedingt an unserem traditionellen Rentenversicherungssystem festgehalten werden ─ mit einer gerechten Beurteilung ohne Einfluss von Lobbyisten.

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Jenny Sturm

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