SEPA-Überweisung: Das müssen Sie wissen

SEPA

Seit dem 1. Februar gibt es die neuen SEPA-Überweisungsformulare. Es ist jetzt nicht mehr möglich, die alten Zahlungsverfahren bei Lastschriften und Überweisungen zu anzuwenden. „SEPA“ steht für Single Euro Payments Area und bedeutet „einheitlicher Euro-Zahlungsraum“. Dieser einheitliche Zahlungsraum betrifft derzeit 32 Staaten und wurde eingeführt, um Unternehmen und Privatkunden den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr leichter zu machen.

Umstellung betrifft fast jeden

[sws_blue_box box_size=“670″]Um diese Umstellung zu ermöglichen, wurden Vereinheitlichungen in den grundsätzlichen Bankabläufen und im geltenden Recht der entsprechenden Länder nötig. Von der SEPA-Umstellung sind alle Unternehmen, Behörden, Vereine, Kreditinstitute und Privatpersonen betroffen, die innerhalb der EU-Grenzen Überweisungen oder Lastschriften erhalten oder durchführen. Im Prinzip muss jeder, der am bargeldlosen Geldtransfer über Banken teilnimmt, die wichtigsten Informationen zur neuen Identifizierung von Bankkonten verwenden. Das betrifft im Allgemeinen jeden Unternehmer und jede Privatperson. [/sws_blue_box]

Wichtigste Änderungen bei Überweisungen

Bis 31. Januar benötigte man die Kontonummer und eine Bankleitzahl, wenn man mittels einer Überweisung oder Lastschrift Geld von einem Konto auf eine anderes bewegen wollte. Seit dem 1. Februar werden die sogenannten IBAN und SWIFT benutzt. Der BIC – also der Business Identifier Code, häufig auch SWIFT-Code genannt – bildet mit dem [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]IBAN (International Bank Account Number) [/sws_highlight]  die neuen Informationen zu dem Konto.

Damit wird ein Konto unter SEPA eindeutig identifiziert werden können. Die IBAN ist so aufgebaut, dass sie Länder- und Bankenkennung beinhaltet. Das heißt, dass jetzt der BIC für innerdeutsche Transaktionen nicht mehr nötig ist. Für Unternehmen bedeutet die neue Regelung, dass die Überweisungen an ausländische Geschäftspartner, die ebenfalls im SEPA-Raum sind, jetzt deutlich schneller und günstiger sind.

Das ist neu bei Lastschriften

SEPA hat das Lastschtriftverfahren zum ersten mal auch außerhalb Deutschlands möglich gemacht. Allerdings wurden mit der SEPA-Einführung ganz neue Lastschrift-Regelungen eingeführt, was auch Deutschland miteinbezieht. Das betrifft genauso die Einzugsermächtigung, wie auch das Abbuchungsverfahren.

Diese beiden Versionen werden jetzt als  SEPA-Basis-Lastschrift und [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]SEPA-Firmen (B2B)-Lastschrift. [/sws_highlight]  bezeichnet. Wie bis jetzt funktioniert das elektronische Lastschriftverfahren (ELV),  das zum Beispiel im Einzelhandel bei den Zahlungen mittels Bankkarte verwendet wird.  SEPA-Basis-Lastschrift ist der Nachfolger von der bisher benutzten Einzugsermächtigung.

Neue Fristen und Vorbedingungen

Zuerst muss eine Ermächtigung zum Zahlungseinzug (= SEPA-Mandat) vorliegen. Neben der unterschriebenen Papierform (mit Unterschrift des Kunden) werden auch Mandate akzeptiert, die mit einer elektronischen Signatur erteilt wurden. Ein SEPA-Mandat muss folgende Angaben, die zur Identifizierung des Kunden notwendig sind, enthalten: eine Gläubiger-ID (Gläubigeridentifikationsnummer) und eine eindeutige Mandatsreferenznummer. Bevor der Geldeinzug vollbracht wird, muss 14 Tage vor dem Einzug eine [sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]Vorabinformation (Pre-Notification) [/sws_highlight]  des Zahlungspflichtigen erfolgen.

In der Vorabinformation ist  die Gläubiger-ID, die Mandatsreferenznummer, der Termin des Einzugs und der Betrag verzeichnet. Wenn keine besonderen Vereinbarungen getroffen wurden, gilt dann die gesetzliche Frist von 14 Tagen. Bei den Basis-Lastschriften sehen die Fristen folgendermaßen aus: Sie müssen der Bank fünf Tage vor Fälligkeit (bei Erst- und Einmaleinzügen) bzw. zwei Tage vor Fälligkeit (bei Folgeeinzügen) vorliegen.

SEPA-Umstellung: Das ist zu tun.

Bildquellen
Artikelbild: ©panthermedia.net Simone Werner-Ney

Über Dariusz Strenziok (36 Artikel)
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