Spezielle Wohnungen für Beamte? | Beamtenwohnungsvereine machen es möglich

Mietkosten explodieren Mietkosten explodieren

 

Die Wohnungssituation in Deutschland spitz sich zu. Immer mehr Wohnungen, die eigentlich zur Vermietung bestimmt sind, stehen leer. Das liegt nicht daran, dass es keine Mieter gibt. Sondern viel mehr, dass entweder wahre Unsummen für die monatliche Miete verlangt werden oder es sich um reine Renditeobjekte handelt. So kann eine Wohnungssuche schon mal zur Qual werden.

Gerade in Städte wie Hamburg und Berlin ist dieser Trend besonders deutlich zu erkennen. Ärgerlich ist es auch, wenn dann die Vermieter die Wohnungen zwangsweise sanieren und am Ende eine wesentlich höhere Miete verlangen. Nur die Makler profitieren von dieser Entwicklung. Es werden kaum noch Wohnungen angeboten, die ohne eine Maklercourtage anzumieten sind. So muss man alleine, um eine Wohnung mieten zu können, schon fast 1000€ auf den Tisch legen.

Doch kaum einer wird sich diesen Luxus leisten können. So geht man Monate lang auf die Wohnungssuche, um dann eine schlechte Wohnung nach der anderen zu finden.


Beamte und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst haben einen Vorteil!

Der Weg zur neuen Wohnung ist lang

Beamte haben einen Vorteil!

In ganz Deutschland gibt es diverse Beamtenwohnungsvereine.

Dieser Vereine wurden bereits in den frühen 1920er gegründet, um den Staatsbediensteten eine gerechte und angemessene Unterkunft bieten zu können.

In diesen Vereinen werden Wohnungen in Register geführt, die nur zur Vermietung für Beamte und Angestellte im ö.D. gedacht sind. Die Beamten, die solch eine Wohnung anmieten wollen, müssen sich nur in dem Verein anmelden und sind somit ein Mitglied.

Durch die Mitgliedschaft können die Staatsdiener günstigere Wohnungen in schöneren Gegenden bekommen.

Das Unglaubliche an dieser Situation ist jedoch, dass bestimmte Wohnungen nie für den „normalen“ Wohnungsmarkt zur Verfügung stehen werden. Dadurch wird die künstliche Knappheit in den Städten nur noch gefördert. „Normale“ Angestellte haben in dieser Situation das Nachsehen und müssen die überteuerten Wohnungen akzeptieren und bezahlen. Auch die Maklergebühren steigen so automatisch an und müssen von dem Mieter getragen werden.


Was noch viel schlimmer ist, dass diese Situation auch von dem Steuerzahler getragen werden wird. Harz 4 Bezieher benötigen Wohnungen. Diese wiederum werden von der Agentur für Arbeit bezahlt. Auch die Maklergebühren werden mit übernommen, wenn man ohne einen Makler keine angemessene Wohnung findet. So wird die künstlich hergestellte Knappheit von den Steuerzahlern doppelt getragen.

Alleine in Berlin werden für die Vereine mindestens 8.000 Wohnungen nur für Beamte zurückgehalten. Vor allem Wohnungen in schönen Gebieten sind speziell auf die Wünsche für Beamte zugeschnitten. Auf der einen Seite ist es schön, dass es Vereine gibt, die den Staatsdienern ein schöneres Wohnen ermöglichen. Aber auf der anderen Seite ist es aufgrund der derzeitigen Wohnungslage schon fast eine Frechheit.

Es bleibt nur zu hoffen, dass sich die Wohnungssituation in den nächsten Jahren wieder etwas entspannt. Auch in den kleineren Städten ist die Lage nicht wesentlich besser. Es bleibt auch zu hoffen, dass die Regierung aufgrund der vorherrschenden Situation eine Lösung findet. Denn wenn es so weiter geht, wird es auf kurz oder lang noch größere Probleme geben.


Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen.

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