Steuerklassen ABC: Zu welcher Steuerklasse gehören Sie?

Ihre Steuerklasse nimmt einen wesentlichen Einfluss darauf, wie viel Ihnen am Ende des Monats vom eigentlichen Bruttogehalt bleibt. Eine unmittelbare Basis bildet demnach die Einstufung in Einkommensteuerklassen. Diese sind an Ihre familiäre Situation gebunden. Im folgenden Beitrag stellen wir heraus, welche Grundkriterien die Bestimmung der Steuerklasse zu Grunde legt und wie Sie davon profitieren.

Steuerklassen | © Bildagentur PantherMedia / Daniela Stärk Steuerklassen | © Bildagentur PantherMedia / Daniela Stärk

Die Steuerklassen in Deutschland

In Deutschland werden 6 Steuerklassen unterschieden. Die Steuerklasse bestimmt unmittelbar, wie viel Steuern Sie letztendlich von Ihrem Bruttogehalt zahlen. Darüber hinaus haben die Steuerklassen einen wesentlichen Einfluss auf die Lohnersatzleistungen, den Unterhalt, Krankengeld sowie Elterngeld und Arbeitslosengeld. Diese Sozialleistungen orientieren sich an der Höhe Ihres jeweiligen Nettoarbeitslohns. Im Prinzip entscheidet erst ihre Steuerklasse über die eigentlichen Abgaben, die sie jährlich an das Finanzamt zu zahlen haben.

 Unterschiedliche Abgaben an das Finanzamt

Die Steuerklasse orientiert sich immer an Ihrem Familienstand, an der Anzahl der Kinder, ob Sie ledig, geschieden sind oder allein leben. Selbstverständlich werden diejenigen begünstigt, die mit einem Partner gemeinsam mit Kindern zusammenleben. Hier ergeben sich verschiedene Kombinationsmöglichkeiten, die ein enormes Einsparpotenzial im Hinblick auf die steuerlichen Abgaben bieten. Schließlich sind gerade Eltern im Vergleich zu kinderlosen Paaren mit viel mehr Ausgaben konfrontiert –  die sollte bei der jährlichen Steuer Erklärung berücksichtigt werden. Wir raten Ihnen dazu, sich konkrete Informationen bei Ihrem Steuerberater einzuholen. Dieser versteht es, die günstigsten Steuerklassen Kombinationen für Sie herauszusuchen.

Steuerklasse 1

Steuerklasse 1 gilt für alle: Ledige, Geschiedene, getrennt lebende Ehegatten, Verheiratete, deren Partner außerhalb der EU lebt, Verwitwete ab dem zweiten Jahr. In dieser Steuerklasse ist der monatliche Arbeitslohn bis zu 945 € steuerfrei.

Steuerklasse 2

In die Steuerklasse 2 fallen alle, die mindestens ein Kind haben. Für dieses Kind erhalten Sie Kindergeld oder den halben Kinderfreibetrag. So kommen Sie im Endeffekt auf einen monatlichen Arbeitslohn von bis zu 1077 Euro, der steuerfrei ist.

Steuerklasse 3

Zur Steuerklasse 3 gehören Verheiratete, deren Partner kein Arbeitslohn bezieht bzw. in der Steuerklasse fünf ist. Alle Verheirateten, deren Partner in der EU lebt, Verwitwete in dem ersten Kalenderjahr erhalten einen monatlich freie Arbeitslohn von 1788 €.

Steuerklasse 4

In die Steuerklasse vier gehören: verheiratete und zusammenlebende Ehepartner. Hier gilt es, zu unterscheiden, welche Steuerklassenkombinationen anzuraten sind. Denn auch vier sowie drei und fünf wären denkbar. Ist der Verdienst beider Ehepartner ungefähr gleich, empfiehlt sich schlussendlich immer die 4 : 4 Steuerklassenkombination. Sie kommen im Monat auf einen freien Arbeitslohn von 945 €.

Steuerklasse 5

Zur Steuerklasse fünf gehören Verheiratete, deren Partner der Steuerklasse drei zugeordnet sind. Dann beträgt der monatlich, freie Arbeitslohn 105 €.

Steuerklasse 6

Der Steuerklasse sechs werden alle Alleinstehende und Verheiratete mit einem zusätzlichen Beschäftigungsverhältnis zugeordnet. Die Voraussetzungen sind hier, dass die Lohnsteuerkarte bzw. die Ersatzbescheinigung vom Finanzamt nicht vorliegt. Hier können Sie monatlich keinen steuerfreien Arbeitslohn verbuchen.

Steuererklärung | © Bildagentur PantherMedia / AndreyPopov

Steuererklärung | © Bildagentur PantherMedia / AndreyPopov

Über diese Steuerklassen Kombinationen sparen

Letztendlich können unverheiratete und zusammenlebende Ehepartner von den unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten der Steuerklassen profitieren. Für alle berufstätigen Ehepartner, in deren Partnerschaft beide arbeiten gehen, kommen zwei Kombinationen infrage. Es ist die 4 : 4 oder die 3 : 4 Kombination. Unterscheidet sich das Gehalt und ein Partner verdient mehr als der andere, ist zumeist die 3 : 5 Kombination auszuwählen. So wechselt der weniger verdienende Partner in die Steuerklasse fünf, der besser Verdienende in die Steuerklasse 3. Im Prinzip wirkt sich dies nur indirekt auf die Einkommensteuer aus, die zu zahlen ist.

So reduzieren Sie Ihre finanzielle Belastung!

Sie zahlen die gleichen Anteile, jedoch können Ehepartner auf diese Weise über das Jahr hinweg geringere Abzüge für sich verbuchen. Anstelle sich diese später aus der Einkommensteuererklärung wieder zurückzuholen. Wir empfehlen in diesem Zusammenhang den Blick auf die Steuersparmodelle und Rechner im Internet. Denn hier geben Sie einfach Ihr Gehalt und das Ihres Partners ein. Im Endeffekt erhalten Sie eine direkte Information, welche Steuerklassenkombination für Sie die Günstigste wäre.

Fazit: der Steuerberater empfiehlt die passende Konstellation

Im Endeffekt besprechen Sie diese detaillierten Konstellationen der Steuerklassen direkt mit Ihrem Steuerberater. Die Investition in einen solchen Fachmann ist auf jeden Fall lohnenswert. Sie können jährlich einen bis zu 3-4 stelligen Betrag gutmachen. Darüber hinaus sind Selbständige und Freiberufler dazu verzichtet, die Steuererklärung über einen Steuerberater oder ein Steuerbüro beim Finanzamt einzureichen. Für alle Privaten und Festangestellten gilt die Abgabefrist bis zum 31. Mai. Selbstständige und Freiberufler haben jedoch bis zum 31. September Zeit, die Steuererklärung beim Finanzamt abzugeben.

Links zur weiterführenden Information

http://www.focus.de/finanzen/steuern/steuerklassen-das-sind-die-sechs-klassen-der-lohnsteuer_id_4950670.html
http://steuerklassen.biz/

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