Steuerverschwendungen

Der Bundesrechnungshof hat mal wieder die Steuerverschwendung des Bundes angeprangert. Recht hat er, aber interessiert sich jemand von der Politik tatsächlich für die Feststellungen des Bundesrechnungshofes?

 

Überall soll lt. Bundesregierung gespart werden, aber werden die eigenen Ausgaben tatsächlich mit Bedacht getätigt?

Da wäre doch ganz aktuell die Frage, ob die Werbekampagne der Bundesregierung für 2,8 Millionen Euro in die heutige Zeit passen?

Wo ein Hartz-IV-Empfänger jetzt doch tatsächlich 5 Euro monatlich mehr bekommen soll, stellt sich mir diese Frage einfach. Irgendwie erscheint mir die Ausgabe von 2,8 Millionen Euro für eine vollkommen unnütze Werbekampagne doch auch vollkommen unangebracht.

Noch dazu wo wir doch alle wissen, dass die jeweils aktuelle Regierung immer die tollste Regierung ist, die wir je hatten.

Auch ein Herr Niebel wollte ja unbedingt Steuern sparen. Zu diesem Zweck wollte er noch im Jahre 2009 das Entwicklungshilfeministerium auflösen. Weil das ja vollkommen unnötig ist und einfach nur Steuern verschwendet.

Jetzt ist Herr Niebel selber der Minister dieses Ministerium, was er zuvor noch abschaffen wollte.

Kann ich jetzt als braver Bürger dieses Landes vermuten, dass Herr Niebel ebenfalls überflüssig ist und seine Tätigkeit als Minister ebenfalls nur Steuern verschwendet? Nun ja, diese Frage lasse ich jetzt einfach mal so im Raum stehen.

Auffällig ist aber im Zusammenhang mit der Diskussion um Steuerverschwendung die Tatsache, dass ausgerechnet nun Herr Niebel die Stellen in seinem Ministerium um rund 1/3 erhöhen will. Ich persönlich kann zu der Stellensituation in seinem Hause nichts sagen, aber der Bundesrechnungshof kann. „Der Bundesrechnungshof weist darauf hin, dass das Ministerium insgesamt 210 Stellen für sich fordert, ohne dass es dafür den Bedarf nach Anzahl und Wertigkeit nachgewiesen hätte.“

Oder auf Hochdeutsch: Die Kontrolleure des Rechnungshofes halten das für unbegründet!

Auch die Bundesmarine hat mal wieder ein paar Millionen verschwendet. Diesmal für ein paar Schlauchboote. Nicht nur das diese Schlauchboote doppelt so teuer wurden wie veranschlagt, sondern die Boote erfüllten darüber hinaus die Anforderungen nicht. Und das für 3 Millionen Euro.

Aber was sind schon 3 Millionen Euro, würde so mancher Banker sagen. Peanuts ist hier wohl das richtige Wort, gelle Herr Ackermann.

Zumindest hier muss ich Herrn Ackermann mal recht geben. Wenn ich nur allein daran denke, wie viele Millionen in einer Behörde verschwendet wurden, nehmen sich die 3 Millionen wirklich wie Peanuts aus.

Mehr als 30 Millionen Euro hat die Behörde ********* für eine Software ausgegeben, die niemals zum Einsatz kommen wird. Als Vergeltungsmaßnahme hat das vorgesetztes Ministerium beschlossen, dass die Beamten nun mit einer Software für 50 Millionen Euro arbeiten müssen. Und nachdem so einige jetzt bald ein halbes Jahr mit dieser neuen Software gearbeitet haben, muss ich leider feststellen: Das ist wirklich eine Strafe!

Jeden Tag gibt es neue Fehler. Das Programm ist langsam und zu kompliziert aufgebaut. Und was ich eigentlich das Schlimmste finde: Das Programm hält sich nicht an die gesetzlichen Bestimmungen, obwohl es das eigentlich sollte. Abgeändert wird dies aber auch nicht. Warum auch – wo kein Kläger da kein Richter.

Mein Puls steigt gerade Richtung 200, daher breche ich jetzt das weitere Schreiben für diesen Artikel ab. Dies ist nur ein kleiner Auszug über die Steuerverschwendungen in Deutschland – Googelt mal danach. Aber wir haben ja kein Geld… Nee, is klar soweit!

Bildquellen:
Artikelbild: ©panthermedia.net Marc Dietrich
Bild oben links: ©panthermedia.net Darius Turek
Bild unten rechts: ©panthermedia.net Erwin Wodicka

Über Simon (132 Artikel)
Mein Name ist Simon Schröder. Ich bin gelernter Versicherungsfachmann und blogge aus Leidenschaft. Möchten auch Sie Ihre Meinung auf Beamtenblog.net an andere weitergeben? Schreiben Sie einen Kommentar. Wir freuen uns auf Sie.

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