Trinkwasserverordnung 2012

Wasserqualität in Deutschland

Für unser Leben dürfte wohl nichts wichtiger sein als das Wasser, was wir trinken.

Immerhin ist es der Ursprung von uns allen das Wasser selbst und mit der Wasserqualität sinkt oder steigt auch die Lebensqualität der Bezieher.

Daher besitzt Deutschland auch mit die höchsten Qualitätsstandards für unser Trinkwasser auf der Welt.

Die bisherige Trinkwasserverordnung wurde übrigens nochmals angepasst und verschärft. Grund genug einmal darüber zu schreiben. 😉

Trinkwasserverordnung 2012

Europäisches Recht

Wie der Pressemitteilung von dem Bundesministerium für Gesundheit zu entnehmen ist, ging es in erster Linie eigentlich darum, dass europäisches Recht angewandt werden musste und im Zuge dessen, auch eine Entbürokratisierung angestrebt wurde.

Dazu heißt es in der Pressemitteilung vom 11. Mai 2011:

(Zitat Anfang)

Neben Klarstellungen und der Berücksichtigung der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse ging es auch um Anpassung an europarechtliche Vorgaben sowie um Entbürokratisierung. Die Wahrung des hohen Qualitätsstandards des Trinkwassers in Deutschland ist und bleibt oberstes Ziel.

(Zitat Ende)
Quelle: Bundesministerium für Gesundheit

Gute Änderungen.

Also wurden die Anpassungen nicht nur aus freien Stücken vorgenommen.

Vielmehr scheint es wohl auch der Fall zu sein, dass die europäischen Vorgaben umgesetzt werden mussten.

Da es aber durch die Änderung der Trinkwasserverordnung ausschließlich zu Vorteilen für die Verbraucher kommen wird, kann ich diesen Schritt nur begrüßen.

Immerhin wurde beschlossen, dass einige Werte für unser Trinkwasser noch weiter verschärft werden.

Sogar gänzlich neue Messwerte sind hinzugekommen. Beispielsweise wird es nun sogar einen Grenzwert für Uran im Trinkwasser geben.

Das ist einmalig in der Europäischen Union und stellt eine gute Maßnahme dar, um gerade auch Kleinkinder und Säuglinge vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu schützen.

Meines Erachtens sind wir zwar in Deutschland nur sehr geringen Gefahren ausgesetzt, doch der vorsichtige Umgang mit unserem Wasser ist absolut legitim. Übrigens können auch eigene Maßnahmen dazu beitragen, dass die Wasserqualität nochmals ganz erheblich gesteigert werden kann.

Eigene Filteranlagen?!

Werte erhalten und pflegen

Die Qualität vom Wasser sollte man nicht nur aus dem gesundheitlichen Aspekt betrachten.

Wirklich schädliche Stoffe dürften in unserem Trinkwasser eigentlich nicht mehr vorhanden sein, da dies regelmäßig und sehr streng kontrolliert wird.

Besitzt man jedoch sehr eisenhaltiges Wasser, kann dies dennoch zu diversen Beeinträchtigungen im Haushalt führen. Das Eisen lagert sich in den Wasserzuleitungen innerhalb der vier Wände ab und kann auf lange Sicht gesehen die Rohre verstopfen.Auch die Reinigung der sanitären Anlagen wie dem Waschbecken, die Toilette und Duschewanne werden deutlich erschwert, da das Eisen auch hier Ablagerungen hinterlässt.

Sauberes Wasser

Abhilfe schafft da eine günstige Enteisungsanlage, die gelöstes Eisen und Mangan aus dem Trinkwasser entfernen kann.

Verlinkt habe ich hier mal einen Anbieter, der seine Produkte gerade recht günstig anbietet.

Bei sehr hartem und kalkhaltigem Wasser ist ebenfalls eine Filterung des Trinkwassers zu empfehlen.

Nicht nur die Menschen mit einem Aquarium zuhause wissen, was es bedeutet, überall die Kalkflecken sehen zu müssen. Da lohnt es sich schon in eine Enthärtungsanlage zu investieren.

Gerade auch wenn man ein eigenes Haus besitzt, sollte die Trinkwasserqualität einen hohen Stellenwert für den Besitzer haben. Das dient der eigenen Gesundheit und aber auch der Pflege und der Instandhaltung des Hauses.

Aussichten

Aussichten auf 2013.

Teile der neuen Trinkwasserverordnung sind übrigens noch nicht sofort gültig, sondern geben lediglich schon einmal eine Aussicht darauf frei, was gerade die Hausbesitzer noch erwarten wird.

So ist beispielsweise ab Dezember 2013 der Bleigrenzwert auf 10 µg/l Trinkwasser herabgesetzt worden.

Das ist in meinen Augen auch dringend notwendig, da das Blei absolutes Gift ist und bis heute noch in manchen Altbauten steckt.

Hast du noch eine gute Idee, wie man sein eigenes Wasser verbessern kann? Nutzt du vielleicht einen eigenen Brunnen und besitzt damit Erfahrungswerte? Über einen Kommentar würde ich mich sehr freuen.

Alles Liebe
euer Simon

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Über Simon (128 Artikel)
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5 Kommentare zu Trinkwasserverordnung 2012

  1. Es gibt eine neue Trinkwasserverordnung.
    Hauseigentümern, die diese Verordnung nicht einhalten, droht ein Bussgeld von bis zu 25000 €.
    Wie lautet die Verordnung und stimmt die Strafandrohung?

  2. Hallo Herr Schmitz,
    da liegen mir momentan keinerlei Informationen zu vor. Ich gehe auch davon aus, dass es jedes Bundesland anders handhaben wird.

    Im Zweifel würde ich bei der eigenen Stadtverwaltung einmal anrufen.

    Viele Grüße
    Simon

  3. Habe gerade die versteckte Mieterhöhung in Form der Betriebskostenerhöhung von Euro 15.- für die Kosten der Beprobung lt. Trinkwasserverordnung für Mehrfamilienhäuser pro Wohnung erhalten. Hier in Bremen besitzt die Gewoba „Tausende Wohnungen“ ! Was für eine nicht nachvollziehbare Gwinneinnahme für Bund/Land/Gemeinde + Vermieter?!

  4. Hallo zusammen, ich bin durch Zufal auf dieser Seite gelandet und finde Sie sehr interessant. Da ich seit 25 J. in der Wasseraufbereitungsbranche im Außendienst tätig bin, gestatten Sie mir bitte ein paar Anmerkungen. In der Regel ist unser Trinkwasser völlig in Ordnung. Es gibt jedoch Regional sehr große Unterschiede. Ich habe vor 4 Wochen eine Wasserprobe in unserem Labor testen lassen. Hier überprüfen wir ALLE Inhaltsstoffe. Mit zunehmender Tendenz entdecken wir: Medikamentenrückstände, Chemiekalien,Röntgenkontrastmittel, usw. Ich hätte vor 15 J. noch empfohlen das man Trinkwasser unbedenklich trinken kann. Heute muss ich davon abraten ! Das Thema LEGIONELLENUNTERSUCHUNG ist längst überfällig. In jedem 2 ten Haushalt finden Sie Legionellen. In Hotels. Altenheimen, größeren Wohnanlagen, Turnhallen und Schulen , sollte nur desinfiziertes Wasser verwendet werden. Bei Legionellen liegt mein Spitzenwert bei 85.000 KBE in einer Wohneinheit. Das ist Lebensgefährlich und aus Kostengründen wird nichts unternommen außer das Wasser auf 60 Grad zu erhitzen. Allerdings ist das nur eine Lösung für 4 Wochen.

  5. ACHTUNG —– seit 12.10.2012 gilt die zweite Änderung der TwVo im Hinblick auf Legionellenüberprüfung.
    Jetzt —- alle 3 Jahre
    Erstbeprobung —- Fristverlängerung bis Dez. 2013. Siehe DVGW !

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