Vermögensverwalter: Wie wird das Geld der Kunden investiert

Vermögensverwaltung Beliebte Fonds

Auf den Finanzmärkten dieser Welt finden Sie keine Fonds, die konstant immer gut laufen. Manche Fonds haben ihre Schwierigkeiten bei den Seitwärtsbewegungen, andere wieder sind einfach zu klein oder zu groß. Das Fondsangebot ist riesig, sie alle einzeln auf Herz und Niere zu prüfen würde sehr lange dauern. Mit diesem Beitrag wird ein Blick hinter die Kulissen der Vermögensverwalter geworfen: Was kaufen sie? In welche Fonds wird das Geld der Kunden am liebsten gesteckt? Welche Kriterien spielen dabei eine entscheidende Rolle?

Die Lieblingsfonds der Fondsprofis

Zu den gern gekauften Fonds der Vermögensverwalter gehört beispielsweise der Exchange Traded Funds (ETF). Der Grund dafür ist die Einfachheit der ETFs, darüber hinaus ist er transparent und flexibel. Aktive Fonds gehören auch zu den Lieblingsadressen der Vermögensverwalter. Davon gibt es Einige, die sich einer besonderen Popularität erfreuen. Ein Beispiel dafür ist der StarCap Argos. Das liegt daran, dass die Zinsstrategie des aktiven Rentenfonds im Moment zu einer niedrigen Duration in dem Fondsportfolio führt. Im Klartext heißt das: Das Management verdient für seine Kunden immer mehr Geld mit den Anleihen, obwohl wegen des Niedrigzinses die Vermutung in eine andere Richtung gehen müsste. Ein guter Fondsmanager muss manchmal auch gegen den Strom schwimmen können und gegen die Interessen der Fondsgesellschaft handeln, indem er neues Geld ablehnt.

Zu viel Kapital ist nicht gut für die Fonds

[sws_highlight hlcolor=“fbfac7″]Ob ein Fond gut oder schlecht zu bewerten ist, hängt auch von dem Fondsvolumen und seiner Ober- wie auch Untergrenze ab. [/sws_highlight]  Fondsabhängig sollte der Kapitalvolumen die 20-Millionen-Marke nicht unterstreiten aber auch nicht über dem 50-Millionen-Gesamtvolumen liegen. Andernfalls können die Grundkosten die Performance solcher Fonds negativ beeinträchtigen. Zu große Fonds sind einfach träge und unflexibel, solche „Riesen“ können ihre Strategien nicht optimal umsetzen. Ein gutes Beispiel dafür ist der DWS Vermögensbildungsfonds. Diese Fondsgesellschaft hatte zunächst erfolgreich in Nebenwerte investiert. Ihre Strategie ging aber nicht mehr auf, als der Fond von dem Volumen her zu groß geworden ist.

Nach diesen Kriterien werden die Fonds gekauft

Der wichtigste Punkt überhaupt ist die Bewegungsfreiheit der Vermögensverwalter: Sie dürfen unabhängig agieren und brauchen bei der Fondswahl keine Rücksicht auf die übergeordneten Konzerninteressen zu nehmen. Weiterhin ist die Fondsgröße relevant. Es macht einen Unterschied, ob der Fond neu auf dem Markt ist oder schon mehrere Jahre existiert. Ein „älterer“ Fond sollte im Idealfall ein Fondsvolumen von ungefähr 100 Millionen Euro aufweisen können. Bei kleineren Fonds, deren Volumen um die 20 Millionen Euro liegt, läuft der Kunde Gefahr, dass dieser Fond wegen fehlender Wirtschaftlichkeit auf einmal geschlossen wird oder mit anderen Fonds eine Fusion bildet. Zum Schluss sollte der Anleger auf eine gewisse Klarheit achten – das Fondsvermögen soll das darstellen, was auch im Fondsnamen steht.

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Artikelbild:©panthermedia.net Harald Richter

Über Dariusz Strenziok (36 Artikel)
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