Waldinvestment – Trendmarkt Holz

Waldinvestment als Anlageform Waldinvestment als Anlageform
Waldinvestment als Anlageform

Waldinvestment als Anlageform

Wie schon in den letzten Jahren zu beobachten geht der aktuelle Trend immer mehr hin zu Rohstoffgeldanlagen. Die Risiken an der stark schwankenden Börse und die zahlreichen Wirtschaftskrisen sind vielen Anlegern zu gewagt geworden.

Lieber investieren sie in Öl, Gold und Silber, welche schon seit Jahren beliebte Anlagemöglichkeiten sind und sich weiterhin rentieren. Doch vor einiger Zeit wurde ein Rohstoff als rentable Anlagemöglichkeit entdeckt. Ein Rohstoff, dem wir täglich mehrere Male begegnen und doch war er lange Zeit nie als Investition zu sehen. Die Rede ist von Investitionen in Holz und Wälder. Viele Unternehmen werben mit der Investition in einen Wald und in den sehr gefragten Rohstoff. Die Nachfrage von Holz steigt stetig an, das Angebot wird jedoch durch zahlreiche Waldabholzungen und Bevölkerungswachstum immer weniger. Davon können Waldinvestoren nun profitieren.

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Risiken
Direktinvestition schwierig
Fazit
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Zwischen acht und zwölf Prozent Rendite soll das Investment in Zukunft bringen. Diese Zahlen lassen sich jedoch erst in etwa 20 bis 30 Jahren realisieren. Der Wert der Bäume steigt Jahr für Jahr durch den ständig andauernden Nachwuchs des Baumes. Ein netter Nebeneffekt des Waldinvestments ist, dass man zu Gunsten des Umweltschutzes handelt.

Durch die Erhaltung des Waldes stoppt bzw. verlangsamt man den Klimawandel. Man muss sich jedoch auch darüber im Klaren sein, dass der Wald bei einer Direktinvestition viel Arbeit und Pflege beansprucht, damit die Bäume richtig und gerade wachsen. Vor allem in den Anfangsjahren ist eine regelmäßige Pflege von wichtiger Bedeutung. Entscheidet man sich für einen geschlossenen Fond, bei dem sich Geldgeber zusammenschließen, bleibt diese zeitintensive Arbeit aus. Dann ist man jedoch nicht selbst Eigentümer eines Waldes, sondern der Wald gehört allen Geldgebern gemeinsam.

Waldinvestments: Zweistellige Renditen möglich

Risiken

Wie bei jeder Geldanlage gibt es auch beim Waldinvestment nicht beeinflussbare Risiken. Äußere ökologische Einflüsse lassen sich nicht vermeiden.

Manchmal reicht schon ein Unwetter mit starken Sturmböen, um den Wald zu zerstören. Brände, die sowohl von der Hitze als auch von Brandstiftern erzeugt werden können, sind nicht vermeidbar.

Man kann zwar mit einer Brandschutzversicherung vorsorgen, da der Wald in den ersten Jahren jedoch keine oder kaum Gewinn gibt, muss man diese Versicherungen aus eigener Tasche bezahlen und somit investiert man noch mehr Geld in den Wald, dass sich später rentieren muss. Sind die Bäume von einem Schädling befallen, der das Holz angreift und den man schlecht bekämpfen kann, ist das Holz kaum oder nichts mehr wert. Da die hohen Renditen nach Prognosen erst in einigen Jahrzehnten anfallen werden, muss man auch so lange Besitzer des Waldes sein und sollte ihn möglichst nicht verkaufen.

Entscheidet man sich dennoch für einen vorzeitigen Verkauf, muss man mit hohen Verlusten rechnen. Der kommende Klimawandel und die Erderwärmung könnten sich ebenfalls negativ auf die Bäume auswirken. Auch die geografische und klimatische Lage spielt eine äußerst wichtige Rolle. Gut eignet sich ein gleichbleibendes Klima, damit die Bäume keine Jahresringe vorweisen und so deutlich wertvoller sind. Daher werden vor allem Wälder in der südamerikanischen Region bevorzugt.

ForestFinance – Nachhaltige Waldinvestments

Direktinvestition schwierig

Ist man wohnhaft hier in Deutschland, kann das bei einer Direktinvestition zum Problem werden.

Denn gerade in den Anfangsjahren ist eine regelmäßige Pflege und Wartung sehr von Bedeutung, die über eine Entfernung von tausenden Kilometern nicht möglich ist. Außerdem sollte man sich vor dem Kauf eines Waldstückes umfangreich beraten lassen und mehrere Angebote anfordern.

Denn auch beim Preis kann es zu 100 Euro pro Kubikmeter Unterschied kommen. Auch hier ist Deutschland ein nicht sehr geeignetes Land für ein Waldinvestment. Fast die Hälfte aller deutschen Wälder sind im Privatbesitz und werden nur selten zum Verkauf angeboten. Viele Landwirte wollen ihre Wälder für wirtschaftliche Zwecke oder auch aus Gründen der zukünftigen Rendite behalten. Die Preise pro Kubikmeter sind in Deutschland so teuer wie in fast keinem anderen Land.

Fazit

Ein Waldinvestment ist eine abwechslungsreiche Anlagemöglichkeit, die sich in Deutschland noch nicht durchgesetzt hat. In Hinblick auf schon sehr erfolgreiche Waldinvestoren, wie die amerikanischen Universitäten Harvard und Yale, kann es jedoch ein sehr rentables Geschäft sein. Risikoscheue Anleger sollten sich jedoch, auf Grund der doch zahlreichen und vor allem von der Natur gesteuerten Risiken, gegen die Investition in den Rohstoff Holz entscheiden.

Das Waldinvestment verlangt hohe Geduld und ist keine Anlage, der man beim stetigen Wachsen zuschauen kann. Um einen Totalverlust zu vermeiden, sollte man nicht nur in ein Projekt, sondern immer in mehrere sein Geld investieren. Außerdem ist es ratsam, nicht zu hohe Anteile seines Vermögens anzulegen. Nicht mehr als zwanzig Prozent seines Gesamtvermögens sollte man investieren.

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Mikhail Lavrenov

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