Wie steht es um das Kinderbetreuungsgeld 2016?

Die Nachfrage gerade junger Eltern nach dem Kinderbetreuungsgeld 2016 stieg in den letzten Monaten unaufhörlich, so erhalten allein in Berlin mittlerweile 456.000 Eltern Kinderbetreuungsgeld. Eine Umfrage der Landtagsfraktionen hat ergeben, dass die Unionspolitiker auch fortan an dem Kinderbetreuungsgeld festhalten wollen, wobei jedoch der Bundesgerichtshof ihnen erst jüngst einen gehörigen Strich durch die Rechnung machte. Ab sofort ist das Kinderbetreuungsgeld 2016 Sache der Länder, die generelle Zahlung der Leistungen ist somit aus dem Spiel und eine Fortführung dieser unterstützenden Leistungen nicht mehr denkbar.

Kinderbretreuungsgeld

Was steckt eigentlich hinter dem Kinderbetreuungsgeld 2016?

Alle Eltern, die Aufsicht und Fürsorge ihrer Kinder selbst übernehmen, anstelle Kindertageseinrichtungen oder Tagesmütter zu nutzen, stand bisher Kinderbetreuungsgeld zu. Der Bundesgerichtshof jedoch zweifelte daran, ob genau diese Zahlung gleichwertige Verhältnisse schaffe. So entschied der oberste Richter für die Zweifler und Kritiker und versetzte durch das aktuelle Urteil dem Ganzen Diskurs eine neue Geschwindigkeit.


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Die Länder sollen selbst entscheiden, wie die Kinderbetreuung und deren Finanzierung vorangetrieben werden. Das Kinderbetreuungsgeld 2016 als Allheilmittel zu nehmen, scheint schon lange nicht mehr zeitgemäß. Gerade in den Diskussionen vor dem eigentlichen Gerichtsurteil lieferten sich die einzelnen Bundesländer verschiedene Vorschläge. So möchte Bremen direkt in seine KITAS investieren und Sachsen-Anhalt das Betreuungsgeld und Kindergeld miteinander kombinieren. Die CDU könnte sich vorstellen, wahlweise Kinderbetreuungsgeld für ein Jahr zu zahlen und dafür die Höhe zu verdoppeln.

Wird das aktuelle Kinderbetreuungsgeld weiter gezahlt?

Alle Elternteile, die bisher Kinderbetreuungsgeld erhalten haben, werden diese Leistungen auch weiterhin bekommen. Einzig und allein die Neuanträge auf das Kinderbetreuungsgeld werden nicht mehr bearbeitet. Zum jetzigen Zeitpunkt erhalten zum Beispiel in Gießen 442 Kinder Kinderbetreuungsgeld 2016 – sprich 150 € im Monat. Im gesamten Landkreis kommt man auf 1466 Kinder und den ganz Mittelhessen auf 7000 Kinder. Direkt in der Berliner Koalition berät man nun über eine sinnvolle Übergangsregel, die den Wechsel von Kinderbetreuungsgeld 2016 in ein andersartiges Modul vorbereitet.

Was wird aus dem Kinderbetreuungsgeld 2016 in den Bundesländern?

So führt man in Hessen gerade eine Diskussion über die Fortführung des Kinderbetreuungsgeldes 2016 und sucht lediglich nach einer anderen Grundlage. Hier liefern sich CDU, CSU und SPD einen harten Kampf. Gerhard Merz – Fraktionssprecher der SPD – geht davon aus, diesem unsinnigen Kinderbetreuungsgeld endlich ein Ende setzen zu wollen, um die eigentliche Kinderbetreuung in Deutschland qualitativ zu verbessern. Auf diese Weise sichert man seinen Kindern von Anfang an einen optimalen Bildungsweg und eine natürliche Entwicklung.

Anzahl der Kinder in Kindertageseinrichtungen in Deutschland nach Alter und Bundesländern am 1. März 2014
Anzahl der Kinder 0 bis unter 3 Jahre 3 bis unter 6 Jahre 6 bis unter 14 Jahre
Baden-Württemberg 66.465 265.770 72.047
Bayern 81.693 298.107 128.775
Berlin 42.632 90.203 8.512
Brandenburg 29.078 58.457 76.668
Bremen 3.620 14.456 6.073
Hamburg 19.857 42.706 9.313
Hessen 37.719 147.395 60.315
Mecklenburg-Vorpommern 16.962 37.684 42.904
Niedersachsen 41.286 182.788 58.593
Nordrhein-Westfalen 73.999 415.681 64.584
Rheinland-Pfalz 27.483 95.473 24.727
Saarland 5.152 20.592 6.526
Sachsen 45.207 100.176 136.250
Sachsen-Anhalt 29.115 49.817 59.070
Schleswig-Holstein 14.961 63.923 23.528
Thüringen 26.340 50.888 11.556
Neue Länder einschl. Berlin 189.334 387.225 334.960
Früheres Bundesgebiet 372.235 1.546.891 454.481
Deutschland 561.569 1.934.116 789.441

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Kindergärten und Erzieher leisten viel mehr als die eigentliche Betreuung der Kinder. Über weiterführende, pädagogische Lehrangebote und Förderungsprogramme wird Ihr Kind im Kindergarten direkt auf den Einstieg in die Grundschule vorbereitet. Sprachförderung, soziale Förderungen sowie die Förderung von Kreativität und Problemlöseverhalten stellen nur einige Beispiele für die Leistungen, die laut Aussage der Kritiker Kinderbetreuungsgeld 2016 und die damit zusammenhängende Betreuung nicht leisten können.

Streichung wichtiger Zahlungen für die Eltern

Im Saarland spricht sich die Ministerpräsidenten Annegret Kramp-Karrenbauer von der CDU angesichts des aktuellen Gerichtsurteils für eine Wahlfreiheit der Eltern aus. Sie gibt in einem Interview der Wirtschaftswoche am Mittwoch ihr Statement ab, dass jedes Elternteil frei entscheiden dürfe, wie es seine Kinder erziehe. So muss jetzt die Bundesregierung entscheiden, was das Gerichtsurteil letztendlich für die Betroffenen – die Eltern und Kinder – bedeutet. Eine aktuelle Äußerung zu konkreten Verwendungen und Entwicklungen des Landesbetreuungsgeldes konnte die Presse derzeit nicht vermerken.

Fazit: Kinderbetreuungsgeld und Kinderbetreuuung 2016 in Deutschland

  • Im Prinzip gehen gegensätzliche Parteien davon aus, dass über das Bundesverfassungsgericht nun den Eltern wichtige Leistungen gestrichen werden.
  • Eine Lösung muss her, die auf Grundlage einer familienfreundlichen Politik, eine wirkliche Basis für eine zukünftige Kinderbetreuung schafft.
  • Gerade im Hinblick auf die Streiks von Erziehern und Lehrern sollte der Weg hin zu einer ordentlichen Besoldung und dem Ausbau der Kindertagesstätten führen.
  • An dieser Stelle dürfen wir nur gespannt die zukünftigen Entwicklungen beobachten, was schlussendlich aus dem Kinderbetreuungsgeld 2016 in den einzelnen Ländern wird. Wir werden Sie selbstverständlich mit den aktuellen News und Facts zum Kinderbetreuungsgeld 2016 versorgen.

Links zur weiterführenden Information

http://www.giessener-allgemeine.de/Home/Stadt/Uebersicht/Artikel,-Aktuelles-Betreuungsgeld-wird-weitergezahlt-_arid,584314_regid,1_puid,1_pageid,113.html
http://www.focus.de/regional/saarbruecken/prozesse-saar-ministerpraesidentin-fuer-erhalt-von-wahlfreiheit-fuer-eltern_id_4832189.html

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Birgit Reitz-Hofmann

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