Anleihen im Test 2015

Gerade in der Zeit sinkender Zinsen ist für viele Sparer vor allen Dingen Sicherheit im Hinblick auf die Sparanlagen angesagt. Sie möchten Ihr eigenes Vermögen schließlich vermehren und dabei keinerlei Risiken eingehen. Ist das realistisch? Stiftung Warentest hat erst im vergangenen Juli alle Anleihen einen detaillierten Test unterzogen und dabei festgestellt, dass gerade die Renditen der Bundesanleihen noch immer im Hinblick auf den Gewinn zu wünschen übrig lassen. Rendite plus und Pfandbriefe versprechen immer noch einen sehr geringen Gewinn. Wir wollen dennoch einen Ausblick auf die Anleihen im Test 2015 werfen.

Anleihen

Welche Anleihen mit den höchsten Renditen?

In einem ersten Punkt geht es um die Bundeswertpapiere. Hier werden Laufzeiten von 10-30 Jahren veranschlagt. So bewegen wir uns im Bereich der langfristigen Geldanlage mit einer besonders hohen Sicherheit. Ein Sparer erhält in regelmäßigen Abständen seine Zinsen und plant dann mit einer spezifischen Auszahlung. Aktuell gibt es im Juli 2015 gerade einmal 0,72 % Rendite per annum.

Die Vorteile deutscher Staatsanleihen

Ein Vorteil fällt Stiftung Warentest im Hinblick auf deutsche Staatsanleihen auf. Sie werden gerade an der Börse gehandelt. So erhält ein Anleger, der seine Staatsanleihen loswerden will, einen fairen Kurs. Sie erhalten Ihr Kapital immer in der vollen Höhe zurück. Hinzu kommt die jährliche Zinsausschüttung. Im Hinblick auf den Börsenwert deutscher Staatsanleihen gilt folgende Faustformel: Geht der Zins um einen Prozentpunkt nach oben, fällt die Bundesanleihe im Kurs um ca. 9 %. Im Gegenzug profitiert der Wert an der Börse von sinkenden Zinsen.

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Wie Renditen berechnen?

Die Renditen ergeben sich wiederum aus dem aktuellen Kurs und dem Zinssatz sowie der Restlaufzeit. Mit der Abnahme der Restlaufzeit sinkt auch das Risiko und mit ihm die Renditen.

Wo Geld sicher anlegen?

Möchten Sie Ihr Geld sicher anlegen, geht der Blick auf die Bundesanleihen und die Bundesobligationen. In diesem Zusammenhang bindet der Staat Rückzahlung und Zins an der jeweiligen Inflationsrate. Sie erhalten auf diese Weise immer den tatsächlichen Wert. Steigt im Gegenzug die Inflationsquote und überholt die inflationsbedingten Anleihen, steigert dies das Interesse an den Anlagen. Sprechen wir von einer realen Rendite, handelt es sich hierbei um inflationsgeschützte, deutsche Anlagen.

Was rät Stiftung Warentest?

Stiftung Warentest rät in der aktuellen Überprüfung der Anleihen zu einer Mischung aus verschiedenen Geldanlagen. Derzeit sind Bundeswertpapiere und Jumbo Pfandpapiere nicht wirklich viel wert. Doch bilden sie eine spannende Ergänzung zum Festgeld oder Tagesgeld. Warum fragen Sie sich? Ganz einfach: Sie greifen auf andere Sicherheiten zurück. In diesem Zusammenhang geht der Blick zu soliden Fonds, die wiederum auf Unternehmensanleihen basieren. Abzuraten ist Ihnen derzeit von den Anleihen im Test, deren Restlaufzeiten unter drei Jahren liegen. Hier kommt es zu sehr geringen Renditen, die Ihr Sparpotenzial nicht wirklich ausschöpfen.

Tipp: Nicht immer ist das Gespräch mit der eigene Hausbank der lukrativste Weg, denn hier werden einzig und allein die bankinternen Finanzprodukte an den Kunden und Sparer gebracht. Suchen Sie sich Rat bei einem unabhängigen Finanzexperten, der auf Provisionsbasis arbeitet.


Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Inflationsbedingte Bundesanleihen

Steigt das Risiko, bilden selbst Unternehmensanleihen nur etwas mehr Rendite. In diesem Fall sind börsennotierte Indexfonds empfehlenswert. Gehen Sie derzeit davon aus, dass der Verfall der Geldwerte – die Inflation – unaufhörlich voran schreitet, dann greifen Sie zu den inflationsbedingten Bundesanleihen. Hier lassen sich die Rückzahlung und die Zinszahlung der Papiere der Inflationsrate anpassen. Möchten Sie Anleihen vom Staat im Internet erwerben, informieren Sie sich vorab über den günstigsten Kauf. Hier bieten sich gerade die führenden Portale an, die ebenfalls mit Tipps und Hinweisen weiterhelfen.

Diese Extra Kosten bei Anleihen mit berechnen

  • Kaufen Sie eine Anleihe, wird ein Kreditinstitut seine Provision abziehen. 0,5 % vom Kurswert macht dies am Schalter aus.
  • Darüber hinaus muss mindestens eine Gebühr von 25 € abgezogen werden. Buchen Sie online bei einer Direktbank, kommt es zu 0,2 % des Kurswertes und mindestens zehn Euro.
  • Möchten Sie in Anleihen vom Staat und Fonds oder in Wertpapiere investieren, benötigen Sie ein Wertpapierdepot. Hier fallen bei den meisten Kreditinstituten und Sparkassen Gebühren an.
  • Wir empfehlen Ihnen ein Wertpapierdepot bei einer Online Direktbank, diese sind zumeist kostenlos. Hier sparen Sie in doppelter Hinsicht. Zudem ist es lukrativ, sich finanzielle Anregungen bei den Profis der Branche und erfolgreichen Anlegern zu holen.


Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Links zur weiterführenden Information

https://www.test.de/Bundeswertpapier-Pfandbrief-Unternehmensanleihe-Anleihen-im-Test-4440501-0/
https://www.test.de/Geldanlagen-im-Risikotest-Was-sicher-ist-1783826-1783820/

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net / Andre Bonn

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