Behördenumzug

Jetzt habe ich ja schon eine ganze Zeit nichts mehr hier von mir hören lassen. Was zum einen an der Fussball-WM lag, zum anderen aber auch an den teilweise extrem hohen Temperaturen, die mich einfach nicht dazu motiviert haben hier noch etwas zu schreiben.

Ein weiterer Punkt war der Umzug meiner Behörde in ein neues Dienstgebäude. Und natürlich nicht zu vergessen unsere neue Software im Büro, die die Arbeit wahrlich nicht einfacher macht.

Doch der Reihe nach.

Für unsere Behörde wurde ein neues tolles und mordernes Dienstgebäude gebaut. Dieses neue tolle moderne Dienstgebäude war im Januar diesen Jahres fertig. Also zogen die ersten Abteilungen bereits im Januar diesen Jahres dort ein. Dort angekommen musste man aber dummerweise feststellen, dass ein paar wenige Zimmer feucht waren. Nun ja, was heißt feucht? Die Wände waren nass und der Boden stand unter Wasser. Und es waren auch wirklich nur ein paar Zimmer betroffen, so knappe 100 Zimmer. Also wirklich nicht sehr viele, oder?

Dadurch verzögerte sich der Umzug der anderen Abteilungen, so dass meine Abteilung nunmehr im Juni diesen Jahres als letztes in das neue tolle moderne Dienstgebäude umziehen konnte. Rechtzeitig zur beginnenden Hitzewelle waren wir also da. Was waren wir erstaunt als wir feststellen durften wie modern unsere Büros sind. Die sind so modern, dass es keine Klimaanlagen gab. Ja sogar für unsere Schulungsräume mit diversen Computern in den Zimmern und Serverräume gab und gibt es keine Klimaanlagen. Diese sind lt. unsere Behördenleitung auch gar nicht nötig. Ebenso ist das betreiben von Geräten zur Klimabeeinflussung (also z.B. Heizlüftern im Winter oder Ventilatoren im Sommer) nicht nur unnötig, sondern auch verboten.

Das fanden einige unserer Server nicht wirklich toll und sind dann regelmäßg zur Mittagszeit ausgefallen. Woran das nur gelegen hat?! Ob es vielleicht an den Temperaturen lag, die morgens schon über 30 Grad betrugen?

Aber unser neues tolles moderne Dienstgebäude hat ja noch mehr tolle Sachen zu bieten. Da wären zum Beispiel unsere Aufzüge, die einem ganz genau sagen, ob die Tür gerade aufgeht oder zugeht, ob der Aufzug gerade nach oben oder unten fährt. Das ganze mag ja gut gemeint sein, aber das dauernde Gebrabbel geht einem ganz schön auf die Nerven. Noch dazu, wo man auch das Gebrabbel der anderen Aufzüge hören muss, die ja alle direkt nebeneinander liegen. So kommt es dann, dass man in einem Aufzug steht dessen Tür sich schließt und man sich aus dem Nebenaufzug anhören muss, dass sich die Türe öffnet.

Als besonders tolle Sache haben wir auch noch Bewegungsmelder, die das Licht in den Fluren und Zimmern automatisch an- und ausstellen. Ebenfalls eine schöne Idee, wenn diese Dinger ja mal korrekt arbeiten würden. Es gab schon einige Kollegen die sich wunderten, weshalb im Büro plötzlich das Licht an- oder ausgeht. Auch gibt es Flure, bei denen die Bewegungsmelder scheinbar ein Eigenleben haben. Man geht den Flur entlang und das Licht geht aus.
Auch unsere neuen Zimmerauszeichungen erfreuen sich großer beliebtheit. Die sind nämlich so einfach zu verstehen, dass sich viele besucher schon dermaßen verirrt haben, dass es entsprechende Beschwerden gab. Seitdem dürfen die Besucher unserer Behörde nicht mehr selbstständzig zu uns in die Zimmer kommen, sondern wir müssen sie beim Pförtner abholen.

Jetzt aber zu etwas anderem. Seit rund drei Monaten arbeitet mein Sachgebiet mit unserer neuen tollen Software, die alles viel viel besser macht. In dieser Zeit sind die Arbeitsrückstände zwar gestiegen und circa 90 % aller Arbeit dauert jetzt um ein vielfaches länger als vorher, aber lt. unserer Behördenleitung ist das ein rein subjektives Empfinden unsererseits.
Ich vermute mal, dass die hunderten Beschwerdebriefe und Emails ebenfalls ein rein subjektives Empfinden unsererseits sind. Auch die fehlerhaften Zahlungen sind vermutlich rein subjektiv. Besonders subjektiv muss unser Empfinden bei den Fällen sein, in denen die neue Software Unterlagen von bereits verstorbenen angefordert hat und mit entsprechenden Konsequenzen bei Nichtvorlage gedroht hat.

Über Simon (139 Artikel)
Mein Name ist Simon Schröder. Ich bin gelernter Versicherungsfachmann und blogge aus Leidenschaft. Möchten auch Sie Ihre Meinung auf Beamtenblog.net an andere weitergeben? Schreiben Sie einen Kommentar. Wir freuen uns auf Sie.

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