Der Beamte als Pflegefall

Die gesicherte und geregelte Pflege

Zugegeben…

Bei der Überschrift Beamte als Pflegefall musste ich schon ein wenig grinsen, da diese doch eher sehr zweideutig zu lesen ist.

Es geht aber um ein durchaus ernst zu nehmendes Thema, was ich hier einmal anschneiden wollte.

Die gesicherte und geregelte Pflege im Alter ist einer der Hauptstützen eines Sozialstaates. Jeder von uns wird einmal in die Situation kommen, dass man nicht mehr so kann, wie man gerne würde. Das Altern in Würde betrifft also jeden von uns. Bei einem Beamten ist es übrigens angeblich auch so, dass sie laut Statistik 17 Jahre älter werden, als ein körperlich hart arbeitender Mensch. Ich denke aber, dass diese Studie auch nicht wirklich aussagekräftig ist.

Immerhin ist es ja schon lange bekannt, dass Menschen im Bürojob weniger gefordert werden, als diejenigen von uns, die beispielsweise als Bauarbeiter tätig sind. Also betrifft diese Aussage nicht nur die Beamten. Einer der besonderen Punkte im Beamtentum ist jedoch die Beihilfe. Hier kann man als Beamter Leistungen erhalten, die etwas ausgeprägter sind. Das kann durchaus hilfreich sein, wenn man auch im hohen Alter noch zuhause bleiben möchte. Problematisch wird es immer nur dann, wenn externe Pflegekräfte mit herangezogen werden müssen.

Thema häusliche Pflege

Der Ratgeber von www.linara.de findet zum Thema häusliche Pflege eine gute und klare Aussage.

Hilfebedürftige Menschen sollten auch zuhause alt werden dürfen. Das sehe ich genauso! Doch woran es meistens scheitert, sind die finanziellen Mittel der Betroffenen. Immerhin ist Pflegepersonal teuer.

Sind Kinder vorhanden, war es früher durchaus üblich, dass diese ihre Eltern bei sich aufgenommen und sich um sie gekümmert haben. Immerhin waren in der Regel die Eltern auch für einen selbst 18 Jahre lang da und haben einem geholfen, wo sie nur konnten.

Der traurige Trend jedoch ist leider genau gegensätzlich. Immer mehr junge Menschen wollen mit dem Älterwerden nichts zu tun haben und geben ihre Eltern in ein Pflege- oder Altersheim. Manch einer meint dies auch nicht böse, da die beruflichen Verpflichtungen und der Alltag oftmals so einschneidend sind, dass man rein zeitlich es auch gar nicht schaffen könnte.

Meines Erachtens sollte aber in jedem Fall vermieden werden, dass man die Eltern in ein Altersheim gibt. Zumindest würde ich es mir für mich selber wünschen wollen, dass ich zuhause alt werden könnte. Sind die Kinder jedoch nicht bereit bei der Pflege zu helfen, oder können sie dies aus Zeitgründen schlichtweg nicht schaffen, muss externes Pflegepersonal mit herangezogen werden.

Die 24 h Betreuung

Wie man auf der Ratgeberseite gut nachlesen kann, ist bei einer Pflegestufe 1 mit Gesamtkosten in Höhe von knapp 1400 € monatlich zu rechnen.

Dies betrifft jedoch nur die 24 h Betreuung und stellt sicherlich nur den Extremfall dar. Oftmals wird nur eine Hilfskraft für die Einkäufe benötigt.

Ist man nach einer Zeit und mit etwas höherem Alter dann soweit eingeschränkt, dass man sich nicht mehr alleine komplett waschen kann, ist auch hier eine kostengünstige Pflegekraft engagierbar. Es geht ja lediglich nur um ein bis zwei Stunden am Tag, und das ist meistens durchaus auch finanzierbar.

Sind die Barmittel jedoch recht knapp, kann es sich auch empfehlen das eigene Haus zu verkaufen und in eine kleine Wohnung zu ziehen. Das daraus resultierende Guthaben ist dann bei der eigenen Pflege gut investiert.

Dieser Artikel stellt keine Rechtsberatung dar. Ich kann keine Garantie oder Gewährleistung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der gemachten Angaben übernehmen. Diese Schilderungen sind reine Erfahrungswerte und beruhen auf meinen persönlichen Erlebnissen und Einschätzungen.

Wie siehst Du das? Ist das Altersheim eine echte und gute Alternative zum eigenen zuhause oder ist dies grundsätzlich eher zu vermeiden?

Alles Liebe
euer Simon

Bildquellen
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Über Simon (139 Artikel)
Mein Name ist Simon Schröder. Ich bin gelernter Versicherungsfachmann und blogge aus Leidenschaft. Möchten auch Sie Ihre Meinung auf Beamtenblog.net an andere weitergeben? Schreiben Sie einen Kommentar. Wir freuen uns auf Sie.

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