Entwicklungen bei Gold

Edelmetalle im Fokus

Gold gilt als das Edelmetall überhaupt; nicht nur als Schmuck sondern vor allem bei der Geldanlage. Dabei sind auch hervorragende Anlagemöglichkeiten bei Silber, Platin oder Palladium vorhanden. Wer nach interessanten Produkten für sein Portfolio sucht, wird um einen Edelmetallmix nicht mehr herumkommen.

Gold

Gold

Der Goldpreis entscheidet darüber, für welchen Kurs ein Kunde Münzen oder Goldbarren oder Goldprodukte, wie ETFs, kaufen und verkaufen kann. Nach wie vor erscheint physisches Gold in Form von Münzen oder Barren zur Absicherung eines Vermögens gerade dann geeignet, wenn ein Investor eine Krise erwartet. Eine Feinunze besteht aus 31 Gramm reinen Goldes. 33.000 Feinunzen ergeben somit eine Tonne Gold.

Bei einer Anlage finanzieller Mittel in Gold liegt der Wunsch des Anlegers nach einer krisenfesten und inflationssicheren Investition zugrunde. Allerdings sind die zu erwartenden Renditen derzeit als gering einzuschätzen. In den letzten Jahren stieg der Goldpreis infolge hoher Nachfrage stark an, fiel aber zuletzt wieder ganz massiv.

Gold kommt zurück nach Deutschland

Nach einer Rüge des Bundesrechnungshofes teilte die Deutsche Bundesbank mit, sie wolle jährlich 50 Tonnen Gold aus New York nach Frankfurt holen. Nach einer Pressemitteilung soll bis 2020 etwa die Hälfte der deutschen Auslands-Goldbestände nach Frankfurt geholt werden. Dies entspricht einer Menge von 674 Tonnen Gold alleine aus den USA und Frankreich. Der Auslands-Goldbestand in Frankreich soll dabei vollständig aufgelöst werden.

Das komplette Zurückholen aus Frankreich erfolge, weil aufgrund des Euros als gemeinsame Währung, in Frankreich keine Devisen gehalten werden müssten. Dennoch bleibt die Tatsache, dass immer mehr Länder ihr im Ausland gelagertes Gold “nach Hause” holen, häufig rätselhaft. Besteht hier Misstrauen gegenüber Auslands-Goldbeständen? Oder droht doch der Zerfall des Euro?

Eindecken der Notenbanken mit Gold

Der gegenwärtig niedrige Goldpreis veranlasste die Notenbanken von Ländern wie der Türkei, Russlands, Kasachstans oder Aserbaidschans, sich mit Gold einzudecken. Dabei kaufte alleine die Türkei, so eine Mitteilung an den Internationalen Währungsfonds – IWF, 720.000 Feinunzen. Die Türkei steigerte ihre Goldreserven mittlerweile von 9,3 Millionen auf 14,9 Millionen Feinunzen. Aserbaidschan steigerte die eigenen Reserven um circa 65.000 auf insgesamt 320.000 Feinunzen. Kasachstan stockte seine Goldvorräte auf über 4,2 Millionen Feinunzen auf.

Die Rolle Russlands

Nach Informationen des IWF hat Russland 2014 in starkem Maße Gold dazu gekauft. Dabei zählt Russland ohnehin schon weltweit zu den größten Goldbesitzern. Dessen Goldreserven wurden mittlerweile auf 32,2 Millionen Feinunzen aufgestockt. Aktuell gebe es jedoch Gerüchte, dass Russland sein Gold wieder verkaufe. Staatschef Putin müsse zu dieser Maßnahme greifen, da der Rubel ins bodenlose gefallen ist und der Ölpreis ebenfalls massiv nachgegeben hat. Allerdings wurden diese Gerüchte nicht von offizieller Seite bestätigt. Anderen Quellen zufolge würde Russland weiter Monat für Monat Gold hinzukaufen. Sogar Öl oder Gas würden von Russland gegen Gold geliefert.

Die Rolle Chinas

China ist mittlerweile zum größten Goldförderer der Welt aufgestiegen. Hier werden jährlich über 400 Tonnen des Edelmetalls produziert. Zusätzlich hatte China schon im Jahr 2013 eine führende Stellung bei den Gold importierenden Nationen eingenommen. Die “Shanghai Gold Exchange” wird als Handelsplatz für Gold zunehmend an Bedeutung gewinnen. Das Wachstum Chinas wird daher in den nächsten Jahren ein entscheidender Faktor für den Goldpreis, aber auch für andere Rohstoffe, sein. Allerdings rechnen viele Wirtschaftsforscher damit, dass die Zeiten hohen Wirtschaftswachstums in China erst einmal vorbei sind. Die bislang hohe Nachfrage Chinas nach Rohstoffen und damit auch nach Gold wird stark zurückgehen und nicht mehr als Stütze für Rohstoffpreise dienen.


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Goldpreis – Eine Prognose

Eine zuverlässige Prognose über die weitere Entwicklung des Goldpreises ist nur schwer möglich. Feststellbar ist jedoch, dass die aktuelle Goldpreisentwicklung sehr stark an die Kursentwicklung des US-Dollars gekoppelt ist. Der Goldpreis ist in den letzten Monaten sehr stark gefallen.

Verschiedene Experten rechnen für 2015 mit einem weiteren Rückgang des Goldpreises. Sowohl ein stärker werdender Dollar, aber auch Zinserhöhungen in den USA können die Goldnachfrage beeinflussen. Darunter leidet die Attraktivität von Gold. Obwohl Russland bislang zu den größten Käufern von Gold gehörte, könnte auch die dortige, gegenwärtige Situation (Verfall des Rubels, Rückgang des Ölpreises) dazu führen, dass das Riesenreich seine Goldbestände wieder verringern werden muss. Die Folge wäre ein weiterer Rückgang des Goldpreises.

Welche Alternativen zu Gold gibt es?

Silber

Silber gilt als “kleiner Bruder von Gold”. Dieses Edelmetall kommt in der Natur zwanzig Mal häufiger vor wie Gold. Jährlich werden etwa 20.000 Tonnen Silber gewonnen. Allerdings ist zu befürchten, dass die Ressourcen allmählich zur Neige gehen, wobei recyceltes Silber mengenmäßig gestiegen ist. Die derzeit bestehenden Vorkommen können die Nachfrage voraussichtlich nur noch für zehn bis zwanzig Jahre decken. Aufgrund der sehr hohen Nachfrage der Industrie nach Silber kann davon ausgegangen werden, dass der Silberpreis ansteigen wird, je weiter sich Ressourcen dem Ende nähern. Silber ist in vielen Bereichen der Industrie unverzichtbar geworden und dessen physikalische Eigenschaften machen es für eine industrielle Verwendung sehr beliebt.

Platin

Platin gilt als wertvollstes Edelmetall der Welt. Es ist sogar seltener und schwerer wie Gold. Jährlich werden etwa 20.000 Tonnen Silber, aber nur 200 Tonnen Platin gewonnen. Das Edelmetall wird hauptsächlich in Südafrika abgebaut. Der hohe Platin-Preis kommt allerdings dadurch zustande, dass Platin einen langwierigen und komplizierten Veredelungsprozess erfordert.

Da Platin einen hohen Eigenwert besitzt, ist es ebenfalls für Krisenzeiten geeignet. Problematisch ist allerdings, dass das Edelmetall nur selten bzw. gar nicht angeboten wird. Stückelungen oder gar Platin-Münzen sind kaum erhältlich. Die Einsatzbereiche für Platin sind jedoch groß. Die Nutzung erfolgt hauptsächlich in der Chemie- oder Elektroindustrie sowie der Katalysatortechnik der Automobilindustrie. Wesentlicher Faktor für die Entwicklung des Platinpreises ist folglich die Automobilindustrie.

Palladium

Palladium wurde erst 1803 entdeckt. Der Palladiumpreis wurde zunächst auf das Fünfeinhalbfache des Goldpreises festgelegt. Während der Preis für Palladium zunächst extrem hoch war, fiel er massiv nach dem Ersten Weltkrieg und beträgt heute etwa zwei Drittel des Preises für Gold. Die Eigenschaften von Palladium sind ähnlich wie die von Platin. Die Industrie setzt Palladium auch in ähnlichen Bereichen ein wie Platin. Dazu zählen Medizin, Elektroindustrie und Automobilindustrie, wo es hauptsächlich auch für Katalysatoren verwendet wird. Weiterhin ist es möglich Palladium synthetisch aus Nickelerzen beziehungsweise Kupfererzen herzustellen. Jedoch wird die Nachfrage nach Palladium das Angebot in den nächsten Jahren übersteigen.

Fazit

Der Rückgang des Goldpreises hat auch anderen Rohstoffen starke Einbrüche beschert. Jedoch sind die Einbrüche bei verschiedenen Edelmetallen unangebracht. Anleger sollten sich nicht durch Kursbewegungen irritieren lassen. Aktuelle Kurseinbrüche könnten sich sogar als große Chance für Investoren herausstellen. Haben Sie ein Auge auf alternative Edelmetalle.

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Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net Simone Voigt

Über Simon (139 Artikel)
Mein Name ist Simon Schröder. Ich bin gelernter Versicherungsfachmann und blogge aus Leidenschaft. Möchten auch Sie Ihre Meinung auf Beamtenblog.net an andere weitergeben? Schreiben Sie einen Kommentar. Wir freuen uns auf Sie.

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