Glücksspiele bringen Geld in Kassen von Kommunen

Glücksspiel | © panthermedia.net /welcomia Glücksspiel | © panthermedia.net /welcomia

Glücksspiele sind in Deutschland – genau wie in den meisten anderen Ländern in Europa – streng reguliert. Allgemein gilt das sogenannte Glücksspielmonopol des Staates, all solche Spiele müssen also durch die zuständigen Behörden mit einer Lizenz versehen werden. Da diese Lizenzen in Deutschland von den einzelnen Bundesländern vergeben werden, soll die Vergleichbarkeit der entsprechenden Regelungen durch den Glücksspielstaatsvertrag geregelt werden.

Um dessen Neufassung gab es jedoch in den vergangenen Jahren immer wieder Streit, die Regierung von Schleswig-Holstein sorgte im Jahr 2017 sogar dafür, dass es nicht zu einer geplanten Neufassung kommen konnte. Mit diesen neuen Regeln sollten vor allem die immer zahlreicheren Online Casinos sowie andere Portale für Glücksspiele im Internet reguliert werden. Diese kämpfen heute bereits auf dem deutschen Markt um Kunden, obwohl sie in der Regel nicht über eine Lizenz der deutschen Behörden verfügen. Stattdessen berufen sich die meisten Online Casinos auf eine in der EU ausgestellte Lizenz, mit deren Hilfe sie in der gesamten EU agieren.

Viele Alternativen im Internet

Aus der Sicht von Spielern ist das enorme Angebot von Online Casinos natürlich ein großer Vorteil. Dort ist es nicht nur möglich, seine Einsätze ganz bequem von zu Hause oder sogar von unterwegs aus zu platzieren. Darüber hinaus bieten Online Casinos ihren Kunden oft eine große Zahl von ganz unterschiedlichen Spielen aus allen Bereichen. Diese Titel sollen für möglichst hohe Umsätze sorgen, die durch verschiedene Boni und Aktionen noch weiter angekurbelt werden.

Wer in einem Casino online als Kunde registriert ist, sollte also immer wieder darauf achten, ob man mit einer Einzahlung Anrecht auf einen zusätzlichen Bonus hat oder Freispiele für einen bestimmten Online Slot erhalten kann. Solche Gutschriften sorgen dafür, dass das eigene Guthaben immer wieder ein wenig steigt, zudem lassen sich damit Gewinne ganz ohne Risiko erzielen. Der große Konkurrenzkampf der einzelnen Betreiber sorgt zudem immer wieder für innovative Aktionen.

Einnahmen in Deutschland

Würfel liegen auf Geldscheinen | © panthermedia.net /Lev Dolgachov

Würfel liegen auf Geldscheinen | © panthermedia.net /Lev Dolgachov

Das staatliche Monopol auf Glücksspiele hat über viele Jahre hinweg für hohe Einnahmen des Staats gesorgt. Was für die Spieler nicht unbedingt von Vorteil ist, ist für die jeweiligen Behörden also sehr positiv. Vor allem auf kommunaler Ebene sorgt das Glücksspiel für volle Kassen. Eine Studie der Branche hat zum Beispiel gezeigt, dass allein im Jahr 2017 die Bruttoerlöse an den mehr als 250.000 Geldspielgeräten in ganz Deutschland bei über 7,1 Milliarden Euro lagen.

Das wiederum führte zu Steuern in Höhe von 1,8 Milliarden Euro, die sich auf Umsatz-, Gewerbe- und Vergnügungssteuer verteilten. Zu diesen Beträgen kommen die Steuern und Sozialabgaben, die die Hersteller solcher Geräte in Deutschland bezahlen. Dabei kommen weitere 700 Millionen Euro zusammen. Alles in allem sorgt die Branche also für eine Steuerkraft, vor allem bei den Kommunen, denen ein großer Teil dieser Beträge zugute kommt.

Kritik an Regelungen für das Internet

Neben Angaben über die hohen Einnahmen, die gerade die Städte und Gemeinden in Deutschland durch das Glücksspiel erzielen, gab es in der Studie jedoch auch Kritik zu den rechtlichen Rahmenbedingungen. Diese seien noch immer nicht an die Entwicklung des Marktes angepasst worden, sodass es nur wenige Regelungen zu Glücksspielen im Internet gibt.

Ob die Steuereinnahmen auf der Ebene der Kommunen auch in den kommenden Jahren weiterhin sprudeln, lässt sich daher bezweifeln. Für die Vertreter der Städte und Gemeinden ist das keine gute Situation, schließlich haben sie keinen direkten Einfluss auf die Vergabe von Lizenzen an Portale für Glücksspiele im Internet. Zugleich müssen sie unter den Folgen einer mangelhaften rechtlichen Ausgestaltung leiden. Im schlimmsten Fall brechen die bisherigen Einnahmen sogar innerhalb kürzester Zeit deutlich ein, sodass es nicht leicht ist, einen Ersatz für das fehlende Geld in den Haushalten vor Ort zu finden.

Über Simon (143 Artikel)
Mein Name ist Simon Schröder. Ich bin gelernter Versicherungsfachmann und blogge aus Leidenschaft. Möchten auch Sie Ihre Meinung auf Beamtenblog.net an andere weitergeben? Schreiben Sie einen Kommentar. Wir freuen uns auf Sie.

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