Postbank ade: Mit was müssen die Kunden rechnen?

Im Zuge der aktuellen griechischen Anleihen stieg auch der Verlust der Postbank in Millionenhöhe. Die Gesamtbelastung bewegt sich derzeit bei mehreren 100 Millionen Euro. Bereits im dritten Quartal stiegen die Anleihen der Postbank um 341 Millionen Euro. Dies machte sich in einem Vorsteuerverlust von 132 Millionen Euro bemerkbar. Wobei sich die Postbank im vergangenen Jahr noch auf der Gewinnspur befand, droht diese Position jetzt zu kippen. Was bedeutet dies für die Privatkunden? Ist eine denkbare Krise oder gar einer Bankenpleite denkbar? Wer steckt hinter den eigentlichen Problemen?

Postbank

Die Postbank auf dem Prüfstand

Bereits zum Ende des vergangenen Jahres stand die Postbank auf dem Prüfstand. Laut des Managermagazins plante der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Strategiechef Stefan Krause, einen neuen Weg gemeinsam zu gehen. Mit der Forderung konkreter Zeitpläne und Finanzziele ging es in einen aktualisierten Plan, der seine Umsetzung bereits im März erwartete. Eine Hauptversammlung folgt am 21. Mai 2015. An diesem Stichtag sollen die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert werden. Der eigentliche Hintergrund für eine Neustrukturierung bildet die schwache, finanzielle Entwicklung der Bank und die schwächelnde Deutsche Bank.


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Die Pläne und finanziellen Ziele wurden nicht erreicht

Die ersten Ziele, die Anshu Jain und Jürgen Fitschen bereits unter dem Titel »2015+« präsentierten, mussten bereits abgespeckt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt bewerten die Führungskräfte die einstigen Ziele als nur schwer erreichbar. Auch die Aktienkurse haben sich schlechter entwickelt als erwartet. Internetspekulationen zufolge ist ein Verkauf der Postbank denkbar. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Postbank laut eigener Aussage auf dem Höhepunkt der Schuldenkrise angekommen. Das Schlimmste sei überstanden und der Blick geht positiv nach vorn.

Drastische Wende vor wenigen Wochen

Vor einigen Wochen kam es schlussendlich zur bisher drastischste Kehrtwende im Zuge der letzten sieben Jahre. Die Deutsche Bank löst sich von entscheidenden Teilen der Postbank, um den eigenen Konzern profitabler werden zu lassen. In diesem Zusammenhang ist es denkbar, dass Postbank Aktien deplatziert oder verkauft werden.

Deutsche Bank Krise

Der harte Schrumpfkurs der Deutschen Bank

Hintergrund dieser Aktion ist der harte Schrumpfkurs der Deutschen Bank. Dies teilte wiederum der Dax Konzern in einer Sondersitzung des Aufsichtsrats mit. Der aktuelle Anteil von 94,1 % soll auf 50 % heruntergefahren werden. Diese Reduktion hat einen erheblichen Einfluss auf das Investmentbanking. Die Gewerkschaft Verdi sieht in dieser Trennung eine Chance für die Postbank, diese könne fortan kundenorientierter arbeiten und an die ordentlichen Prognosen der letzten Wochen anknüpfen. Die Deutsche Bank plant in diesem Zusammenhang eine vollständige Umgestaltung der aktuellen Betriebsmodelle. Diese Umgestaltung setzt sich auch im Aufsichtsrat sowie in den Führungsstrukturen durch, um die Effizienz des Unternehmens entscheidend zu steigern und vermehrt in die Digitalisierung des Marktes zu investieren.

Die Zukunft der Deutschen Bank als Universalbank oder Privatkundengeschäft?

Derzeit ungeklärt ist die Frage, ob eine Zukunft als Universalbank denkbar ist oder ob das Kreditinstitut ab sofort als Privatkundengeschäft arbeitet. Die Schwächen der Deutschen Bank sind bereits seit Jahren kein Geheimnis mehr. So werden Milliarden Euro in Rechtsstreitigkeiten ausgegeben, wie zum Beispiel kürzlich aufgrund der Manipulation des Zinssatzes. Diese Manipulation zog eine Zahlung von 2,3 Milliarden Euro an Libor nach sich. Auch wenn die Postbank erst 2010 übernommen wurde, kann der Verkauf neue Zukunftsaussichten festigen und für beide Unternehmen eine neue Chance bedeuten.

Bankenkrise

Was kommt auf Privatkunden der Postbank zu?

Privatkunden müssen sich im Zuge dieser Umstrukturierung keinerlei Gedanken machen, denn über die gesetzliche und freiwillige Einlagensicherung ist Ihr Vermögen allumfassend geschützt. Darüber hinaus ist die Postbank im Bundesverband deutscher Banken angeschlossen. Dies garantiert wiederum jedem Kunden den gesetzlichen Anspruch auf Entschädigung. Die Sicherungsgrenze greift bei einem Guthaben von 30 % des Eigenkapitals.

Fazit

  • Die Deutsche Bank wird sich schlussendlich von einem Großteil ihrer Anteile an der Postbank trennen, um die firmeninterne Wirtschaftlichkeit zu verbessern.
  • Die Gewerkschaft Verdi sieht in dieser Abspaltung eine neue Chance für die Postbank, kundenorientierter und profitabler zu arbeiten.
  • Privatkunden müssen keinerlei Veränderungen befürchten.

Darüber hinaus schützen die gesetzliche und die freiwillige Einlagensicherung das private Vermögens. Einzig und allein auf dem Aktienmarkt werden sich einschneidende Veränderungen ergeben, die es in den kommenden Monaten zu beachten gilt. Für die Deutsche Bank liegt die Zukunft in einer drastischen Umstrukturierung der eigenen Führungsstrukturen.

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Links zur weiterführenden Information

http://www.wiwo.de/themen/Postbank
http://www.handelsblatt.com/politik/international/griechenland-krise-postbank-rechnet-mit-hohen-abschlaegen-bei-staatsanleihen/4733330-3.html
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/trennung-von-der-postbank-harte-schrumpfkur-fuer-die-deutsche-bank-1.2452372

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net /mikewaters
Bild in Artikelmitte: © panthermedia.net /Thomas Uhlenberg
Bild am Artikelende: © panthermedia.net /Luca Bertolli

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