Psychischer Stress im Job kann krank machen

Frührente Frührente
Frührente

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Viele Arbeitnehmer gehen deshalb in die Frührente, weil sie mit dem Psychostress am Arbeitsplatz nicht mehr zu Recht kommen können und weil er sie schlicht und einfach krankmacht. Im letzten Jahr waren es bereits über 75.000 Arbeitnehmern, die wegen unterschiedlicher psychischen Erkrankungen eine Frührente beantragt haben mussten. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die Ernsthaftigkeit der Lage erkannt und die Bundesregierung dazu aufgefordert, eine Stress-Offensive am Arbeitsplatz zu starten.

Tendenz steigend

Im Jahr 2012 sind 75.000 Menschen aufgrund psychischer Erkrankungen in die Frührente gegangen – es sind 25.000 mehr als noch vor zehn Jahren. Das hat eine Studie der Bundespsychotherapeutenkammer ergeben. Diese Institution hat alle Statistiken der Kranken- und Rentenversicherungen, die Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentung betreffen, für das Jahr 2012 inspiziert und ausgewertet. Das Durchschnittsalter der Frührentner, die ihre Arbeitsstelle wegen psychischer Belastung frühzeitig verlassen mussten, liegt bei 49 Jahren. Mehr als ein Viertel der betroffenen wird als arm eingestuft. Die Höhe der Erwerbsminderungsrente beträgt derzeit rund 600 Euro. Diese niedrige Summe bedeutet für viele der Frührentner, dass sie sozial geoutet und abgeschrieben werden. Eine bessere Behandlung, Therapiemaßnahmen oder verschiedene Trainings könnten dagegen helfen, dass die Kranken wieder zurück ins Arbeitsleben finden könnten.

Jeder zweite Frührentner davon betroffen

[sws_highlight hlcolor=”fbfac7″] Die Studie der Bundespsychotherapeutenkammer hat bewiesen, dass psychische Erkrankungen der Grund für rund 42 Prozent der vorzeitig aus dem Job scheiterten Arbeitnehmern ist. Das bedeutet, dass fast jeder Zweite in die Frührente geht, weil er dem Psychostress am Arbeitsplatz nicht mehr gewachsen ist. [/sws_highlight] Seit 2001 hat vor allem die Zahl der bei den Arbeitnehmern diagnostizierten Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen sowie Depressionen stark zugenommen.

Die Gewerkschaften schlagen Alarm

Für den DGB sind die Ergebnisse der Studie eindeutig und zeigen in erster Linie, dass die Beschäftigten nicht auf einmal weniger belastbar geworden sind, sondern dass der Stress am Arbeitsplatz im Laufe der Jahre enorm gewachsen ist. Laut DGB-Vorstandsmitglieds Annelie Buntenbach muss „zwei Drittel der Beschäftigten immer mehr in der gleichen Zeit leisten, mehr als die Hälfte arbeitet gehetzt und mehr als ein Viertel muss permanent erreichbar sein.”  Laut Buntenbach beschäftigen sich immer noch zu wenig Arbeitgeber mit diesem Problem.

Konkrete Regeln am Arbeitsplatz könnten helfen

An jedem Arbeitsplatz ist alles gesetzlich geregelt. Es ist vorgeschrieben, wie laut, hell oder dunkel es sein darf, aber keine Regelungen betreffen die psychischen Erkrankungen. Etwa 70 Prozent der Unternehmen können die geltenden Vorschriften, die laut Arbeitsschutzgesetz die psychischen Erkrankungen verhindern beziehungsweise reduzieren sollen, nicht richtig umsetzen. Es sind etwa nur neun Prozent der Beschäftigten, bei denen beim Arbeits-Check auch die psychischen Belastungen am Arbeitsplatz berücksichtigt wurden.

Immer mehr Menschen gehen wegen psychischer Erkrankungen in Frührente.

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Artikelbild: ©panthermedia.net Christian Müringer

 

Über Dariusz Strenziok (36 Artikel)
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