So sparen Eltern steuern: Anlage Kind

In der Steuererklärung spielen Kinder eine entscheidende Rolle und lassen die eigenen Abgaben maßgeblich sinken, vorausgesetzt Sie machen in der Steuererklärung die richtigen Angaben. Mit jeder Steuererklärung in jedem Jahr ergeben sich Neuerungen, die neue Sparmöglichkeiten bergen. So ergeben sich auch hinsichtlich der Anlagen in der Steuererklärung entscheidende Veränderungen. Wir werfen einen Blick auf die Anlage Kind in der Steuererklärung.

Steuern sparen

Die finanzielle Belastung von Familien

Jede Familie weiß, was es heißt, mit höheren Ausgaben den Alltag zu meistern. So ist sinnvoll, sich auf die Staatskasse zu berufen, um eine angemessene Entschädigung zu erhalten. Doch ohne einige Tricks und Kniffe bleibt Ihnen eine Minderung im Hinblick auf die Steuerzahlung verwehrt. In einem ersten Punkt ist auf die fristgerechte Abgabe der Steuererklärung hinzuweisen. Andernfalls kann es zu Säumniszuschlägen kommen. Jeder Familie, in der Kinder leben, stehen nicht nur Zuschüsse zu, sondern auch konkrete Steuererleichterungen. In diesem Zusammenhang ist vor allem auf das Kindergeld zu verweisen.


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Das Kindergeld und Kinderfreibetrag in der Steuererklärung

Die Höhe des monatlichen Kindergelds verhält sich unabhängig von dem Einkommen der Eltern. So hat der Schwerverdiener das gleiche Kindergeld wie ein Elternteil, das auf Sozialleistungen angewiesen ist.

Der jeweilige Freibetrag lässt sich von dem zu versteuernden Einkommen abziehen und mindert in der Folge die jeweilige Steuerlast. Der Kinderfreibetrag lässt sich wiederum in den Betreuungsfreibetrag und Kinderfreibetrag untergliedern.

Kindergeld Anspruch und Ausbildungskosten

Haben Sie ein Kind, stehen Ihnen jährlich 2208 € Kindergeld zu. Keine Sorge: Das Finanzamt greift Ihnen unter die Arme und prüft automatisch, welche Veranlagung sich im Hinblick auf den Freibetrag für die Eltern am günstigsten auswirkt. Auch wenn das Kindergeld vornehmlich für Minderjährige vorgesehen ist, zahlt die Familienkasse in einigen Fällen bis zum 25. Lebensjahr. Gerade wenn Ihr Kind ein Studium oder eine Ausbildung absolviert, hat es in der zweiten Lebensphase in der Ausbildung, ein Anrecht auf Kindergeld. Achtung: “Faulenzer” verlieren den Anspruch auf das Kindergeld.

Betreuungskosten vollständig absetzen?

Sie sind auf fremde Kinderbetreuung angewiesen, um Ihrer beruflichen Tätigkeit nachzugehen? Gute Nachrichten: Sie können diesen Aufwendungen steuerlich geltend machen. Im Prinzip lassen sich alle Kosten, die Sie in direkten Zusammenhang zur Familie und der Betreuung stellen auch steuerlich geltend machen. Es handelt sich dabei auch um die Krankenkasse, die Pflegeversicherung sowie alle damit zusammenhängenden Sonderausgaben. Haben Sie zum Beispiel eine private Zusatzversicherung für Ihr Kind abgeschlossen, ist diese bei der Steuererklärung anzugeben.

Anlage Kind

Betreuungskosten steuerlich geltend machen

Die Angabe der Kinderbetreuung in der Steuererklärung war bislang etwas kompliziert. So akzeptierte das Finanzamt bislang die Betreuungskosten nur im Hinblick auf die Werbungskosten für Kinder bis 14 Jahre – unter der Voraussetzung, dass beide Elternteile aufgrund Ihres Jobs, das Kind nicht betreuen konnten.

Darüber hinaus ist es nun möglich, einen maximalen Betrag von 4000 € bzw. zwei Drittel der Gesamtkosten steuerlich anzurechnen. Seit 2012 werden dann die Betreuungskosten bedingungslos anerkannt. Zahlen Sie für Ihr Kind Schulgeld und haben es an einer privaten Schule angemeldet, können Sie 30 % der damit zusammenhängenden Kosten in der Steuererklärung als Sonderausgaben geltend machen. In diesem Zusammenhang greift eine Maximalgrenze von 5000 € im Jahr.

Ausbildungskosten als Sonderbelastungen angeben

Geht Ihr Kind aus dem elterlichen Haus in “die weite Welt”, um zu studieren, sind diese Kosten in die Steuererklärung einzubinden. In diesem Fall muss eine externe Rechnung über den Wohnsitz und die damit verbundenen Kosten eingereicht werden. Bedenken Sie, dass ein Sportverein oder die Musikschule nicht als staatlich anerkannte Weiterbildung gelten, da es hier nicht zu einem anerkannten Abschluss kommt.

Verlässt Ihr Kind aufgrund einer Ausbildung das elterliche Haus, kommt der Ausbildungsfreibetrag zur Ansprache. Hier galten jährlich 924 €. In diesem Zusammenhang stand bisher jedoch die Voraussetzung, dass Ihr Kind immernoch Kindergeldanspruch hat. Verdient das eigene Kind im Jahr mehr als 2772 €, geht auch dieser Freibetrag verloren. Diese Regelung hat 2012 ebenfalls eine Änderung erfahren, so machen Eltern fortan diese außergewöhnlichen Belastungen in Form von Unterhaltszahlungen geltend.

Fazit

Als Elternteil ist es auf jeden Fall sinnvoll, sich vor der Steuererklärung über die einzelnen Kinderfreibeträge, das Kindergeld und die Abschreibungen kundig zu machen. Im Endeffekt geht es um Ihre Steuerrückzahlung und eine erhebliche Erleichterung des familiären, finanziellen Budgets. Unterhaltszahlungen, Ausbildung außerhalb des Wohnortes sowie außergewöhnliche Belastungen können bei der nächsten Steuererklärung geltend gemacht werden und werden vom Finanzamt fortan bedingungslos akzeptiert.

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Links zur weiterführenden Information

http://www.steuertipps.de/steuererklaerung-finanzamt/themen/anlage-kind
http://www.bz-berlin.de/ratgeber/steuer/anlage-kind-freibetraege-fuer-jedes-kind
http://www.steuern.de/steuererklaerung-anlage-kind.html

Bildquellen
Artikelbild: © panthermedia.net /kzenon
Bild in der Artikelmitte: © panthermedia.net /Heiko Küverling

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