Sparbuch als sicherste Anlageform?

Ist ein Sparbuch sicher? Ist ein Sparbuch sicher?
Ist ein Sparbuch sicher?

Ist ein Sparbuch sicher?

In den momentanen Zeiten von großen und unberechenbaren Schwankungen und undurchsichtigen Spekulationen an den Wertpapierbörsen zieht es immer mehr Anleger zu den sicheren Geldanlagen in Form der herkömmlichen Spareinlagen.

Zu solchen traditionellen und sicheren Geldanlagen gehört das Sparbuch, bei dem sich aber die Frage stellt, ob es eine wirklich so sichere und attraktive Sparform ist, dass sie die anderen Varianten ersetzen kann. So hat eine gerade erst erstellte Forsa Umfrage ergeben, dass nicht mal mehr ein Drittel der deutschen Bundesbürger, das Sparbuch als sichere Geldanlage sehen.

Es fällt dabei weit hinter die Immobilie und das Gold zurück, was vor allem auch mit den jüngsten Ereignissen auf Zypern zu tun hat. Dort wurde beschlossen, dass zur Bewältigung der Eurokrise auch private Anlagen auf Spareinlagen beschlagnahmt werden sollen. Abgesehen von diesen politischen Auswirkungen auf die Meinung zum Sparbuch, gehört es dennoch zu den sichersten Anlageformen, wobei hier immer auch die Wechselwirkung zwischen Ertrag, Verfügbarkeit und Sicherheit im Rahmen des magischen Dreiecks der Geldanlage betrachten muss.

PlusMinus Sparbuch 2007

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Die Sicherheit hemmt den Ertrag

Das Sparbuch ist in seiner Funktion als traditionelle Spareinlage an die gesetzlichen Regelungen des Einlagensicherungsfonds gebunden.

Das bedeutet, dass jede Bank, die solche Spareinlagen anbietet, in diesen Fonds einzahlen muss, der dann als Sicherheit für die Sparkonten dient. Bis zu gesetzlich vorgeschriebenen Summen diese sind abgesichert.

Somit muss sich kein Anleger Sorgen um sein angelegtes Geld machen. Das schon angesprochene magische Dreieck äußert sich in diesem Falle so, dass der Anleger diese hohe Sicherheit mit der Rendite bezahlt und lediglich einen sehr geringen Zinssatz für seine Geldanlage in Form eines Sparbuches erhält. Bessere Erträge gäbe es schon bei Spareinlagen wie dem Tagesgeld oder dem Festgeld, die aber längst nicht an die Renditechancen des Wertpapiermarktes herankommen, aber auch nicht an dessen Risiko.

Das vergessene Sparbuch

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Rendite ohne Chance gegen die Inflation

Das Sparbuch ist also auf jeden Fall eine sichere Anlage, wenn es darum geht, keine Verluste zu machen und keine Angst um das Sparguthaben haben zu müssen (durch die Inflationsrate, die 2011 immerhin 2,3% betrug, verliert das Angesparte jedoch jährlich an Wert, da die durchschnittliche Rendite eines Sparbuches unter 1% p.a. liegt.

Bedeutet, dass obwohl ein Sparbuch als sichere Anlageform beworben wird, dennoch reale Verluste von circa 1-2% durch den mangelnden Inflationsausgleich entstehen). Man darf bei einer Geldanlage aber auch nicht außer Acht lassen, welchen Zweck man damit verbindet. Setzt man den Zinssatz in Relation zu der jährlich zu erwartenden Inflation, wird das Sparbuch auf Dauer doch zum Verlustgeschäft, weil die Geldentwertung größer ist als die erwirtschafteten Zinsen. Gleichzeitig muss man berücksichtigen, dass nur bis zu einem bestimmten Freibetrag die Zinserträge steuerfrei sind, sodass ab bestimmten Erträgen der Zinssatz durch die abzuführende Abgeltungssteuer nochmals minimiert wird.

Das Sparbuch ist also eine sichere Anlageform, weil man vor Kursverlusten und der Insolvenz der Banken geschützt ist. Gleichzeitig birgt das Sparbuch aber die Gefahr, dass eine zu niedrige und unter der Inflation liegende Verzinsung auf eine lange Laufzeit gesehen dennoch zum Verlustgeschäft wird. 

[sws_green_box box_size=”585″]Das führt vielleicht auch dazu, dass bei der Forsa Umfrage lediglich 28 % von einer sicheren Geldanlage sprechen und Immobilie und Gold bevorzugen. Die Sicherheit des Sparbuches sollte man daher für sich nutzen, aber nur für kurzfristige Geldanlagen oder zum Parken von Geldern, die für Notfälle jederzeit als Liquiditätsreserve verfügbar sein müssen. [/sws_green_box]

Für langfristige Anlagen, beispielsweise zum Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge, sollte man dagegen auf andere Geldanlagen zurückgreifen, die eine höhere Rendite und möglichst auch noch steuerliche Vorteile bieten.

Artikelbild Oben: ©panthermedia.net Günter Slabihoud

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