Streit um das Geld für Alleinerziehende

Laut Aussage der ARD herrscht derzeit ein reger Streit um die Höhe der Leistungen für Alleinerziehende. Gerade nach einer Trennung kommt einem Elternteil zumeist der überwiegende Part der Erziehung zu. Über eine Erhöhung des Kindergeldes sollte man diesen erschwerten Bedingungen gerecht werden und Alleinerziehenden eine optimale Basis für ein harmonisches Familienleben bieten. Wie steht es um die Unterstützung auf bundesweiter Ebene?

Alleinerziehende

Die Forderungen der Familienministerin für Alleinerziehende

Manuela Schwesig – unsere Familienministerin – ist sich bewusst, dass gerade den Familien in Deutschland nichts geschenkt wird und kämpft fortan für die Erhöhung von Kindergeld und Freibeträgen. Gerade der Kinderzuschlag soll um weitere 20 € angehoben werden. Dieser Zuschlag soll Familien vor dem Abrutschen ins Hartz IV System schützen. Darüber hinaus fordert die Familienministerin eine steuerliche Entlastung für alle Alleinerziehende. Sie bewertet diese spezifischen Familienmodelle, als besonders leistungsfähig.

Jeder Alleinerziehende, der auch arbeiten geht, zahlt Steuern und sollte gerade im Hinblick auf die Ausgaben entlastet werden. Auch wenn die allgemeine Entlastung von Alleinerziehenden bereits im Koalitionsvertrag besprochen und vereinbart worden ist, steht diese Entscheidung noch unter Finanzierungsvorbehalt. Es geht dem Bund um die eigene schwarze Null, die mit dieser Investition nicht auf Spiel gesetzt werden sollte.

Folgt eine steuerliche Entlastung für alleinerziehende Mütter und Väter?

Möchte die Familienministerin eine steuerliche Entlastung für Alleinerziehende erreichen, muss das Geld an anderer Stelle eingespart werden. Schwesig spricht von einem realisierbaren Vorhaben, denn bereits 100 Millionen Euro würden eine merkliche Verbesserung erwirken. Franziska Brantner von den Grünen geht einen Schritt weiter und fordert eine Weiterführung der familiären Verbesserungsvorschläge gerade für die Personen, die in alleiniger Verantwortung Kinder erziehen.

Erziehungsgeld

In diesem Zusammenhang ist davon die Rede, endlich mehr für alle Alleinerziehenden zu tun. Wie wäre es mit einer Teilzeitausbildung oder einer Lockerung der Öffnungszeiten aller Kindertagesstätten. Es gilt als erwiesen, dass gerade Alleinerziehende öfter in Schichten  arbeiten. Auch wenn entschiedener Kampfeswille auf Seiten der Familienministerin besteht, sieht es in diesem Zusammenhang nicht gerade vielversprechend aus, und Schwesig droht, sich ihre politischen Zähne an dieser umstrittenen Thematik auszubrechen.

Erweiterung des Kinderfreibetrags und der Kindertagesstätten

Der Kinderfreibetrag wirkt sich positiv auf die Einkommenssteuer aus. So wird das gezahlte Kindergeld mit der Steuerersparnis verrechnet. In der Konsequenz steht der Kinderfreibetrag. Darüber hinaus wird dieser mit dem Solidaritätszuschlag und der Kirchensteuer verrechnet. 2010 kommen Eltern bei einem Kind auf einen Freibetrag von 7008 € und einem Betreuungsfreibetrag die Elternteile auf 1320 €.

Geht der Blick hin in das französische Ausland, fallen entscheidende Maßnahmen zugunsten kinderreicher Familien auf. So sind diese ab dem dritten Kind von der Abgabe der Einkommenssteuer befreit. In der Folge bedeutet gerade der unerhoffte Kindersegen für französische Mütter nicht unwiderruflich das Ender der persönlichen und beruflichen Karriere. Die meisten der Mütter gehen zeitnah wieder in ihren Job zurück. Darüber hinaus organisieren die Schulen die eigenen Schülerreisen und ein Elternteil zahlt je nach Verdienst. Reicht der Verdienst nicht, springt die Kommune oder Stadt ein.

 

Kinderfreibetrag und Förderung Alleinerziehender

Die Vorhaben, den Kinderfreibetrag und den Grundfreibetrag durch einen Grundfreibetrag zu ersetzen, verliefen sich in den letzten Jahren im Sande. So dient laut Aussage des Bundes das Kindergeld zur Förderung der Familie. Für die Zukunft wünscht man sich Engagement und eine Erhöhung der Vorteile für Familien und Alleinerziehende, da diese im Vergleich zu den gängigen Standard Familienmodellen eine zum Teil höhere Belastung stemmen. Im Gegenzug sind zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Vergünstigungen im Vergleich zur Standard Familie zu erwarten.

Kinderbetreuung, Beruf, Alltag und die alltäglichen Kosten sowie Belastungen liegen bei Alleinerziehende zumeist auf einem Schulterpaar. So setzen viele Familien ihre Hoffnung auf die Familienministerin, das nötige Geld aufzutreiben, um gerade den Alleinerziehenden eine zusätzliche Unterstützung geben zu können.

Fazit

Auch wenn mit dem gestiegenen Kinderfreibetrag und Kindergeld einige maßgebliche Verbesserungen im Hinblick auf die Unterstützung von Familien und Kindern in Deutschland zu verzeichnen sind, lassen sich immer noch Reserven vor allen Dingen im Hinblick auf Alleinerziehende entdecken. Sie erhalten kaum zusätzliche Unterstützung im Vergleich zu Standardfamilien und müssen dennoch dieselbe bzw. eine höhere Leistung vollbringen. Eine Angleichung und eine flexibel gestaltete Kinderbetreuung, ein erhöhter Kinderfreibetrag sowie eine steuerliche Entlastung der Alleinerziehenden im Vergleich zur Standard-Familie würde eine erhebliche Erleichterung bewirken und das gemeinsame Zusammenleben in allen Familienmodellen innerhalb der Bundesrepublik Deutschland optimieren.

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Links zu weiterführenden Information

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/entlastungen-fuer-familien-spd-will-mehr-geld-fuer-alleinerziehende/11554228.html
http://www.heute.de/bundeskabinett-verabschiedet-hoeheres-kindergeld-und-kindeerfreibetrag-aber-keine-entlastung-fuer-alleinerziehende-37745628.html

Bildquellen
Artikelbild:© panthermedia.net /Dirk Köbernik
Bild in Artikelmitte:© panthermedia.net /Heinrich Koenig

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