Welche Versicherungen brauchen Beamte?

Der Sonderstatus eines Staatsdieners und besondere berufsspezifische Risiken sorgen dafür, dass Versicherungen mit Bedacht ausgewählt werden müssen. Wer vor dem wichtigen Schritt der Verbeamtung steht, sollte sich deshalb über die besonderen Bedürfnisse bei der Wahl der Policen im Klaren sein. Die wichtigsten Kernpunkte, die bei der Auswahl zu beachten sind, wollen wir hier in diesem Artikel genauer ansehen.

Beamtenversicherung | © PantherMedia / violetkaipa Beamtenversicherung | © PantherMedia / violetkaipa

➜ Private Haftpflicht


In Deutschland zählt die private Haftpflichtversicherung zu den wichtigsten Policen. Wer einer anderen Person Schaden zufügt, muss im Zweifelsfall mit dem privaten Vermögen in unbegrenzter Höhe dafür haften. Während sich ein Sachschaden meist leicht beziffern und bezahlen lässt, sieht es mit dem Schaden an einer Person schnell ganz anders aus. Eine Haftpflichtversicherung zählt aus dem Grund auch für Beamte zur wichtigen Grundausstattung.

➜ Dienst- bzw. Berufsunfähigkeit


Das Beamtenrecht umschifft den Begriff der Berufsunfähigkeit und spricht stattdessen von der Dienstunfähigkeit. Dieser Umstand tritt sogar sehr viel schneller ein als bei einem normalen Angestellten. Wer über einen Zeitraum von sechs Monaten insgesamt mindestens drei Monate nicht zum Dienst erscheinen kann, wird bereits als dienstunfähig betitelt, sofern keine Aussicht auf Besserung des Zustandes besteht.

Eine Zahlung erhalten Beamte erst dann, wenn sie die Wartezeit von 60 Monaten erreicht haben. Und selbst in diesem Fall sind die finanziellen Mittel, die sich am letzten Einkommen orientieren, nicht besonders üppig. Experten raten aus dem Grund dazu, die Chance zur persönlichen Vorsorge zu nutzen. Eine Dienstunfähigkeitsversicherung kann dazu beitragen, finanzielle Lücken in der Versorgung zu schließen. So bietet sich letztlich die Möglichkeit, den ersehnten Lebensstandard weiter zu bewahren. Weitere Infos zum Thema sind hier auf der Seite der Debeka Krankenversicherung zu finden.

➜ Diensthaftpflicht


Der Nutzen einer Diensthaftpflicht für Beamte erschließt sich schnell: im Gegensatz zu normalen Angestellten haftet der Dienstherr nämlich nicht für jene Schäden, die Beamte während ihrer Dienstzeit verursachen. Stattdessen wird der Verursacher selbst in die Haftung genommen, und das sogar in voller Höhe. Besonders Berufe wie Lehrkraft oder Polizist bergen in dieser Hinsicht ein hohes Gefahrenpotenzial. Wird zum Beispiel die Aufsichtspflicht während eines Ausfluges verletzt und es kommt eine Schülerin zu Schaden, kann letztlich die Lehrkraft in die Verantwortung genommen werden.

Eine Diensthaftpflichtversicherung funktioniert an sich gleich wie eine private Haftpflichtversicherung und sichert gegen solche Fälle ab. Da dieser Schutz schon gegen eine kleine monatliche Prämie zu haben ist, handelt es sich aus der Sicht von Beamten definitiv um ein gutes Verhältnis von Preis und Leistung.

➜ Krankenversicherung


Ein klarer Arbeitgeberanteil bei der Krankenversicherung – so etwas gibt es im Beamtenrecht nicht. Stattdessen erhalten sie die sogenannte Beihilfe. Wie hoch diese ausfällt, hängt vom eigenen Wohnort in Deutschland und vom Familienstand ab. Die restlichen Prozente müssen dann über eine private Restkostenversicherung abgedeckt werden. Hier lohnt sich nicht nur aufgrund der vielen verfügbaren Anbieter ein genauer Vergleich der Offerten. Darüber hinaus sind oft spezielle günstige Tarife für Beamte zu finden, die das Verhältnis von Preis und Leistung weiter verbessern können. Sogar für
Beamtenanwärter sind bei vielen Versicherern passende Verträge zu finden, die den Ansprüchen gerecht werden.

Über Simon (154 Artikel)
Mein Name ist Simon Schröder. Ich bin gelernter Versicherungsfachmann und blogge aus Leidenschaft. Möchten auch Sie Ihre Meinung auf Beamtenblog.net an andere weitergeben? Schreiben Sie einen Kommentar. Wir freuen uns auf Sie.

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